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Weserbergland

Wanderung Bad Karlshafen-Nienover-Winnefeld

Hannoversche Klippen; Blick nach Bad Karlshafen

Hannoversche Klippen; Blick nach Bad Karlshafen

2009-10-01, Donnerstag
Wanderung von Bad Karlshafen zu den Wüstungen Nienover und Winnefeld

Im Wetterbericht waren für heute zwar etwas ansteigende Temperaturen angekündigt, gleichzeitig aber auch eine verstärkte Neigung zu einzelnen Regenschauern. Bisher waren wir von Regen verschont geblieben und da heute wieder eine Fußwanderung geplant war, schreckte uns die Aussicht auf evtl. Schauer nicht gar zu sehr.

Von Bad Karlshafen ausgehend sollte unsere Route den Großen Kuhlenberg umrunden, weiter über den Kleinen Kuhlenberg führen, um dann kurz vor Nienover das Reiherbachtal zu erreichen. Von dort aus wollten wir nach Winnefeld gehen und dann südlich zu den Hannoverschen Klippen bei Bad Karlshafen.

Neblige Aussicht zur Weser

Neblige Aussicht zur Weser

Um uns die mittlerweile schon häufiger zurückgelegte Wegstrecke von Helmarshausen nach Bad Karlshafen zu ersparen, fuhren wir mit dem Wagen nach Bad Karlshafen, wo wir ihn am Bahnhof abstellten. Als wir dort losgingen war es fast 09.30 Uhr. Nach einer ausnahmsweise nur kurzen Suche entdeckten wir unser Wegzeichen und gingen zügig unsere Wanderstrecke an. Lange waren wir noch nicht unterwegs, als leichter Regen einsetzte.  Unsere Hoffnung, dass es nur ein schnell vorüberziehender schwacher Schauer sei, erfüllte sich leider nicht. Der Regen verstärkte sich immer mehr und uns blieb nichts anderes übrig, als in die wetterfeste Regenbekleidung überzuziehen. An einer halbwegs geschützten Stelle harrten wir eine Zeit lang aus, dann ließ der Regen zwar nach, ohne aber vollständig zu enden und wir setzten unseren Weg fort.

Nach einer guten Stunde waren die Wolken mit ihrer nassen Fracht endlich abgezogen und wir mussten feststellen, dass wir uns wieder einmal von unserer vorgesehenen Route entfernt hatten. Wahrscheinlich hatten wir während des Regens nicht genügend auf die Wegzeichen geachtet und so wohl eine Abzweigung verpasst. Wir einigten uns auf eine Richtung, in der wir Nienover vermuteten und machten uns dann dorthin auf.

Tatsächlich hatten wir die nach Nienover führende Richtung eingeschlagen, denn der Weg führte uns zum Ausgang des Reiherbachtals. Nur ein kurzes Wegstück entfernt lag die Amtmühle an der Landesstraße, von wo aus wir dann den Weg zum Schloss Nienover einschlugen. Kurz davor trafen wir auf den Nachbau eines mittelalterlichen Stadthauses, wie es einst in Nienover, das heute nur noch als Wüstung vorhanden ist, gestanden haben könnte. Im ehemaligen Schloss ist ein Gestüt untergebracht und eine Infoscheune war geschlossen und machte einen ziemlich verlassenen Eindruck.

Eichen, Hutewald

Eichen, Hutewald

Der Weiterweg zur Wüstung Winnefeld verlief durch das Reiherbachtal und den dortigen Hutewald mit seinen Alteichenbeständen. In einem Landschaftspflegeprojekt wird dort versucht, die ursprünglichen Hutewälder durch den Einsatz von Heckrindern und Exmoorponys zu erhalten. Wo der Weg auf die Bundesstraße 241 trifft, stießen wir auf die bei Ausgrabungen freigelegten Grundmauern der Kirche von Winnenden.

Von hier aus ging es wieder auf Bad Karlshafen zu, in dessen Nähe zum Wanderabschluss die Hannoverschen Klippen auf unserem Programm standen. Bei Brüggefeld leitete uns ein Pfad in den Wald hinein und wir hätten auf diesem Weg beinahe die Klippen versäumt. Glücklicherweise bemerkten wir bald die falsche Wegweisung, gingen zurück zur Autostraße und dieser entlang, bis ein Wegzeichen mit der Angabe "Naturschutzgebiet Hannoversche Klippen" uns auf einen schmalen Waldpfad abwärts verwies.

Nachdem wir am Morgen den Aussichtspunkt auf dem Kleinen Kuhlenberg versäumt hatten, war der Blick von den steil zur Weser abfallenden Hannoverschen Klippen ein Höhepunkt dieser Wanderung und versöhnte uns mit dem Regen des Morgens und falsch eingeschlagenen Wegen. Ausgiebig genossen wir die Aussicht von diesem exponierten Standpunkt, bevor wir über einen steil den Hang abwärts führenden Pfad hinunter stiegen. Dieser Pfad entließ uns auf einen nach Bad Karlshafen führenden Weg, über den wir nach wenigen Minuten um 17.00 Uhr unseren am Bahnhof geparkten Wagen erreichten.