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Radwanderung
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Salurn-Trento

Auf dem Etschradweg

Auf dem Etschradweg

2009-05-24, Sonntag
Salurn-Trento

Nach der in Bozen schlaflos verbrachten Nacht, dem schweißtreibenden Spaziergang am gestrigen Nachmittag und dem Südtiroler Wein beim Abendessen, hatten wir tief und fest geschlafen und waren entsprechend ausgeruht und guter Laune, als wir an diesem Morgen aufstanden. Nachdem wir unsere Utensilien abfahrbereit gepackt hatten begaben wir uns zum Frühstück. Aufgrund unserer bisherigen Frühstückserfahrungen gingen unsere Erwartungen nicht über Kaffee, Brot und Marmelade hinaus. Umso angenehmer überrascht waren wir angesichts des reichhaltigen Frühstücksbüffets, an dem wir uns bedienen konnten. Mit diesem Frühstück konnten wir das Haus Noldin in Salurn nur in bester Erinnerung behalten, als wir um 09.00 Uhr die Räder bestiegen und das kurze Stück zur Etsch und zum Etsch-Radweg rollten.

Auf dem Etschradweg

Auf dem Etschradweg

Wie am Vortag von Bozen herunter waren auch am heutigen Sonntag wieder viele Radler in Gruppen oder alleine unterwegs, fast alle natürlich in einem Tempo, bei dem wir mit unseren bepackten Rädern weder mithalten konnten noch wollten. Doch der Radverkehr auf dem weiterhin vollständig ebenen, gut ausgebauten und übersichtlichen Radweg entlang der Etsch war unproblematisch und so konnten wir auf der Strecke gemütlich und ohne größere Anstrengungen dahinrollen. Ohnehin hatten wir auch heute wieder jede Menge Zeit, da unser Tagesziel Trento nur eine halbe Tagesetappe nah war; 35 km wies die Tachoanzeige auf, als wir die Unterkunft in Trento um 11.00 Uhr erreichten.

Trient

Trient

So früh waren wir noch nie an einem Tagesziel angekommen und deshalb voller Zweifel, ob das reservierte Zimmer für uns schon zur Verfügung stehen würde. Wieder einmal aber hatten wir Glück, das Ostello Giovane Europa war geöffnet und sogar unser Zimmer konnten wir beziehen. Da wir mit dem Passieren der Salurner Klause den deutschen Sprachraum verlassen hatten, war die Verständigung nur dank Joachims Italienischkenntnissen oder in Englisch möglich. Das klappte allerdings ganz gut, und wenn auch im reservierten Doppelzimmer statt des erwarteten Doppelbetts oder zweier Einzelbetten nur ein etwas breiteres Einzelbett stand, konnten wir das für eine Übernachtung verkraften. Das Zimmer war mit Dusche und WC ausgestattet, was die Hauptsache war und so standen wir eine gute Stunde nach der Ankunft wieder ausgehfertig auf der Straße.

Der erste Weg führte uns zum nahen Bahnhof, um die Zugverbindung nach Pergine zu erfahren und um die Fahrkarten nach dort zu kaufen. Dann machten wir uns auf zur Stadtbesichtigung. Obwohl die Mittagshitze eher für eine ruhige Siesta im Schatten sprach, schlenderten wir durch die aufgeheizten Straßen und Gassen in Richtung des Zentrums. Vorbei an vielen Palazzi mit sehenswerten Außenfassaden und schattigen Innenhöfen kamen wir zur Piazza Duomo mit der Kathedrale San Vigilio, dem Campanile und dem Neptunbrunnen. Den einladenden Cafés am Platzrand mit ihren Schatten spendenden Markisen konnten wir nicht lange widerstehen und so saßen wir bald gemütlich im Schatten und genossen das italienische Flair, das dieser romantischen und so altertümlich wirkenden Stadt innewohnte.

Trient

Trient

Eigentlich war der Schattenplatz eines Cafés der einzig richtige Aufenthaltsort unter der brennenden Sonne, doch wir nahmen noch einige Straßen der Stadt unter unsere Füße. Bei einer Festveranstaltung mit Musik hätte ich mich gerne noch aufgehalten, doch die Sonne trieb uns wieder in den Schatten der Altstadtstraßen, obwohl auch dort die Luftfeuchtigkeit und Temperatur wahrscheinlich jener im brasilianischen Regenwald entsprach. Da mittlerweile aber auch die Zeit gekommen war, zu der man ein Abendessen einnehmen konnte, suchten wir eine Gaststätte auf um den durch Schwitzen verursachten Flüssigkeitsverlust auszugleichen und um den an diesem Tag ziemlich vernachlässigten Magen zu füllen.

Bald darauf ging ein kräftiger Wolkenbruch nieder und so dehnten wir die Zeit des Gaststättenbesuchs noch ein wenig aus. Auf dem späteren Weg zu unserer Unterkunft dampften die Straßen und Plätze und die tropische Schwüle hatte sich noch verstärkt. Trotzdem legten wir noch eine Abendrunde ein und sicherlich wären wir auch noch einmal zu einem Schlummertrunk eingekehrt, hätten wir eine entsprechende Gelegenheit nahe unserer Jugendherberge gefunden.