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Mit Rad und Wanderschuh

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Radwanderung
Innsbruck-Venedig

Innsbruck-Imst

Zur Abfahrt am Bahnhof Weilburg

Innsbruck, stadtauswärts

2009-05-17, Sonntag
Innsbruck-Imst

Nach dem Aufwachen ging der erste Blick aus dem Fenster und zum Himmel. Unsere Hoffnung auf schönes Wetter schien sich zu bestätigen: Sonne und blauer Himmel mit nur vereinzelten weißen Wölkchen, beste Voraussetzungen für den Start unserer Radtour. Imst war unser Tagesziel und mit erwarteten ca. 70 km Streckenlänge nicht extrem weit entfernt. Zuvor aber stand das Frühstück an, dem wir uns in Ruhe hingaben.

Es war 09.00 Uhr als wir starteten und an der nahen Grenobler Brücke zum anderen Ufer wechselten, wo der Inn-Radweg verläuft. Dieser bequeme Radweg führte Innaufwärts, wechselte dann aber an das Südufer, wo er uns, immer nahe des Inns, aus der Stadt leitete, die wir in unmittelbarer Nähe der Autobahn hinter uns ließen. Die Schnellstraße blieb ständiger Begleiter des Radwegs, mit abwechselnd mehr oder weniger Abstand. Dies blieb so für gut 12 km, dann führte eine Brücke die Autobahn zum Nordufer, während die Radroute am Südufer verblieb und uns ohne rauschenden Autoverkehr ruhig und problemlos nach Pfaffenhofen, gegenüber von Telfs führte.

Auf dem Innradweg

Auf dem Innradweg

Steigungen waren bis dort nicht zu bewältigen, die Route verlief meist durch freie Wiesenlandschaft und abseits der Ortschaften, zwischen Telfs und Mötz auch als Radweg entlang der Bundesstraße. Die Route wechselte bei Mötz an das Nordufer des Inn und die angenehme Wärme des Morgens war mittlerweile einer gewittrigen Schwüle und stechender Sonne gewichen. Jetzt gab es auch die eine oder andere Steigung, die uns mancherorts aber auch schöne Blicke zum Inn bescherte. Durch lichten Kiefernwald, in dem sich die Hitze staute, über teils schmale und manchmal unbefestigte, kurvige Wegstrecken erreichten wir rechtzeitig zur Mittagspause einen herrlichen Rastplatz unmittelbar am schäumenden Inn.

Bei einer am Innbogen von Roppen austretenden Quelle war eine mit "Badhäusl" bzw. "Römerbad" bezeichnete Kneippanlage angelegt worden. Hier fanden sich Sitzgelegenheiten, frisches Quellwasser und eine Wassertretanlage, alles wie geschaffen für unsere ausgiebige Mittagsrast. Lange hielt die Erfrischung leider nicht an, denn unmittelbar nach der Weiterfahrt erwartete uns wieder ein Anstieg in gewitterschwüler Luft, zum Trost aber auch abwärts führende Streckenabschnitte.

Innradweg bei Roppen

Auf dem Innradweg bei Roppen

Bis zum Gurgltal, wo wir den Inn in Richtung Imst verließen, rückten die Hänge und Berge immer näher an den Fluss heran, verengten das Tal zu einer Schlucht und machten diesen Abschnitt zu einem  der schönsten Teilstücke des Inn-Radweges.

Den Ortsrand von Imst hatten wir gegen 15.00 Uhr erreicht, doch es dauerte noch eine Stunde bis wir im weit sich den Hang aufwärts ziehenden Ort unsere Unterkunft gefunden hatten. Auf dieser Suche waren wir noch einmal ziemlich ins schwitzen geraten, doch ausgiebiges duschen machte uns schnell wieder fit und nachdem wir für eine Stunde in einem Biergarten gemütlich die Beine ausgestreckt hatten, packte uns noch ein wenig der Tatendrang und die Lust auf einen Spaziergang.

Die Gewitterschwüle des Nachmittags war mittlerweile einer angenehmen Abendtemperatur gewichen und so beschlossen wir einen kurzen Abstecher in die Rosengartenschlucht zu unternehmen, ein Hinweisschild auf diese Schlucht hatte uns dazu angeregt. Wir wollten den Pfad nur ein Stück begehen und dann wieder umkehren, da der Weg bis zum Ausstieg und der dann notwendige Rückmarsch uns als zu lang beschrieben worden waren.

Rosengartenschlucht bei Imst

Rosengartenschlucht bei Imst

Als wir aber die erstem Meter auf dem fantastisch angelegten Weg in die Schlucht eingedrungen waren, zog es uns immer weiter, stets entlang des in die Tiefe stürzenden Schinderbachs. Steinstiegen, Brücken und Felstunnel machten den stetig aufwärts führenden Steig am tosenden Wasser zu einem wildromantischen Erlebnis und wir konnten uns nur beglückwünschen, diesen Weg für den Abendspaziergang gewählt zu haben.

Gut 1 1/2 Stunden später saßen wir wieder im Biergarten des Gasthauses, genossen unser Abendessen und das erfrischende Bier. Vollständig zufrieden mit dem Ablauf des ersten Tages unserer Radtour suchten wir später unsere Unterkunft auf, sortierten dort noch unsere Utensilien für den Aufbruch am nächsten Tag und lagen gleich darauf in den Betten, hoffend dass uns auch der nächste Tag trockenes Wetter bescheren würde.