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Mit Rad und Wanderschuh

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Radwanderung
Salzkammergut-Enns-Donau

Streckenverlauf

Diese Radtour fand statt vom 28.04.2007 bis 12.05.2007. Start der Radtour war Salzburg, wohin wir von Weilburg aus mit dem Zug fuhren. Die Radtour endete in Passau und von dort aus erfolgte die Rückreise nach Weilburg wieder mit der Bahn. Für die Bahnfahrten nutzten wir das "Schöne-Wochenende-Ticket".

In der obigen Karte ist die Gesamtstrecke rot eingezeichnet, die Übernachtungsorte mit einem Tagesaufenthalt sind gelb markiert, die übrigen Übernachtungsorte blau.

Die Gesamtlänge der Tour betrug knapp 560 km, die wir an 9 Tagen abradelten, die längste Strecke mit 82 km, die kürzeste mit 38 km. Vier Tagesaufenthalte waren für Stadtbesichtigungen und Wanderung vorgesehen, dazu kamen die beiden An- und Abreisetage.

Für die 15 Tage sah der Ablauf folgendermaßen aus:

An gekennzeichneten Radstrecken wurden der "Salzkammergut-Radweg", "R 2", "Ennstalradweg" und "R 1" (Donaunordufer) benutzt. Die Ausschilderung war immer gut bis befriedigend und wenn wir einmal von der Route abkamen, war das eher eigene Schuld. Im Salzkammergut nutzen wir die "Radkarte Salzkammergut", (RK-A05), 1 : 75.000 von "bikeline", an der Enns von Schubert & Franzke die Radkarte 1 : 500.000 "Ennsradweg von den Radstädter Tauern bis zur Donau".

Die von uns gefahrene Strecke war fast zu 100% mit einer Asphaltdecke versehen, was aber auch bedeutet, dass die Streckenführung zu einem Großteil dem Verlauf von Autostraßen folgt. Allerdings sind dies meist Nebenstraßen, auf denen wir nur wenigen Fahrzeigen begegneten (was aber vielleicht auch an unserer Reisezeit lag). Gut befestigt und problemlos fahrbar waren aber auch die wenigen nicht asphaltierten Streckenabschnitte. Schlechte und kaum fahrbare Wegabschnitte waren nur einige (kurze) Stellen im neuen Routenverlauf am Ostufer des Hallstätter Sees, wo aber Wegearbeiten stattfanden.

Erst seit kurzem wird der "R 2" am Hallstätter See nicht mehr mit der Autostraße entlang des Westufers geführt, sondern zieht sich am Ostufer hin. Ein an den Felsen befestigter Steg über dem Wasser macht den früher dort unterbrochenen Weg durchgängig befahrbar. Man entgeht so vollständig dem Autoverkehr und wer nicht unbedingt Hallstatt besuchen will, sollte auf jeden Fall den Weg am Ostufer nutzen.

Bei zwei Routen wichen wir von der ursprünglichen Planung ab. So kürzten wir die Strecke von Mondsee nach Bad Ischl dadurch ab, dass wir von Attersee nach Weyregg übersetzten und über Weißenbach Bad Ischl ansteuerten, statt die Route über Seewalchen nach Gmunden und Ebensee am Traunsee zu nehmen.

An der Enns war vorgesehen, in Altenburg in das Laussabachtal einzuschwenken und den Weg über die Mooshöhe und durch das Reichraminger Hintergebirge nach Reichraming zu fahren. Da wir Altenmarkt aber erst kurz vor 14.00 Uhr erreichten, die gewittrige Schwüle dieses Tages sich seit der Mittagszeit verstärkte und die Wolken immer dichter und dunkler wurden, beschlossen wir weiter auf dem Radweg im Ennstal zu bleiben. Erleichtert wurde uns die Entscheidung auch dadurch, dass der sonst so gefürchtete Auto- und Lastwagenverkehr an diesem Samstag so gut wie nicht stattfand und uns die zusätzlichen Kilometer und der Anstieg zur Mooshöhe mehr Stress als Spaß bereitet hätten.

Die landschaftlich schönsten Strecken waren die im Salzkammergut, an der Enns die Abschnitte durch das Gesäuse und Weyer-Reichraming, sowie an der Donau das Teilstück Oberlandshaag (Aschach)-Obernzell.

Nicht ganz einverstanden bin ich mit der Bezeichnung "kinder- und familienfreundlich", die ich in manchen Angaben der Tourismusbranche für den Salzkammergutradweg fand. Es gibt zwar nicht wirklich schwere, steile oder lange Anstiege, aber im Vergleich zu anderen Radwanderstrecken gewinnt man bei solchen Aussagen doch leicht falsche Vorstellungen vom Wegeverlauf, und wenn Gepäck mitgeführt wird, werden manchmal auch sonst nur geringfügige Steigungen zu Schiebestrecken.

Genervt haben mich am meisten die beiden Streckenabschnitte Linz-Ottensheim und Obernzell-Passau. Dort sind zwar an den Bundesstraßen Radwege vorhanden, unaufhörlich aber rauscht nebenan der Autoverkehr. Vielleicht wäre der Wechsel an das Südufer zumindest bei Obernzell die bessere Alternative gewesen.