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Weserbergland

Diemel-Weser-Radtour

An der Diemel

An der Diemel

2009-09-27, Sonntag
Radtour an Diemel und Weser

Für den heutigen Sonntag hatte der Wetterbericht eine Schönwetterprognose abgegeben, während für die folgenden Tage die Aussichten nicht ganz so erfreulich sein sollten. Wir hatten uns deshalb gestern noch entschlossen unsere Woche im Weserbergland mit einer Radtour zu beginnen.

Eine konkrete Strecke hatten wir nicht festgelegt und erst einmal nur beschlossen, von Herleshausen die Diemel aufwärts zu radeln, wie später weiter, wollten wir im Lauf des Tages entscheiden.

Diemelradweg

Diemelradweg

Als wir gegen 09.00 Uhr losfuhren, konnten wir nur hoffen, dass der Wetterbericht nicht gelogen hatte, denn der Himmel wie die Landschaft rundum waren im dichten Dunst verborgen und auf der kurzen Fahrt von der JH abwärts zur Straßenbrücke über die Diemel blies uns der Fahrtwind eiskalt ins Gesicht. An der Brücke bogen wir auf den Radweg diemelaufwärts ein und bei gemütlichem radeln auf dem nunmehr ebenen Weg entlang des Flusslaufs war die Kälte nicht mehr spürbar. Die nebligen Dunstschleier über Feldern und Wiesen verstärkten noch die Ruhe und Stille dieses Sonntagmorgens und verbreiteten ein Gefühl der Abgeschiedenheit.

Gegen 11.00 Uhr begann über den Feldern langsam der Dunst aufzusteigen, dann ging es ganz schnell, die Schleier wurden immer durchsichtiger und gleich darauf schien die Sonne vom blauen Himmel. Nachdem wir in Trendelburg einen kurzen Rundkurs absolviert hatten, weil die Radwegbeschilderung an der dortigen Straßenbrücke so unklar war, verzichteten wir auf einen Burgbesuch dort und rollten weiter nach Stammen, zur Einmündung der Esse in die Diemel. Eine Weiterfahrt entlang der Esse hatten wir schon kurz angedacht, jetzt aber entschieden wir uns die Radtour entlang der Diemel fortzusetzen.

Unter blauem Himmel und wärmenden Sonnenstrahlen rollten wir weiterhin über ebene Wege und unbefahrene Nebenstraßen weiter bis Liebenau, wo uns ein idyllischer Rastplatz zu einer kurzen Pause verlockte. Dabei fand der eine oder andere kurz zuvor vom Baum gepflückte Apfel den Weg vom Rucksack in den Magen. Es war auch Mittagszeit und eine Entscheidung nötig, wie unsere Fahrt weitergehen sollte. Wir beschlossen über Hofgeismar die Weser bei Veckerhagen anzusteuern, um dann entlang der Weser nach Bad Karlshafen bzw. Helmarshausen zurückzukehren.

Weserfähre Veckerhagen

Weserfähre Veckerhagen

Etwa sieben Kilometer betrug die Entfernung nach Hofgeismar, die wir auf der Autostraße fahren mussten. Es war allerdings fast kein Verkehr und die lange Steigung hinter Liebenau ließ sich gut fahren. Dann ging es mit einer schönen Abfahrt hinunter nach Hofgeismar.

Hier schlenderten wir kurz durch die Innenstadt und gönnten uns dann eine ausgiebige Pause, wozu wir uns einen sonnigen Platz vor einem Café aussuchten. Danach radelten wir über fast autofreie Nebenstraßen nach Carlsdorf und weiter nach Hombressen. Wegen fehlender Beschilderung fuhren wir am Ortsausgang von Hombressen erst an der Abzweigung vorbei, über die wir den quer durch das Waldgebiet in Richtung Veckerhagen führenden Wirtschaftsweg erreichen wollten. So trafen wir nach einigen Kilometern auf die Kreisstraße zur Sababurg, Dort herrschte ein solch starker Autoverkehr, dass wir beschlossen nach Hombressen zurückzufahren, um den eigentlich von uns beabsichtigten Weg zu finden.

Durch Nachfragen kamen wir in Hombressen auf die gesuchte Wegstrecke, wurden allerdings warnend auf die Weglänge und die starke Steigung hingewiesen. Tatsächlich zog der Weg sich einige Kilometer hin, auch ansteigend, keineswegs aber so steil wie wir befürchtet hatten und uns angekündigt worden war. So waren wir letzten Endes sogar überrascht, als wir die Landstraße L 3229 auf der Höhe erreichten, während wir noch immer auf den prophezeiten Steilanstieg warteten.

Auf dieser Straße ging es dann mit einer rasanten Abfahrt hinunter nach dem Reinhardshagener Ortsteil Veckerhagen an der Weser. Mittlerweile ging es auf 17.00 Uhr zu, doch bevor wir die letzte Etappe unserer Rundfahrt antraten, ließen wir uns von der Sonne noch zu einer Pause am Weserufer verführen. Mit der Weserfähre Veckerhagen setzten wir nicht ans andere Ufer über, sondern blieben auf dem sehr gut ausgebauten Weserradweg am Westufer.

Bei Wahmbeck mussten wir dann allerdings doch mit der dortigen Gierfähre übersetzen, da der linksseitig verlaufende Radweg wegen Bauarbeiten gesperrt war. So wurde uns noch eine Weserüberfahrt zuteil, bald danach auch ein kräftiger Anstieg des Radwegs, der ein Stück oberhalb der Weser durch Wald führte, bevor er wieder auf der Höhe der Weser verlief.

Es war 19.00 Uhr als wir das Hafenbecken in Bad Karlshafen erreichten. Die Tagestour mit den Rädern war somit zeitlich doch ein wenig länger ausgefallen als wir vorgesehen hatten und entsprechend war auch die zurückgelegte Strecke mit 104 km länger gewesen als geplant. Wir beschlossen deshalb nicht sofort in die JH nach Helmarshausen weiterzufahren, sondern uns erst das Abendessen in Bad Karlshafen zu gönnen. So war es denn wirklich finster, als wir später die letzten 4 km zu unserer Unterkunft fuhren und dort die Rad-Rundtour endgültig abschlossen.