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Spreewaldwoche

Paddeltour ab Lübbenau

Paddeltour im Spreewald

Paddeltour im Spreewald

2010-08-04, Mittwoch
Paddeltour ab Lübbenau

Mit dem Paddelboot einen Tag kreuz und quer auf den Fließen den Spreewald zu durchpaddeln, war ein großer Wunsch von mir gewesen und dass dieser Paddelausflug heute auf unserem Programm stand, war ein Geschenk gewesen, das ich von Joachim zu meinem Geburtstag erhalten hatte. Da im Wetterbericht für den heutigen Tag schönstes Sommerwetter angekündigt worden war, hatten wir am Vorabend beschlossen heute unsere Paddeltour durchzuführen.

Wie für unsere Wanderung am Montag hatte ich Lübbenau auch als Ausgangspunkt unserer Paddeltour vorgeschlagen. Dank unserer vorgestern gemachten Erfahrungen zur Anfahrt und Parkplatzsuche waren wir diesmal sehr viel zeitiger in Lübbenau und konnten schon kurz nach 09:30 Uhr unser Boot in Empfang nehmen. Eine Übersichtskarte des Spreewaldgebiets um Lübbenau erhielten wir vom Verleiher, zusammen mit einer Vorschlagsroute und einigen kurzen Erläuterungen - die wir beim Einstieg schon wieder vergessen hatten.

 Ich hatte zwar schon einige Paddel- und Kanuerfahrung bei Bootstouren auf der Lahn und im Spreewald gesammelt, Joachim aber war absoluter Neuling und wohl auch ein wenig skeptisch gegenüber unserem Vorhaben. Deshalb hatten wir uns auch für ein Zweier entschieden - wenn schon kentern, dann gemeinsam. Aber natürlich klappte der Einstieg und das Ablegen problemlos und schon trieben und paddelten wir auf der Mühlspree  dem Wehr an der Schneidemühlschleuse entgegen.

Als eines der wenigen Wehre im Spreewald kann das an der Schneidemühlschleuse mittels Schleusenbenutzung oder einer Bootsschleppe überwunden werden. Da wir während unserer Paddeltour noch weitere Schleusen zu erwarten hatten, benutzten wir hier die Bootsschleppe um anschließend im Lübbenauer Stadtbereich die Fließe (u. a. Dorotheengraben, Kreuzgraben, Stadtgraben) zu bepaddeln. Hier war nicht immer ganz klar wo wir uns befanden, war die Beschilderung an manchen Abzweigungen doch gar nicht vorhanden oder bis zur Unlesbarkeit verwittert. Dann erreichten wir aber wieder die Hauptspree und nachdem wir anhand einmündende Fließe unseren Standort anhand der Karte bestimmen konnten, schlugen wir die Richtung zum Hochwald ein, ohne ein konkretes Ziel anzupeilen.

Ab und an bogen wir in ein Fließ ein, behielten aber die Hauptrichtung nach Norden bei. Zeitweise paddelten wir in völliger Stille und Einsamkeit dahin, dann trafen wir wieder Einzelpaddler oder kleine Gruppen. Als der Bootsverkehr mit Paddlern und Ausflugskähnen zunahm, hätte es nicht den vereinzelten Hinweisschildern mit der Richtungsangabe ""Wotschofska" bedurft um zu wissen, dass wir uns dieser bekannten Waldgaststätte im Spreewald näherten. Man kann zwar abwertend von einem Ziel des Massentourismus sprechen der hier sein Ziel findet, trotzdem aber gehört ein Besuch dieses traditionsreichen Ausflugslokals zu einem Spreewaldbesuch. Und natürlich hatten auch wir keine Hemmungen hier ebenfalls anzulegen, die Beine auszustrecken und uns zur Mittagszeit eine gemütliche Kaffeepause zu gönnen.

Anschließend paddelten wir weiter Richtung Hochwald, um dann über die Pohlenzschänke  unseren "Schifffahrtsweg" wieder nach Süden in Richtung Leipe einzuschlagen. Zwar hätten wir gerne nochmals eine Rast eingelegt, aber wir waren uns unsicher ob der für die Rückfahrt benötigten Zeit. Und wir rechneten auch damit, vielleicht noch den einen oder anderen Abstecher von der Hauptroute zu machen, weshalb wir auf eine weitere Rast vorerst verzichteten. Bei unseren spontanen Entscheidungen für ein Abbiegen von der Hauptroute achteten wir aber darauf unser Ziel, Bootsrückgabe um 18:15 Uhr in Lübbenau, nicht aus den Augen zu verlieren.

Es war gerade 17:00 Uhr als wir eine Gaststätte passierten, die mir aus einem Lübbenauaufenthalt vor mehreren Jahren in Erinnerung war. Von hier konnten es nur Minuten bis zu unserem Bootsverleih sein. Wir paddelten noch ein kurzes Stück weiter, dann stand fest, von der Gaststätte zum Bootsverleih waren es noch keine zehn Paddelminuten. So war der Entschluss schnell gefasst, hier zum guten Schluss noch eine kurze Rast einzulegen und so die Zeit bis zur Bootsrückgabe vollständig auszunutzen.

Nach dem stundenlangen Sitzen tat es gut sich wieder recken und strecken zu können, dazu hatten wir einen herrlichen Platz am Wasser und - nicht zu vergessen - die Hefeplinse mit Zwetschgen und Vanilleeis waren fantastisch, so fantastisch wie der gesamte Tag.