Logo

Mit Rad und Wanderschuh

www.rad-und-wandern.de

Home/Tourauswahl Inhaltsverzeichnis Gästebuch Kontakt Impressum Links Weilburg-Site

Valid XHTML 1.0!

Spreewaldwoche

Radtour Lübben-Köthen


Radroute 678611 - powered by Bikemap 

2010-08-03, Dienstag
Radtour Lübben-Köthen-Lübben

Sehr erfreuliche Wetteraussichten waren für heute nicht angekündigt worden und wie wir am Morgen feststellten, war die Regenankündigung im gestrigen Wetterbericht zutreffend. Aber das Frühstück lag noch vor uns und so konnten wir hoffen, dass vielleicht doch noch eine Wetterverbesserung eintreten würde und der geplante Radausflug nicht vollständig ins Wasser fiele. Die Hoffnung trog nicht, zwar kam noch leichter Regen aus dem weiterhin grauen Himmel, es schien aber zusehends besser zu werden und als wir starteten, waren es nur noch wenige Tropfen die uns trafen.

Unsere geplante Radroute führte über den Gurkenradweg nach Schlepzig und von dort weiter durch die Krausnicker Berge nach Köthen. Bei unserer Radtour im Mai 2005 hatten wir in der Jugendherberge in Köthen zwei Nächte zugebracht und einen Radausflug von dort nach Lübben unternommen. Dieses Mal lief es gerade andersherum und wir würden auch nicht Autostraßen benutzen wie damals.

Nach einem ersten kurzen Streckenstück entlang der Spree führte der weitere Radweg bis Schlepzig fast ununterbrochen entlang großer Teichanlagen, worin Fischzucht betrieben wurde. Eigentlich eine gut zu fahrende ausgebaute Strecke, durch den vorangegangenen Regen aber war jede kleine Senke mit Wasser gefüllt und so waren unentwegt die Pfützen zu umkurven. Wenige Kilometer vor Schlepzig brauten sich immer mächtigere, dunkle und bedrohliche Regenwolken auf und wir traten kräftig in die Pedalen, um vielleicht Schlepzig zu erreichen, bevor die Wolken ihre nasse Fracht hier in der freien Landschaft auf uns niedergehen ließen.

Gerade als die ersten Tropfen niederfielen, erreichten wir Schlepzig. Unmittelbar an der schleuse  fanden wir im Außengelände des Ausstellungshauses für das Biosphärenreservat Spreewald eine offene Rasthütte, wie für uns hingestellt. Wir hatten noch Zeit die Räder an der Hauswand halbwegs trocken unterzustellen, als sich die Wolken ihrer nassen Fracht entluden und der Regen wie ein Wasserfall strömte. Es war gerade 12:00 Uhr, eigentlich zu noch zu früh für eine Mittagsrast, aber es war immer noch eine bessere Alternative als im unbeschäftigt das Regenende abzuwarten. Das ließ noch einige Zeit auf sich warten, nach einer dreiviertel Stunde vielen nur noch wenige Tropfen, sodass wir die Weiterfahrt starten konnten.

Die Fahrt ging weiter nach Krausnick und dann durch die Krausnicker Berge, vorbei am Wehlaberg zum Südende des Schwanensees. Dort bogen wir vom gekennzeichneten Gurkenradweg ab und fuhren über Forstwege nördlich. Vom Schwanensee und dem sich anschließenden Mittelsee war bei unserer Vorbeifahrt nichts zu sehen, wir trafen dann aber auf den Triftsee und hatten bald danach auch Köthen erreicht. Es war  eine echte Geländefahrt, die wir durch die Krausnicker Berge absolvierten. Wenn es natürlich auch keine richtigen Berge sind, die Erhebungen zusammen mit den tiefgründigen Sandwegen brachten uns manchmal doch ins Schwitzen. Nur durch den Regen der letzten Tage waren die Sandwege überhaupt zu fahren, bei trockenem und lockeren Sandboden hätten wir trotz des Stollenprofils unserer Bikereifen wohl öfters absteigen müssen. Und unseren Rädern sah man die nasse Sandstrecke auch von weitem an.

Im Gegensatz zu unserer Ankunft vor fünf Jahren hatten wir dieses Mal in Köthen das Glück, die Gaststätte geöffnet vorzufinden. Und wir hatten wieder Glück was das Wetter betraf. Kaum hatten wir in der Gaststätte Platz genommen, ging erneut ein Regenschauer nieder, nicht so heftig wie am Mittag in Schlepzig, aber wir waren froh im uns im Trocknen zu befinden. Wir löffelten jeder eine warme Suppe, tranken ein kühles Bier und wir waren gerade rechtzeitig fertig, als der Regen wieder aufhörte und die Weiterfahrt freigab.

Die Rückfahrt führte uns über Leibsch und Neu-Lübbenau wieder nach Schlepzig. Von dort radelten wir ein Stück unseres Herwegs auf dem Gurkenradweg und bogen dann auf einen schmalen Pfad nach Hartmannsdorf ab. Inzwischen ballten sich erneut schwarze Regenwolken über uns zusammen und wir konnten nur hoffen, wiederum rechtzeitig eine Unterstellmöglichkeit zu finden. Dieses Mal hatten wir dieses Glück aber nicht. Die letzten fünfzehn Minuten Fahrstrecke bis zu unserer Pension mussten wir im Regen zurücklegen. Gerne hätten wir darauf verzichtet, aber jetzt durchnässt zu werden war uns um einiges angenehmer, als wenn uns die Regenschauer im Freien erwischt hätten, denen wir im Laufe des Tages entgehen konnten.