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Radwanderung
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Burgeis-Meran

Von Burgeis nach Meran

Von Burgeis nach Meran

2009-05-20, Mittwoch
Burgeis-Meran

Wie wir es uns für Italien und Südtirol erhofft hatten, begrüßte uns am Morgen blauer Himmel und Sonnenschein zur heutigen Tagesetappe in den Vinschgau und zum Tagesziel Meran. Zwischen 70 und 80 km Fahrtstrecke rechneten wir - bei unserer Ankunft in Meran hatten wir gerade 70 km auf dem Tacho - aber wir erwarteten auch keine Steigungsstrecken, sondern lange Abfahrten.

Entsprechend gut gelaunt schwangen wir uns um 09.00 Uhr auf die Räder und schlugen den Weg zur Fürstenburg ein, denn wie wir gestern festgestellt hatten, verlief dort unsere Radstrecke mit der Richtungsangabe Mals. Steil ging die 3 km lange Abfahrt hinunter nach Mals, ab dort nahmen wir die etwas längere Streckenführung nach Glurns über Schleis und Laatsch. Dabei legten wir in Laatsch einen kurzen Stopp ein um uns mit Tagesproviant zu versorgen, dann rollten wir weiter nach Glurns.

Von Burgeis nach Meran

Von Burgeis nach Meran

Mittlerweile wies die Radwegbeschilderung Meran als Ziel aus, denn wir befanden uns seit Mals auf dem Vinschger-Radweg, der diese beiden Orte verbindet und der durch die Bahnlinie der Vinschgerbahn Meran-Mals an den Wochenenden und im Hochsommer von Radlerscharen bevölkert sein soll. Wir spürten von diesem Radlerverkehr nichts, höchstens ein gutes Dutzend weitere Radwanderer begegneten uns bis Meran.

Tatsächlich ist es eine Traumstrecke, die von Mals aus einer Höhe von fast 1100 m nach Meran führt, das auf ca. 330 m Höhe liegt. Auf der gesamten Strecke gibt es nur zwei kurze und kaum erwähnenswerte Steigungen, ansonsten tatsächlich eine fast ununterbrochene Abfahrtstrecke. Dabei findet die Abfahrt fast durchgängig auf verkehrsfreien Radwegen oder kaum befahrenen Nebenstraßen statt, unterbrochen nur durch zwei kurze Abschnitte mit Schotterbelag. Lange Abschnitte führen entlang der talwärts rauschenden Etsch, andere durch Wald oder Obstplantagen. Die an der Route liegenden Ortschaften werden meist gar nicht oder nur am Rande berührt, sind aber mit kurzen Abstechern immer schnell erreichbar.

Von Burgeis nach Meran

Von Burgeis nach Meran

Wir hielten unsere Mittagsrast kurz vor Naturns, wo die Radstrecke durch ein Obstanbaugebiet führte und wir Bänke unter Schatten spendenden Bäumen fanden. Die angenehm warme Lufttemperatur des Morgens hatte sich nämlich mittlerweile zu einer gewittrigen, schwül-warmen Mittagshitze entwickelt, in der auch der Fahrtwind keine Abkühlung brachte.

Bei Naturns wechselte die Streckenführung auf die linke Flussseite und ein wiederum erstklassiger - und wohl auch neu angelegter - Radweg führte uns nahe der Etsch weiter Richtung Meran. Der letzte Streckenabschnitt zu dem sich im Talboden ausbreitenden Meran führte über eine für Radler neu angelegte spektakuläre Serpentinenabfahrt talwärts. Am Fuß der Abfahrt schlugen wir die Richtung zur Innenstadt ein und trafen kurz danach auf die Passer.

Von Burgeis nach Meran

Von Burgeis nach Meran

Da unsere Unterkunft nahe der Passer und der Passerpromenade lag hatten wir keine Probleme den Weg zu finden und standen nach 70 km Fahrtstrecke um 15.00 Uhr vor unserem "Youth Hostel". Leider war die Rezeption dort erst ab 16.00 Uhr besetzt, sodass wir mit unseren Rädern ein kurzes Stück der Passerpromenade entlang aufwärtsgingen; allerdings nur bis zum ersten Eiscafé, wo wir bei eiskalten Milchshakes die Wartezeit verbrachten.

Kurz nach 16.00 Uhr waren wir wieder an unserer Unterkunft, konnten dort unsere Räder gut gesichert einschließen und bezogen ein Doppelzimmer mit Dusche und WC. Da wir zwei Nächte in Meran verbringen wollten, richteten wir uns häuslich ein und gönnten uns wie auch der verschwitzten Kleidung ein ausgiebiges Waschprogramm. Anschließend unternahmen wir einen Spaziergang entlang der Passerpromenade und einen Stadtbummel, bei dem wir uns wie üblich auch nach einer Gaststätte für unsere Abendessen umsahen. Hätten wir es nicht zuvor schon gewusst, spätestens an den ausgewiesenen Preisen war festzustellen, dass wir uns in einem der Haupttouristenorte Südtirols aufhielten. Trotzdem, es war ein angenehmer Abend und entscheiden mussten wir nur über unsere Unternehmung für den morgigen Tag, an dem die Räder Ruhepause haben sollten.