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Radwanderung
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Dürnstein-Wien

Von Dürnstein nach Wien

Von Dürnstein nach Wien

2012-07-05, Donnerstag
Dürnstein-Wien

Obwohl wir heute eine Strecke von ca. 100 km bis zu unserem Zielort Wien erwarteten, starteten wir erst kurz vor 09:00 Uhr. Auf der Fahrtstrecke des Donauradwegs waren keinerlei Steigungen anzuteffen, aufgrund der erstklassigen Beschilderung würden wir auch keine Probleme mit der Routenführung zu erwarten haben und die durchgehende Asphalttrasse würde ohne Gegenwind auch ein zügiges und kräftesparendes radeln ermöglichen. All diese Erwartungen wurden auch erfüllt. Hätten wir allerdings eine dieser eigentlich optimalen Vorraussetzungen gegen eine schattige Route oder niedrigere Temperaturen eintauschen können, sicherlich wären wir darauf eingegangen. Die Lufttemperatur kletterte schnell bis auf 35 Grad und noch um 16:00 Uhr, als wir in der Jugendherberge eintrafen, zeigte dort das Thermometer 30 Grad an.

Nachdem die Landschaft der Wachau hinter uns lag, empfand ich die Strecke bis Wien als landschaftlich uninteressant und langweilig. Sie erinnerte mich an den 2008 donauaufwärts, damals aber in stömendem Regen, gefahrenen Streckenabschnitt zwischen Linz und dem Kraftwerk Aschach. Auch heute war die Strecke ohne Abwechslung, mit ewiglangen und  schnurgeraden Streckenabschnitten unter gleißender Sonne. Motivierend war einzig das zügige Fahrttempo, bei dem der Fahrtwind aber auch keine Abkühlung bot, mit dem wir die Kilometer abspulen konnten.

Nach Dürnstein blieben wir am Nordufer der Donau bis zum Kraftwerk Altenwörth, wo zum Südufer wechselten. Um 12:00 Uhr hatten wir bei Tulln etwa die Hälfte unserer Tagesstrecke zurückgelegt und gönnten uns eine Pause. Hinter Klosterneuburg, kurz vor Wien, forderte die Hitze nochmals eine kurze Pause ein. Wir wollten auch in Erinnerung an unsere Irrfahrt in München erst noch ein wenig entspannen, bevor wir uns in den Großstadtverkehr stürzen würden. Zum Glück wurde es nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Doch nachdem wir vom Donaukanal in die Innenstadt abgebogen waren, standen wir schon nach kurzer Zeit orientierungslos an einer Straßenkreuzung. Da es sinnlos schien, dass wir uns nach dem Weg zu unsrer Unterkunft erkundigten, beschlossen wir erst den Weg zum Wiener Westbahnhof zu erfragen und uns von dort aus der Jugenhergberge nähern.

Diese Vorgehensweise erwies sich als goldrichtig. Wir erhielten die Wegeauskunft, dem Schienenverlauf der Lokalbahn zu folgen, der zum Westbahnhof führen sollte. Es war durch den starken Rad- und Autoverkehr und trotz des großzügigen Radwegs zwar keine stressfreie Fahrt, aber nach einigen Kilometern standen wir am Westbahnhof. Nach dem Stadtplan schien der Weg von hier aus nicht mehr allzu problematisch zu sein. Wir verpassten auch keine der wenigen Abzweigungen und hatten deshalb schon kurz darauf die Jugendherberge erreicht. Um 16:00 Uhr kamen wir dort nach genau 100 km Fahrtstrecke an, davon waren wir fast 17 km durch Wien geradelt.

Gerade hatten wir unsere Räder in dem kleinen Innenhof abgestellt, als einige dicke Tropfen herabfielen. Die Hoffnung auf Abkühlung aber war verfrüht, die wenigen Tropfen war schon fast verdampft als sie auf die Straße trafen - und dann war es auch schon vorbei. Da sich unser Zimmer in einem Nebengebäude eine Straße weiter befand, nahmen wir unser Gepäck und belegten dort unser Zimmer, das wir bis zur Abreise am Sonntag reserviert hatten.

Eine gute Stunde später hatten wir uns eingerichtet, waren geduscht und umgezogen und bereit für eine erste Stadterkundung. Der Himmel war mittlerweile zwar fast völlig von einer schwaren Wolkenwand überzogen, trotzdem machten auf den Weg, zumal wir wegen der Abndmahlzeit auch nach einer Gaststätte Ausblick halten wollten. Der Himmel blieb zwar schwarz und es sah bedohlich nach Gewitter aus, dabei aber blieb es vorerst. Nachdem wir ein wenig durch die Straßen gelaufen waren fanden wir eine Gaststätte und hatten das Glück, dass der erwartete heftige Regenguss herunter auf Wien strömte, während wir im Trockenen dem Abendessen zusprachen. Als wir aus der Gaststätte auf die Straße traten, war die Luft angenehm frisch, ohne dass es zu sehr abgekühlt hatte. Wir ließen uns deshalb Zeit mit dem Rückweg und steuerten unsere Unterkunft mit einem Zickzackkurs durch Wiener Nebenstraßen an.