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Radwanderung
Günzburg-Wien

Weilburg-Günzburg

Der verlorene Rucksack, wieder an Ort und Stelle

Der verlorene Rucksack, wieder an Ort und Stelle

2012-06-23, Samstag
Weilburg-Günzburg

Dieser Samstag war Anreisetag zum Startort unserer Radwanderung nach Wien. Mit der Bahn sollte die Fahrt nach Ulm gehen, von dort war die Weiterfahrt mit den Rädern nach Günzburg vorgesehen, unserem ersten Übernachtungsort. Die Abfahrtszeit des Zuges in Weilburg war mit 08:15 Uhr angegeben, nach viermaligem Umsteigen sollte die Ankunft um 15:48 Uhr in Ulm erfolgen. Etwa 30 km waren mit den Rädern dann noch bis Günzburg zurückzulegen.

Die Abfahrt in Weilburg erfolgte planmäßig und da es sich um einen bis Fulda fahrenden Zug handelte, war das Fahrradabteil relativ stark frequentiert. Doch es war noch ausreichend Platz für uns und die mit Gepäcktaschen bestückten Räder, außerdem stand schon in 25 Minuten in Gießen für uns der erste Umstieg in den Zug nach Frankfurt auf dem Plan. Bei lebhafter Unterhaltung mit anderen Radlern verging die Fahrzeit nach Gießen, dann hieß es für uns aussteigen und nicht trödeln, denn es blieben nur zwölf Minuten Umsteigezeit. Vom Zugausstieg ging es rasch zum Bahnsteigende, dort hinein in den Aufzug, aufwärts zur Gleisbrücke und mit dem Aufzug abwärts zum Bahnsteig des Zuges nach Frankfurt. Unten stand bereits Joachim und wollte gerade auf dem Bahnsteig weitergehen, da fiel mir auf, was ich beim Zugausstieg nicht bemerkt hatte: sein Rucksack fehlte.

Der Rucksack war im Zug vergessen worden und befand sich jetzt auf der Fahrt nach Fulda. Darin nicht nur die Verpflegung, sondern vor allem Portmonee mit Geld, Ausweis, Scheckkarte usw. nebst Mobiltelefon. Im ersten Moment sah ich schon das Ende unserer noch nicht richtig begonnenen Radtour. Dazu kam es zum Glück nicht. Nach einigen Telefonaten gab es erst einmnal die wichtigste Nachricht, dass der Schaffner des Zuges den Rucksack in Obhut genommen habe und es wurde vereinbart, dass dieser am Bahnhof Fulda deponiert würde. Wir mussten jetzt nur noch nach Fulda gelangen.

Wir benutzten den nächsten Zug und waren um 11:28 Uhr am Bahnhof Fulda. Joachim konnte seinen Rucksack mit vollständigem Inhalt in Empfang nehmen und nun mussten wir nur noch nach Günzburg kommen - Ulm zogen wir erst gar nicht mehr in Betracht - dann war alles wieder im Lot. Eine Zugverbindung ergab sich mit Abfahrt Fulda um 13:08 Uhr, Ankunft Günzburg 19:42 Uhr, viermaliges Umsteigen erforderlich. Mehr aber konnten wir nach dem Vorgefallenen nicht erwarten. Und wir hatten Glück: die Züge waren alle pünktlich, wir erreichten überall die Anschlusszüge und auch sonst verlief die Fahrt nach Günzburg ohne Zwischenfälle.

Auf dem Weg vom Bahnhof zur Jugendherberge stellten wir fest, dass in der Stadt an diesem Abend eine größere Veranstaltung stattfand. Damit war klar, welches Ziel wir ansteuern würden, nachdem Gepäck und die Räder untergebracht waren. Das Stadtzentrum war nur wenige Minuten von der Jugendherberge entfernt und so waren wir schon eine Stunde nach unserer Ankunft am Bahnhof mitten im Trubel des Guntia-Festes, das an diesem Wochenende in Günzburgs Straßen veranstaltet wurde.

Es war ein warmer Sommerabend, wie geschaffen für eine solche Veranstaltung. Wir waren nach dem letztlich doch guten Ende des heutigen Tages entspannt und so war es kein Wunder, dass wir länger auf dem Fest verweilten und den Weg in die Jugendherberge später antraten, als bei unsereren Radwanderungen sonst üblich.