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Wanderwoche Sächsische Schweiz

Festung Königstein

Foto, Aufgang zur Festung Königstein

Aufgang zur Festung Königstein

Sonntag, 31.08.2003
Festung Königstein

Für den ersten Aufenthaltstag hatte ich zwei Halbtagesausflüge geplant: am Vormittag die Besichtigung der Festung Königstein, am Nachmittag eine Kurzwanderung durch die Bastei.

Sicherlich gibt es schöne Wandertouren zur Festung, wir hielten es heute aber wie die meisten Sonntagsausflügler und Festungsbesucher und fuhren mit dem Wagen bis zum Besucherparkplatz (Parkscheinautomat). Zum Glück hatten wir uns nicht allzu sehr an diesem Morgen beeilt, sonst wären wir noch vor Öffnungszeit der Festung (09:00 Uhr) angekommen. Nur gute 10 Minuten geht man vom Parkplatz bergauf zum Fuß der Festungsmauern, die aus den Felsen des Königsteins herauszuwachsen scheinen und zwischen 40 und 50 m steil nach oben ragten. Da wir schon eine so bequeme Anfahrt hatten, verzichteten wir natürlich auf den Lift als Festungseingang und benutzten den authentischen und ungleich eindrucksvolleren Zugang über die „Rothe Brücke“ und das „Medusentor“ durch die steile und tunnelartige „dunkle Appareille“.

Oben umrundeten wir erst einmal die gesamte Festung entlang des gesamten Walls mit seinen Bastionen und Brüstungen. Hinter jeder Biegung und an jedem neuen Mauervorsprung ergaben sich fantastische Tiefblicke und Aussichten hinab in das Elbtal und zur Stadt Königstein, in das und romantische Bielatal und hinüber zu den die Elbschleife säumenden Tafelberge oder über Pirna hinaus in Richtung Dresden.

Foto, Blick von der Festung Königstein

Blick von der Festung Königstein

Auf der weitläufigen Fläche des Festungsareals auf dem Königstein befinden sich 22 Gebäude, von denen einige für ständige Ausstellungen des Militärhistorischen Museums in Dresden genutzt werden, wie auch für solche mit wechselndem Themenbereich. So konnten wir im Torhaus z. B. die Ausstellung „Die sächsische Bastille“ sehen, in der über die Nutzung der Festung Königstein als Staatsgefängnis in den Jahren 1591 – 1922 informiert wurde. Der Großteil aller Gebäude ist zu besichtigen, z. B. das „Brunnenhaus“ mit dem 152,5 m tiefen Brunnen, „Schatzhaus“, „Alte Zeughaus“, „Neue Zeughaus“, „Kommandantenhaus“, „Torhaus“, der Keller in der „Magdalenenburg“ usw. Dazu kommen auf dem Freigelände eine Vielzahl von Unterständen, Kasernen und anderer Kriegseinrichtungen.

Immer wieder aber hatte ich bei der Begehung der Festungsanlage und beim Betrachten der Ausstellungstücke ein ungutes Gefühl und wünschte mir, dass der Erfindungsgeist, die Tatkraft und die finanziellen Mittel die für alles das erforderlich waren sich in anderen Werken manifestiert hätten.

Nicht teilnehmen konnten wir an einer Führung durch das Burginnere, da diese Führungen an unserem Besuchstag auf Königstein nicht stattfanden. Auf eine Führung durch die Kasematten verzichteten wir aus Zeitgründen, da wir ja noch einen Abstecher in die Felsen der Bastei vorhatten. Einen Teil der so eingesparten Zeit nutzten wir für einen frühen Nachmittagskaffee im Freien auf den Bänken der Burgbäckerei. Die Preise waren fast so exponiert wie die Lage der Festung auf dem Gipfel des Königsteins, trotzdem aber schmeckte der Kuchen hervorragend.