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Grein-Dürnstein

Dürnstein

Dürnstein

2012-07-02, Montag
Grein-Dürnstein

Nicht ganz so früh wie an den vergangenen Tagen, immerhin aber doch schon um 08:30 Uhr, starteten wir auf die heutige Tagesetappe nach Dürnstein. Wir verblieben am Nordufer bis Persenbeug, dort wechselten am Kraftwerk zum Südufer hinüber. Über Ybbs und Pöchlarn erreichten wir nach 50 km um 12:00 Uhr Melk.

Eine Besichtigung von Melk hatten wir für heute nicht eingeplant, da wir von unserem Tagesziel Dürnstein aus am nächsten Tag Melk besuchen wollten. Wir legten aber eine kurze Rast ein, auch wenn die flache Asphaltstrecke des Donauradwegs uns keinerlei Anstrenungen abgefordert hatte. Schweiß war bisher trotzdem geflossen, denn die Temperatur lag wieder bei ca. 30 Grad, es regte sich kein Lüftchen und der Radweg verlief zur Gänze in der prallen Sonne, keine schattenspendenden Bäume am Wegesrand.

Nach einer Stunde wechselten wir auf der Straßenbrücke bei Melk wieder ans Donaunordufer. Zweieinhalb Stunden später hatten wir die gut 30 km von Melk nach Dürnstein zurückgelegt und die dort gebuchte Privatunterkunft erreicht. Da wir uns hier für drei Übernachtungen einquartiert hatten, lohnte es sich die Gepäcktaschen auszupacken und eine größere Waschaktion zu starten.

Als wir geduscht und umgezogen waren und die Wäsche in der Nachmittagshitze trocknete, machten wir uns zu einem Erkundungsgang durch den kleinen aber malerischen Ort auf. Die schmalen Straßen und Gassen waren fast überflutet von Touristen und Andenken- und Spezialitätenläden fanden sich fast an jeder Ecke. Die durch Dürnstein geschleusten Touristen waren fast alle mit Flusskreuzfahrtschiffen unterwegs, doch am frühen Abend war der ganze Spuk vorbei. Dürnsteins Straßen leerten sich und auch fast alle Gaststätten schienen ihr Geschäft nur tagsüber zu machen und schlossen am Abend.

Dass die Kreuzfahrtschiffe alle in Dürnstein anlegten hatte seinen Grund vor allem in der Burg Dürnsteinwar doch auf dieser Burg im 12. Jahrhundert König Richard Löwenherz gefangen gehalten worden. Ein mit interessanten historischen Informationen ausgestalteter Weg führt aus Dürnsteins Altstadt am Kremser Tor aufwärts zu den Mauerresten der ehemaligen Burg. Von dort aus ergeben sich auch beeindruckende Blicke hinunter zur Donau und und über die von ihr durchflossene Landschaft. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass von den Schiffstouristen kaum jemand den aufwärts zur Burgruine führenden Steig begeht, weder König Richard Löwenherz noch der herrlichen Aussicht zuliebe. Immerhin aber profitierten von dem Besucherstrom wenigstens die Besitzer der kleinen Läden in Dürnsteins Straßen.

Bevor wir eine Gaststätte zum Abendessen aufsuchten - es stellte sich dann heraus, dass nur eine am Abend geöffnet hatte - stiegen wir zu den Resten der Ruine oberhalb Dürnsteins auf, von wo sich eine herrliche Aussicht hinunter zur Donau ergab. Als die Tageshitze am Abend nachließ und der Hitzetag zu einem angenehmen Sommerabend wurde, fanden wir wenigstens die am Montag einzig offene Gaststätte, wo wir den Tag bei einem guten Essen und Wein beschließen konnten.