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Radwanderung
Innsbruck-Venedig

Allgemeine Infos

Innsbruck-Venedig; Fotopause am Kalterer See

Innsbruck-Venedig; Fotopause am Kalterer See (rechts Joachim, links Verfasser)

Durch meinen Umzug im Herbst 2008 hatte die im September anstehende Wanderwoche mit Joachim ausfallen müssen und auch die Durchführung einer sonst in der ersten Maihälfte stattfindende Radwanderung war in diesem Jahr (2009) noch keineswegs gesichert, als Joachim mir Anfang Januar eine Liste mit verschiedenen Tourengebieten, u. a. Strasbourg, Dresden und Lausanne zukommen ließ. Gegen keinen der Vorschläge hatte ich besondere Einwände, doch ein anderer Vorschlag fand mein größtes Interesse: Die Radtour von Innsbruck nach Venedig. Diese Tour über den Reschenpass, durch den Vinschgau und der Zielort Venedig ließen den übrigen Vorschlägen bei mir keine Chance. Zum Glück ging auch Joachim sofort darauf ein und so konnte er die weitere Planung der Radtour erst einmal aufnehmen.

Zusammen mit meiner Familie befand ich mich zu diesem Zeitpunkt zwar noch mitten in den Umbau- und Renovierungsarbeiten unseres künftigen Domizils, doch voller Zuversicht machte ich mit Joachim den Termin für unsere Radtour fest; als einziges Zugeständnis an unsere Baustelle zwei Wochen später als in den vergangenen Jahren, also in der zweiten Maihälfte. Alle Einzelheiten zur Planung der Tagesetappen und Übernachtungsorte übernahm Joachim, ich konnte mich darauf beschränken, einige der ausgesuchten Unterkünfte zu reservieren.

Grundsätzlich wollten wir, wie auch bei früheren Fahrten, Jugendherbergen (JH) für die Übernachtungen nutzen. Solche waren aber nicht an jedem Zielort vorhanden und so wurden auch Privatquartiere gebucht. Dabei bestätigten sich unsere schon früher gemachten Erfahrungen, dass wir bei vergleichbaren Preisen oft bessere Zimmerausstattungen als in JH vorfanden, und das galt auch für "Youth Hostels", die nicht dem Internationalen Jugendherbergswerk angeschlossen waren. Außerdem hatten wir dort und in Privatquartieren nie das Problem am frühen Nachmittag anzukommen und dann vor verschlossenen Türen zu stehen, wie es uns bei JH in Deutschland schon häufiger geschehen war.

Alle Reservierungen konnten entweder direkt auf der Website der Anbieter gebucht werden oder durch unmittelbaren E-Mail-Kontakt mit dem Anbieter. Einzelne Buchungen über das Portal "www.HostelsClub.com" waren nur möglich bei Einsatz einer Kreditkarte zur Zahlung einer geringen Buchungsgebühr, die aber auf den am Übernachtungsort zu zahlenden Preis angerechnet wurde. Nachstehend die Preise unserer Unterkünfte für eine Übernachtung, zwei Personen (Dz = Doppelzimmer, D = Dusche, F = Frühstück, B+B = Bed and Breakfast):

Imst, Pension Weirather, 50,-- Euro, F, Dz, D, WC;
Pfunds, Jugendgästehaus Dangl, 44,-- Euro, F, Dz, Gemeinschaftsdusche und -WC;
Burgeis, Pension Bruggerhof, 52,-- Euro, F, Dz, D, WC;
Meran, JH, 39,-- Euro, F, Dz, D, WC;
Bozen, JH, 43,-- Euro, F, Vierbettzimmer, D, WC;
Salurn, Jugendhaus Dr. Josef Noldin, 52,-- Euro, F, Dz, D, WC;
Trient, Hostel, Ostello Giovane Europa, 50,-- Euro, F, Dz, D, WC;
Bassano del Grappa, Hostel, Ostello Don Cremona, 44,50 Euro, ohne F, Dz, D, WC;
Treviso, Pension, Dolce Vita, 48,-- Euro, F, Dz, D, WC;
Venedig, B&B, Caterina House, 56,-- Euro, F, Vierbettzimmer, Gemeinschaftsdusche und -WC.

Was die Qualität des Frühstücks betraf, hatten wir für Italien nicht viel erwartet - zu Recht, wie sich herausstellte. Positiv überrascht wurden wir in Salurn und Treviso, wo es ein reichhaltiges Frühstück gab, in Salurn u. a. auch mit Wurst, Käse, Joghurt. Sehr gut auch die Frühstücksangebote in Imst, Pfunds und Burgeis.

Mit den Unterkünften waren wir durchweg zufrieden, wobei die in Burgeis, Salurn und Treviso weit über dem aus JH bekannten Standard lagen; weit darunter empfanden wir die Unterkunft Caterina House in Venedig. Das lag weniger an dem gebuchten Vierbettzimmer - in dem wir zum Glück nur zu zweit untergebracht waren - und dem Gemeinschaftsbad (D, WC), als daran, dass sich neben unserem Zimmer ein Wohnraum der Betreiber befand, der diesen als Küche, Wohnzimmer und Aufenthaltsraum diente und in dem wir am Morgen frühstückten. Dieser Raum war auch Durchgangszimmer von unserem Schlafraum zum Bad und Hausflur, wodurch wir ungewollt auch am Privatleben teilnahmen. Leider ließ der Kochbereich auch einiges an Sauberkeit vermissen, sodass wir gar nicht mehr wollten als das Frühstücksangebot mit Toastbrot, Marmeladenglas, Nugatcreme, Cornflakes, Milch, Kaffeepulver und heißes Wasser.

Mit Ausnahme eines Tages hatten wir während der ganzen Zeit sonniges Wetter oder nur wenig Bewölkung. An mehreren Tagen kletterte das Thermometer über 30 Grad und es war nur der Fahrtwind, der für ein wenig Abkühlung sorgte. Ein schlimmes Unwetter mit Taubenei großen Hagelkörnern erreichte uns auf der Etappe nach Treviso in einem kleinen Ort, wo wir aber zum Glück eine Unterstellmöglichkeit fanden.