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Wanderwoche Sächsische Schweiz

Ergänzungen: Neuer Wildenstein

Foto, zum Plateau des Neuen Wildensteins (Kuhstall)

Zum Plateau des Neuen Wildensteins (Kuhstall)

Der Kuhstall im Felsmassiv des Neuen Wildenstein war Teil einer Burganlage, die Heinrich von der Duba errichten ließ. Er war angehöriger des böhmischen Adelsgeschlechts der Berken und 1410 durch Erbteilung in den Besitz der Herrschaft Wildenstein gelangt, zu der die Städtchen Sebnitz, Neustadt und 18 Dörfer gehörten. Seine erste Burg hatte von der Duba auf dem nahe gelegenen Alten Wildenstein errichten lassen, die zweite Burganlage ließ er am Kuhstall bauen und daher auch der Name Neuer Wildenstein. Die senkrechten Abstürze boten Schutz nach allen Seiten und die Unterburg mit der Kuhstallhöhle war durch einen Graben und Zugbrücke gesichert.

Durch Fehden, Misswirtschaft, Zersplitterung des Besitzes und den allgemeinen Niedergang des Ritterstands sank auch das Geschlecht der Berken in das Raubrittertum ab. Das Kurfürstentum Sachsen und der Lausitzer Sechsstädtebund belagerten 1425 erstmals Burg Wildenstein. Bei einer erneuten Belagerung wurde 1435 die Burg eingenommen. Nach einer Vermittlung durch Kaiser Sigismund zogen die Sachsen 1436 ab, brachen aber 1437 erneut zu Raubzügen auf, sodass 1439/40 die Burg erneut erobert wurde. Das Friedensversprechen danach aber wurde von den Berken erneut gebrochen wurde.

Im Jahr 1443 konnte Kurfürst Friedrich der Sanftmütige von Sachsen die Burg Hohenstein in seinen Besitz bringen und 1446 endgültig die Wildensteiner besiegen. Diese mussten abziehen und erhielten im Tausch Land im böhmischen Schluckenau und eine Geldabfindung. Wildenstein wurde sächsisch und kam zum Amt Hohnstein. Die Burg war nun ohne Funktion, sie brannte bald ab und ihre letzte schriftliche Erwähnung stammt von 1455/56.

Die Kuhstallhöhle ist 17 m breit, 24 m tief und 11 m hoch. Das Plateau über der Höhle liegt auf einer Höhe von 331,1 m.