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Wanderwoche Sächsische Schweiz

Affensteine

Foto, an einem von vielen Aussichtspunkten in den Affensteinen

An einem von vielen Aussichtspunkten in den Affensteinen

Heute stand die für gestern geplante Wanderung in das Gebiet der Affensteine auf dem Programm. Der morgendliche Blick aus dem Fenster zeigte zwar keinen blauen Himmel, Joachim aber war fest davon überzeugt, dass uns kein Regen erwarten würde. Wie gewohnt begannen wir um 07:30 Uhr unser ausgiebiges Frühstück, dann kamen die Rücksäcke in den Wagen und vor 09:00 Uhr waren wir auf dem Weg nach Bad Schandau. In Königstein gab es nur den geplanten Stopp um den Tagesproviant einzukaufen. In Bad Schandau bogen wir in das Kirnitzschtal ein und parkten am Beuthenfall.

Foto, Blick zur Idagrotte

Blick zur Idagrotte

Vom Beuthenfall ging es erst entlang des Dietrichgrundes und dann über Vorderer Heideweg zum Bloßstock. Von dort ging es Richtung Satanskopf und Frienstein. Auf diesem Wegstück hatte dann aber wohl Satan tatsächlich seine Hand im Spiel. Unsere Wegmarkierung führte mit Trittspuren vom Pfad weg aufwärts in die Felsen und war dann nicht mehr aufzufinden. Einige Zeit irrten wir an steilen Wänden, zwischen herabgestürzten Felstrümmern und teilweise auf schmalem Felsband entlang. Mittlerweile war uns klar, dass wir den „rechten“ Weg verlassen hatten. Wahrscheinlich war es eine alte Markierung, die uns auf eine aufgelassene und schon längst nicht mehr begangene Wegführung verleitet hatte. Wir waren deshalb froh, als unterhalb unseres Standorts ein Weg zwischen den Bäumen sichtbar wurde und wir an einer problemlosen Stelle zu diesem absteigen konnten. Kurz darauf trafen wir auch unsere Wegmarkierung wieder, erreichten den Frienstein und kamen dann gleich zu einem Höhepunkt der Tour, der Idagrotte. Der Zugang zur Höhle, deren Lage und die Aussicht von dort sind einfach fantastisch.

Foto, Rast an einem aussichtsreichen Platz in den Affensteinen

Rast an einem aussichtsreichen Platz in den Affensteinen

Es folgte der begeisternde Obere Affensteinweg, der bei jeder Biegung und nach jedem Felsvorsprung neue Aussichten eröffnete. An den Winterspitzen drehten wir nach Süden, es ging zum Reitsteig und diesen ein kurzes Stück entlang bis zum Wurzelweg. Der Wurzelweg führte uns dann weit hinab bis zur Abzweigung in den Heringsgrund, der uns wieder nördlich führte. Dann standen wir vor den Stufen und steil nach aufwärts führenden Eisenleitern der Heiligen Stiege. Dieser grandiose Aufstieg führte uns zur Kreuzung mit dem Schrammsteinweg. Diesen ging es ein kurzes Stück entlang und wir kamen nahe der Idagrotte wieder zum Quellhäuschen am Friensteinflößel. Nun waren wir für ein kurzes Stück auf dem Herweg vom Morgen, dann bogen wir aber zum Hinterer Heideweg ab und gelangten über diesen wieder in den Dietrichgrund und von dort zurück zum Ausgangspunkt am Beuthenfall.

Foto, schroffe Felsen, grüne Wälder und weite Blicke ...

Schroffe Felsen, grüne Wälder und weite Blicke ...

Die Tour durch die Affensteine, über die Obere Affensteinpromenade und der Aufstieg über die Heilige Stiege ist ein Höhepunkt unter den Wandertouren in der Sächsischen Schweiz. Kletterkünste sind nicht von Nöten, etwas Übung, Ausdauer und Schwindelfreiheit für die Leiteraufstiege sind aber angeraten. Für jede Anstrengung des Aufstiegs wird man aber entschädigt durch grandiose Blicke auf Felstürme und -kuppen, steil aufragende glatte Wände und tiefe baumbestandene Schluchten.

Wir hatten während der sechsstündigen Tour ideales Wanderwetter, teils sonnig, teils bewölkt, nur hin und wieder eine vorüberziehende Regenwolke, die aber ihre Fracht bei sich behielt. Unseren Proviant hatten wir vernichtet und da es noch früh am Tag war als wir aus dem Kirnitzschtal wieder nach Bad Schandau kamen, nutzten wir die Gelegenheit noch zu einem gemütlichen Kaffee mit Kuchen und einem Spaziergang durch den Ort.