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Mit Rad und Wanderschuh

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Radwanderung
Innsbruck-Venedig

Streckenverlauf

Diese Radtour fand statt vom 16.05.2009 bis 31.05.2009. Start der Tour war Innsbruck, wohin wir von Weilburg aus mit dem Zug fuhren. Die Radtour endete in Venedig. Die Rückreise erfolgte von Venedig mit dem Nachtzug nach München und von dort fuhren wir mit der Bahn nach Weilburg. Für die Bahnstrecke Weilburg-Mittenwald (Hinreise) und München-Weilburg (Rückreise) benutzten wir das "Schöne-Wochenende-Ticket" der Bahn; auf der Strecke in Österreich lösten wir den Fahrschein für die österreichische Bahn im Zug.

Gegenüber 2008 war das "Schöne-Wochenende-Ticket" der Bahn wieder einmal etwas teurer geworden und kostete uns 37,-- Euro, für das Freizeitticket in Österreich auf dem Abschnitt Mittenwald-Innsbruck zahlten wir für zwei Personen 13,90 Euro (incl. der Räder) und die Fahrt mit der City-Night-Line Venedig-München schlug mit 63,-- Euro je Person zu Buche (incl. Platzreservierung, für Fahrräder besteht Reservierungspflicht).

Die Gesamtlänge der Tour betrug 562 km, die wir an 10 Tagen abradelten, die längste Strecke mit 92 km, die kürzeste mit 35 km. Dazu kamen die zwei Tage für An- und Abreise und jeweils einen Tag Aufenthalt für Stadtbesichtigungen, Ausflüge und Faulenzen gab es in Meran und Bassano del Grappa. Wegen der erst gegen 23.00 Uhr erfolgenden Rückfahrt von Venedig mit dem Nachtzug nach München standen uns dort zwei Tage zur Verfügung.

Für die 16 Tage sah der Ablauf folgendermaßen aus:

An gekennzeichneten Radstrecken wurden der Radweg Via Claudia Augusta, der Inn-Radweg, der Vinschgau-Radweg, Etschtal- und Brenta-Radweg (Val Sugana-Radweg) benutzt. Ab Bassano del Grappa über Treviso nach Venedig fuhren wir nach der Straßenbeschilderung auf Landstraßen, ausgenommen den Abstecher von Quarto d' Altino nach Altino, dem Endpunkt der Via Claudia Augusta. Diesen Handelsweg aus römischer Zeit benutzen alle o. g. Radwege in weiten Abschnitten und so hatten wir erwartet, dass ab Imst, wo die Inn-Radroute auf dem Radweg der Via Claudia Augusta verläuft, eine durchgängige Ausschilderung mit dem Logo der Via Claudia Augusta erfolgen würde. Dem war allerdings nicht so, wenn auch in Österreich noch häufiger entsprechende Markierungsschilder auftauchten, in Italien waren diese nur noch sehr vereinzelt anzutreffen. Allerdings waren die Radwege an Inn, im Vinschgau, an Etsch und Brenta immer so gut gekennzeichnet, mit Markierungen und Wegweisern versehen, dass wir nur sehr selten die Fahrtrichtung anhand einer Karte feststellen mussten.

Unsere Route verlief zu über 90 % auf asphaltierten Strecken und zum weit überwiegenden Teil auf gesonderten Radwegen. Wenn Autostraßen genutzt wurden, dann waren dies fast immer nur wenig befahrene Nebenstraßen. Verkehrsreiche Ausnahmen bildeten die Abschnitte Kajetansbrücke (Pfunds)-Nauders und Bassano del Grappa-Treviso-Venedig. Dabei empfand ich wegen des Lastwagenverkehrs die Straßenabschnitte in Venetien als weitaus unangenehmer und nerviger als den Auto- und Motorradverkehr auf der Strecke zum Reschenpass, bei der wir die Variante über den Schweizer Streckenabschnitt mit Martina wählten.

Zum weit überwiegenden Teil verdienen die von uns in Italien benutzten Radwege im Vinschgau, an der Etsch und der Brenta das Prädikat 1. Klasse. Hervorragend angelegt, beschildert und gepflegt war es eine Freude dort zu fahren. Zusätzlichen Spaß bringt die Strecke vom Reschenpass hinunter in den Vinschgau, die sich fast als eine einzige durchgängige rasante Abfahrt darstellt, mit dem Höhepunkt einer speziell für Radfahrer angelegten Serpentinenstrecke hinunter nach Meran. Landschaftlich ein Höhepunkt ist die Radstrecke entlang der Brenta im Val Sugana: Wunderbar!

Nach meiner Überzeugung ist die Radtour Innsbruck-Venedig ein 100-prozentiger Volltreffer, absolut lohnens- und deshalb höchst empfehlenswert. Das träfe selbst dann zu, wenn am Ende nicht die Lagunenstadt Venedig als Zielort liegen würde. Keinesfalls sollte man sich vom Reschenpass abschrecken lassen. Der Anstieg über die Serpentinenstraße war zwar anstrengend und wir gerieten gehörig ins Schwitzen; jedes einzelne Kilo Gepäck wie auch Eigengewicht wird spürbar, wenn die Beine bergauf strampeln, aber das ist kurz darauf vergessen und in Erinnerung bleiben nur die erfolgreiche Auffahrt und die insgesamt grandiose Radtour nach Venedig.