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Wanderwoche Sächsische Schweiz

Stadt Pirna, Jugendherberge

Gegründet wurde Pirna dort, wo Handelswege aus Böhmen die Elbe an einer Furt kreuzten und dieser Übergang von einer Burg geschützt wurde. Zwei vorstädtische Siedlungen entwickelten sich dort im 12. Jahrhundert. Nach 1200 entstand eine planmäßige Stadtanlage mit zentralem Markt, Kirche und Rathaus, 1233 wird Pirna urkundlich durch Bischof Heinrich von Meißen erstmals erwähnt.

Seine Lage an den wichtigen Verkehrsverbindungen zwischen der Lausitz und Böhmen wie auch an der Elbe sorgte für einen Aufschwung von Handel und Gewerbe. Anfang des 15. Jh. galt Pirna als die bedeutendste Ansiedlung im oberelbischen Raum. Das wichtigste Privileg der Stadt war das Stapelrecht: Alle Waren, die auf Fuhrwerken oder Schiffen die Stadt passieren wollten, mussten drei Tage hier feilgeboten werden, ehe sie auf Pirnaer Wagen und Kähnen ihren Weg fortsetzen durften. Von 1472 bis 1686 befand sich die kurfürstliche Eisenkammer am Marktplatz in Pirna und das im Osterzgebirge abgebaute verarbeitete Eisenerz wurde hier gehandelt. Handwerk und Handel machten Pirna zu einer wohlhabenden Stadt, was sich in den prachtvollen Bürger- und Handelshäusern noch heute widerspiegelt. Diese Entwicklung kam jäh zum Stillstand, als Pirna 1639 von den Schweden erobert wurde. Die Zerstörung der Stadt konnte zwar durch einen Bittbrief abgewendet werden, eine erneute Besetzung durch die Schweden erfolgte im Jahr 1706.

Gemälde von Canaletto, Marktplatz in Pirna

Gemälde von Canaletto, Marktplatz in Pirna

In den Jahren 1752 und 1753 hielt sich der sächsische Hofmaler Bernardo Bellotto der Jüngere, gen. Canaletto, in Pirna auf und schuf im Auftrag des sächsischen Königs elf Veduten mit Ansichten der Elbestadt, die sog. Königsserie, die zu den schönsten Werken des venezianischen Malers gezählt werden. Seine Ansichten mit den Schwerpunkten Marktplatz, Stadtkirche, St. Marien, Rathaus, Festung Sonnenschein und die Elblandschaft mit Pirna zeigen Einzelheiten der Stadtsilhouette, von Turmspitzen, Dachgauben, Hausgiebeln und Felsabbrüchen, deren Einzelheiten in wesentlichen Merkmalen noch deckungsgleich mit der heutigen Wirklichkeit sind.

1837 wurde der Dampfschiffverkehr auf der Elbe eröffnet und am 01. August 1848 folgte die Eröffnung der Eisenbahnstrecke Dresden-Pirna. Diese Strecke wurde 1851 bis Bodenbach (jetzt Decin-Podmokly) weitergeführt mit Anschluss nach Prag.

Pirna hat heute etwa 42.000 Einwohner und zahlreiche Ortschaften wurden eingemeindet. Wer aber aber im Altstadtbereich die Gassen und Plätze der Stadt durchstreift, bemerkt davon fast nichts, Pirna hat dort sein historisch-kleinstädtisches Gesicht bewahrt.

Während unseres Stadtspaziergangs waren immer wieder einmal einige Regentropfen gefallen und es war kalt und ungemütlich geworden. Mittlerweile war es auch fast 17:00 Uhr, sodass wir uns zum geparkten Wagen begaben und dann über die Elbbrücke in den Stadtteil Copitz zur Jugendherberge fuhren.

Die Jugendherberge Pirna befindet sich im rechtselbischen Stadtteil Copitz in einer ruhigen Nebenstraße, der Birkwitzer Straße 51. Ausreichend Parkplätze sind in unmittelbarer Nähe vorhanden. Hinter dem Haus liegen Sportanlagen der Pirnaer Sportvereine und nahebei der Naturbadesee der Stadt Pirna. Die JH verfügt über 166 Betten in 1 bis 4-Bettzimmern. Sehr nett, auskunfts- und hilfsbereit waren die Damen an der Rezeption.

Wir hatten bereits bei der Anmeldung die Zusage für ein 2-Bettzimmer erhalten. Dieses verfügte über eine Waschgelegenheit und bot mit einem Schrank ausreichend Platz zur Unterbringung unserer Utensilien. Die beiden Betten erwiesen sich als ein Ehebett, was einem von uns aber immerhin den bei Stockbetten notwendigen Auf- bzw. Abstieg ersparte.