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Radwanderung
Innsbruck-Venedig

Imst-Pfunds

Im Inntal von Imst nach Pfunds

Im Inntal von Imst nach Pfunds

2009-05-18, Montag
Imst-Pfunds

Wie es aussah, hatte Petrus gestern mitbekommen, dass wir auch mit etwas weniger Sonne zufrieden gewesen wären. Jedenfalls zogen am heutigen Morgen dicke Wolken über den Himmel, die mir sehr nach Regen aussahen. Immerhin aber lugte an manchen Stellen auch blauer Himmel hervor; die Chancen auf gutes Wetter standen also 50:50. Zuerst beschäftigten wir uns ohnehin mit dem reichlichen Frühstück, das wir ausgiebig genossen. So war es schon 09.00 Uhr vorbei, als wir von unserer Pension aus aufbrachen. Hatten wir uns gestern bei stechender Sonne aufwärts nach Imst gekämpft, so ließen wir heute die Räder abwärts rollen, vorerst zu einem Lebensmittelmarkt um die Tagesverpflegung einzukaufen, dann weiter hinunter bis zum Inn, wo wir am Vortag nach Imst abgebogen waren.

Mittlerweile hatte sich das Wetter für die sonnig-warme Variante entschieden, wenn auch an den Berghängen- und spitzen immer wieder Wolken und Dunst hängen blieben. Die Route war mit Inn-Radweg oder der Ortsangabe Landeck, später Pfunds, gut bezeichnet, ihr Verlauf durch das immer schmaler werdende Inntal aber ohnehin meist eindeutig. Die abwechslungsreiche wellige Route verlief zwischen blühenden Wiesen, manchmal zusammengedrängt auf schmalem Geländestreifen gemeinsam mit der Bahnlinie, während blanke Felswände oder Baum bestandene Hänge an beiden Seiten des Inns in die Höhe ragten.

Seit Imst verlief der Inn-Radweg auf der gleichen Route wie die Via Claudia Augusta, deren Hinweisschilder allerdings selten auftauchten. In der Nähe von Schönwies kamen wir aber an einer Infotafel zu dieser alten Römerstraße vorbei und konnten dort auch noch Spuren dieses Verkehrswegs aus früheren Zeiten erkennen.

Im Inntal von Imst nach Pfunds

Im Inntal von Imst nach Pfunds

Obwohl Landeck sicherlich einen Kurzaufenthalt wert gewesen wäre, verzichteten wir auf einen Stopp. Es war uns zu heiß in der Stadt und der Verkehr zu nervig. Nach der Stadtdurchfahrt trafen wir unterhalb von Schloss Landeck wieder auf den Inn und unseren Radweg. Dieser führte Richtung Urgen und wartete mit einer sanften Steigung auf, bevor es abwärtsging und wir mit einer gedeckten Holzbrücke auf die andere Uferseite geleitet wurden. Nur zwei bis drei Kilometer führte uns dann ein schmaler Radweg neben einer Bundesstraße mit schwacher Steigung weiter, bis wir mit erneuter Überquerung des Inns die Autostraße wieder verlassen konnten.

Mit der Beschilderung Richtung Prutz ging die Route auf einer fast unbefahrenen Nebenstraße weiter. Zwei Innquerungen folgten, ein Wegstück entlang den Innauen und dann brachte uns eine erneute Innquerung nach Prutz. Hier legten wir einen kurzen Stopp an einem Sauerbrunnen ein, dessen erfrischend prickelndes Wasser aus der Mineralquelle so herrlich schmeckte, dass wir unsere Trinkflaschen damit auffüllten. Der nächste Streckenabschnitt blieb auf der rechten Uferseite des Inn, führte durch kleine Ortschaften und Siedlungen, meist verbunden mit kürzerem Anstieg und anschließender Abwärtsfahrt.

Wir hielten mittlerweile auch Ausschau nach einem Rastplatz für die Mittagspause, hatten wir doch den weitaus größten Teil der heutigen Tagesetappe schon zurückgelegt. Es war außerdem wieder gewittrig schwül und heiß und nur die häufigen dichten Wolkenberge vor der Sonne verschafften etwas Linderung. Über eine Stunde hielten wir Rast nahe Tschupbach, bevor wir zu den wenigen letzten Kilometern nach Pfunds aufbrachen.

Dieses letzte Teilstück wartete noch einmal mit einer hügeligen Wegführung auf, doch eine knappe Stunde später kamen wir in Pfunds an, 54 km zeigte der Tacho und es war kurz vor 15.00 Uhr. Bis zu unserer Unterkunft hatten wir uns in der kleinen Ortschaft mit ihren Gässchen noch einmal aufwärts strampeln müssen, jetzt standen wir davor und niemand war zuhause. Dann entdeckten wir aber einen Zettel mit Telefonnummer. Der Telefonanruf eröffnete uns auf völlig unbürokratischem Weg die Möglichkeit des Zugangs und die Erlaubnis eines der freien Zimmer auszusuchen und uns dort schon einzurichten.

Pfunds

Pfunds

So konnten wir schon frühzeitig unser Zimmer belegen, duschen und hatten anschließend noch eine Menge Zeit um den Ort zu durchstreifen und eine Gaststätte für das Abendessen zu suchen. Während unseres Erkundungsspaziergangs wurde es zunehmend stürmisch und es sah in jedem Moment nach dem Ausbruch eines heftigen Gewitters aus. Das war für uns aber auch Grund genug für einen verspäteten Nachmittagskaffee, bevor wir zurück in unsere Unterkunft gingen.

Dort war inzwischen auch die Inhaberin eingetroffen, sodass wir für unseren späteren Weggang jetzt auch ordentlich mit Hausschlüsseln ausgestattet werden konnten. Abendessenszeit war mittlerweile auch und so machten wir uns auf den Weg zur gewählten Gaststätte. Das Essen dort war gut und reichlich und auch das Bier schmeckte nach mehr. Doch wegen des immer noch erwarteten Gewitters dehnten wir den Aufenthalt nicht gar zu lange aus, waren schon vor 22.00 Uhr im Bett und hofften, dass der nächste Tag keinen Regen bringen möge - obwohl wir gestern und heute über eine leichte Erfrischung nicht böse gewesen wären.