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Radwanderung
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Dürnstein

Auf dem Welterbesteig Wachau nach Weißenkirchen

Auf dem Welterbesteig Wachau nach Weißenkirchen

2012-07-04, Mittwoch
Tagesaufenthalt Dürnstein

In der Nacht hatte sich nochmals ein heftiges Gewitter über Dürnstein ausgetobt, am Morgen aber sah es wieder nach einem Schönwettertag aus, auch wenn sich die Bewölkung noch nicht ganz aufgelöst hatte. Wir hatten am Vorabend beschlossen, heute eine Wanderung auf dem Welterbesteig Wachau zu unternehmen. Die Tour war in einer Kurzbeschreibung mit einer Streckenlänge von knapp 17 km angegeben und die Höhenmeter summierten sich im Aufstieg auf 834 m (und natülich ebensoviele im Anstieg.

Aufgrund des blauen Himmels, des strahlenden Sonnenscheins und bester Wetteraussichten starteten wir ohne belastendes Gepäck kurz nach 09:00 Uhr zu unser Tour. Aus der Dürnsteiner Altstadt stiegen wir am Kremser Tor über den Eselssteig aufwärts. Auf den Steintreppen des alten Versorgungswegs der Burg erreichten wir die hoch über der Donau liegende Burgruine, im 12. Jahrhundert Ort der Gefangenschaft von König Richard Löwenherz. Nachdem wir den Ruinenkomplex durch das nördliche Burgtor verlassen hatten, nahm uns eine bizarre bizarre Fels- und Waldlandschaft auf. Zwischen Felsen und unberührt scheinende Eichen- und Kiefernwälder, wo uns trotz der noch relativ frühen Morgenstunde schon die Wärme entgegenschlug, ging es aufwärts. Wir kamen zum sogenannten Schlösschen, der ehemaligen Vorburg und bald darauf zur - noch geschlossenen - Fesselhütte, am Beginn des Höhenwegs nach Weißenkirchen.

Von Dürnstein führt durch die Felsen aufwärts zur Fesselhütte auch der Vogelbergsteig. Unsere Absicht diesen zu begehen scheiterte jedoch leider. Durch einen Felssturz war der Weg teilweise nicht mehr begehbar und deshalbund wegen Instandsetzungsarbeiten gesperrt.

In der Nähe unternahmen wir einen Abstecher zum Aussichtspunkt Dürnsteiner Kanzel, die über einen kurzen Zuweg erschlossen ist. Dann wanderten wir entlang teils schmaler Pfade, teils breiter Forstwege, die mit weit auslaufenden Schleifen die tiefen und dicht bewaldeten Taleinschnitte umgingen. Nach dem Anstieg von Dürnstein zur Fesselhütte verlief die Wegführung nur mit geringen Steigungen. Trotzdem waren wir verschwitzt, denn auch wenn sich rechts und links des Weges Wald ausbreitete, der Weg selbst war zum größten Teil schattenlos und die Sonne brannte mit voller Kraft. Dass die Fesselhütte bei unserer Ankunft noch geschlossen war, hatte uns nicht gestört. Jetzt aber hofften wir sehr, dass wir an der Labestation Pomassel eine Möglichkeit fanden unseren Durst zu löscdhen. Bald nachdem die ersten Weinberge in Sicht kamen und der Weg sich deutlich hinabsenkte, erreichten wir die Station. Wie froh waren wir, dass sich in einem Weinfass in einer Kühltasche gekühlte Getränke befanden und wir uns daraus bedienen konnten. Wir hielten ausgiebige Rast, bevor wir den Weiterweg antraten. Der führte vorbei an alten aufgelassenen Weinrieden und zerfallenen Steinterrassen und dann über den Panoramaweg Achleiten durch Weinrieden in den Weißenkirchner Ortsteil Weitenberg und weiter in die Weißenkirchner Altstadt.

Für die 17 km hatten wir einschl. der Rast 5 Stunden benötigt. Jetzt wartete eine ausgiebige Ruhepause auf der schattigen Terrasse des Kirchenwirts auf uns. Dummerweise vergaßen wir, uns rechtzeitig zur Abfahrtsstelle des Linienbusses aufzumachen, mit dem wir um 16:25 Uhr nach Dürnstein hatten zurückkehren wollen. Aber nach der langen Wanderstrecke über die Höhen nach Weißenkirchen, machte uns der wesentlich kürzere Rückweg nach Dürnstein nichts aus. Wir setzten dazu mit der Fähre ans andere Donauufer über und nahmen dort den Weg nach Dürnstein unter die Schuhe. Auf dieser Wegstrecke hatten wir die Höhen auf der anderen Stromseite im Blick, über die wir auf dem Herweg gewandert waren. Der Rückweg führte durch das vollständig flache Obstanbaugebiet zur Dürnstein-Fähre. Hier herrschte reger Badebetrieb, was bei der Hitze kein Wunder war. Badezeug aber hatten wir leider nicht dabei, die erfrischende Dusche wartete erst in der Unterkunft auf uns, wo wir den Schweiß der langen aber herrlichen Wanderung abspülen konnten.

Den langen warmen Sommenabend verbrachten wir auf der Terrasse einer Gaststätte in der Altstadt. Für unsere am nächten Tag anstehende Fahrt nach Wien erhofften wir uns allerdings etwas niedrigere Temperaturen, als wir sie an diesem Tag erlebt hatten.