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Radwanderung
Tagesaufenthalte Wien

Wien

Wien, Fiaker vor Schloss Schönbrunn

Wien, Fiaker vor Schloss Schönbrunn

2012-07-06, Freitag bis 2012-07-07, Samstag
Wien

Während wir in den vergangenen anderthalb Wochen keinen Gedanken auf die Rückreise verwandt hatten, war diese mit unserer Ankunft in Wien in greifbare NÄhe gerückt. Dadurch war uns gestern Abend eingefallen, dass wir für die Bahnrückfahrt am Sonntag kein Wochenendticket für die Rückfahrt ab Passau nach Weilburg besorgt hatten. Eigentlich kein Problem dieses in Passau zu kaufen - wenn wir dafür die Zeit hätten. Diese Zeit aber hatten wir nicht, denn zum Umstieg blieben uns nur 20 Minuten. Auch bei pünktlicher Ankunft des Zuges aus Wien war das kaum zu schaffen. Wir mussten also versuchen, über das Internet in der Jugendherberge das Wochenendticket online bei der DB zu kaufen. Zum Glück hatte ich diese Möglichkeit des Ticketkaufs mit Fahrkartenausdruck am heimischen Drucker schon genutzt und hoffte deshalb, dass es auch hier mit dem Ausdruck der Fahrharte in der Jugendherberge klappen würde. An erster Stelle aller heutigen Unternehmungen stand also die Besorgung der Fahrkarte. Nach einigen Problemen konnte das Online-Ticket der Bahn an der Rezeption ausgedruckt werden und wir waren soweit, dass wir uns auf den Erkundungsgang durch Wien aufmachten.

Zur Gestaltung der beiden Aufenthaltstage in Wien hatten wir keinen Plan, und wir hatten auch nicht die Teilnahme an einer geführten Stadtbesichtigung vorgesehen. Vorgenommen hatten wir uns lediglich für dem morgigen Tag eine Besichtigung von Schloss Schönbrunn, alles andere wollten wir dem Zufall überlassen. Nach dem Regen am gestrigen Abend zeigte sich der Himmel heute wieder von seiner sonnigsten Seite, wir hofften aber, dass die Temperatur nicht wieder über 30 Grad hinausging.

So schlenderten wir den ganzen Tag durch Wien, trieben richtungslos entlang breiter Alleen, durch Parks, betriebsame Einkaufsstraßen, über große und kleine Plätze, durch das Gewirr kleiner Straßen und enger Gassen. Ein ausgedehnter Besuch in einem Wiener Café fehlte natürlich nicht, bevor wir am späten Nachmittag die Richtung zur Jugendherberge einschlugen. Dort wollten wir uns nach dem stundenlangen Stadtspaziergang, bei dem es die Sonne wieder zu gut gemeint hatte, duschen und umziehen. Danach waren wir wieder fit und begaben uns ins abendliche Wien und in eine Gaststätte zum Abendessen.

Am Samstagmorgen brachen wir kurz vor 09:00 Uhr nach Schloss Schönbrunn auf. Wir legten den Weg zu Fuß zurück und standen etwa eine Stunde später auf dem riesigen Vorplatz des Schlosses. Die schon jetzt brennende Sonne sprach deutlich für eine Temperatur, die sicherlich wieder über 30 Grad liegen würde. Wir beschlossen, uns deshalb zuerst in den Parkanlagen von Schloss Schönbrunn umzutun und erst später die Innenräume zu besichtigen. Bei der Größe der Parkanlagen und den vielen herrlichen Ausblicken waren über zwei Stunden vergangen, bis wir wieder am Eingang standen. Jetzt war die Besichtigung der Innenräume dran, doch an den Ticketausgaben musste ich feststellen, dass mit jetzt erworbenen Tickets der Einlaß erst in ca. zwei Stunden erfolgen würde. Damit hatte ich am Morgen nicht gerechnet, sonst hätte ich die Führung durch die Innenräume als erstes nach unserer Ankunft unternommen. Aber jetzt zwei Stunden bis zur Führung warten, dass wollten wir auch nicht.

Nach einer Erfrischungspause beschlossen wir, für den Nachmittag verschiedene Wege zu gehen. Joachim entschied sich für die Fahrt mit der U-Bahn in die Stadt, um sich dann weiter zu entscheiden, ich entschied mich für die U-Bahnfahrt zum Prater, um mich dort umzusehen. Also machten wir uns auf zur Zustiegsstation, dann trennten sich bis zum Abend unsere Wege.

Am Prater machte ich einen großen Rundgang, ohne aber eines der Fahrgeschäfte zu benutzen oder in eine der anderen Jahrmarktsattraktionen einzutreten. Beeindruckend zwar das Riesenrad, alles andere aber fand ich relativ uninteressant. Vielleicht war ich aber auch einfach nicht in der richtigen Stimmung für einen Jahrmarkt, wahrscheinlich war auch dafür jetzt in der hellen Nachmittagshitze nicht der passende Zeitpunkt.

Als Kontrastprogramm zum Prater entschloss ich mich deshalb zu einem Besuch des Wiener Zentralfriedhofs, zumal ich auch eine "24 Stunden Wien"-Karte (6,70 Euro) gelöst hatte. Als ich an der Haltestelle "Zentralfriedhof" ausstieg, hatten sich die schon zuvor aufgezogenen Wolkenschleier verdichtet und in der Ferne war der Himmel grau-schwarz. Trotzdem machte ich mich auf den Weg - leider nicht auf den kürzesten - zur Friedhofskirche. Als ich nämlich nach langem Marsch dort endlich ankam, war die Gewitterfront schon bedrohlich nahe gerückt und grollendes Donnerrollen war deutlich zu hören. Da ich auf dem riesigen Gelände keinesfalls in ein heftiges Gewitter geraten wollte, blieb mir nichts anderes übrig, als meinen Besuch des Zentralfriedhofs abzubrechen und mich schnellstens zur Bahnstation aufzumachen.

Auf dem Fußweg vom Westbahnhof zur Jugendherberge fielen einige wenige Tropfen, das war aber auch alles. Das Gewitter war an Wien vorbeigezogen, auch wenn der Himmel schwarz und verhangen blieb. Joachim traf ich in unserer Unterkunft an und da am nächsten Tag unsere Abreise anstand, packten wir unsere Utensilien zusammen und machten uns anschließend auf zum Abendessen. Am späten Abend folgte noch ein kurzer Rundgang und zum Abschluss unseres Wienaufenthalts ein Gute-Nacht-Schoppen.