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Radwanderung
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Augsburg-München

Von Augsburg nach München, am Ammersee

Von Augsburg nach München, am Ammersee

2012-06-27, Mitttwoch
Augsburg-München

Nach dem wolkenlosenlosen Himmel und fortdauerndem Sonnenschein während des gestrigen Tages, erwartete uns an diesem Morgen ein grauer und bedeckter Himmel, der Regen zu versprechen schien. Am heutigen Tag, an dem wir eine mehr als 100 km lange Strecke nach München zu radeln hatten, war das nicht gerade motivierend - aber da war nichts zu ändern. Wegen der langen Wegstrecke starteten wir scjhon um 07:45 Uhr, mehr als eine Stunde früher als gewohnt. Beim Fahrtantritt fielen einige dicke Tropfen, aber noch bevor wir uns für die Regenkleidung entschieden hatten war es schon wieder vorbei und wir hofften, dass es auch dabei bleiben würde.

In Augsburg ging es zum Lechufer und dann folgte unsere Strecke dem Radweg "Romantische Straße" bzw. der "Claudia Augusta". Schnell und problemlos konnten wir die Kilometer hinter uns bringen, dann wechselten wir bei Mering auf den Radweg "Paartal-Tour". Wir rollten nun meist über gut zu fahrende kleine Landstraßen und auf Wirtschaftswegen durch weite Landwirtschaftsflächen. Im Laufe des Morgens hatten sich die Wolken immer weiter verzogen und als wir zur Mittagszeit auf den Ammersee-Radweg einschwenkten, war es uns schon fast wieder zu sonnig und zu warm.

Mit der Aussicht in Kürze den Ammersee zu erreichen traten wir kräftig in die Pedalen und waren kurz vor 13:00 Uhr am Seeufer, kurz vor Inning, wo wir eine ausgiebige Mittagsrast einlegten. Nach einer Stunde radelten wir weiter, immer noch auf dem gut gekennzeichneten Ammersee-Radweg, den wir bis zur Isar in Münchens Stadtmitte beibehalten wollten. Von dort planten wir entlang der Isar zur gebuchten Jugendherberge im Münchner Stadtteil Thalkirchen zu fahren.

Bis in den Randbezirk von München-Pasing verlief die Tour ohne Probleme, dort aber verloren wir die Streckenführung des Ammersee-Radwegs. Wir fanden uns an einer Hauptverkehrstraße, zwar mit Radweg an der Seite, aber katastrophal starkem Fahrzeugverkehr. Einige Kilometer fuhren wir noch in die vermutete Richtung zur Münchner Innenstadt, wussten aber in Wirklichkeit nicht, an welchem Punkt Münchens wir uns aufhielten. Wir wollten auch unbedingt weg von der Hauptstraße und als wir schließlich eine Wegweisung mit der Angabe "Ramersdorf" fanden, bogen wir dorthin ab. Da sich der Stadtteil Ramersdorf östlich der Isar befindet, mussten wir auf dieser Strecke auf die Isar treffen, und wollten an dieser entlang dann nach Thalkirchen gelangen.

Bald aber standen wir wieder irgendwo in München, diesmal in eiuner Grünanlage und wusten nicht weiter. Es war heiß, wir waren 100 km geradelt, der Autoverkehr hatte uns genervt und befragte Passanten konnten uns auch nicht weiterhelfen. Eine Aussage war besonders motivierend: "I wüsst scho, wia i hikumm, oaber erklärn ko i des net".

Schließlich versuchte ich es über die Navigation mit dem Mobiltelefon, was aber erst gelang, nachdem wir wieder an einer Autostraße standen. Da ich ohne Kopfhörer die Ansage nicht hören konnte, blieb nur übrig das Handy in der rechten Hand zu halten und die Wegführung auf dem Display zu verfolgen. Auf diese Art im Autoverkehr Münchens dem angezeigten Straßenverlauf zu folgen war auch nicht entspannend, aber wir kamen jetzt vorwärts und mussten nicht an jeder Kreuzung anhalten und über den Weiterweg beratschlagen.

Zwei Stunden nachdem wir den Ammersee-Radweg in Pasing verloren hatten erreichten wir um 18:00 Uhr die Jugendherberge. Nur selten hatten wir uns so gestresst gefühlt und waren so froh am Ziel zu sein. Der Stress war aber schnell vergessen, als wir vor dem Abendessen noch einen Spaziergang in die Isarauen unternahmen und als wir in einem Biergarten bei einer Halben saßen, lag der Frust über die Irrfahrt durch München schon weit hinter uns.