Logo

Mit Rad und Wanderschuh

www.rad-und-wandern.de

Home/Tourauswahl Inhaltsverzeichnis Gästebuch Kontakt Impressum Links Weilburg-Site

Valid XHTML 1.0!

Radwanderung
Salzkammergut-Enns-Donau

Bad Aussee-Admont

2007-05-04, Freitag
Bad Aussee-Admont

Bad Aussee

Bad Aussee

Nach dem gestrigen Regen befürchteten wir für heute erneut schlechtes Wetter und freuten uns deshalb umso mehr als wir feststellten, dass zumindest der Tagesbeginn einen trockenen Start für unsere heutige Strecke nach Admont versprach. Um den Tagesproviant zu sichern, ging es in Bad Aussee erst zum Einkauf und so war es 09.30 Uhr als wir in Bad Aussee endgültig starteten.

Bevor wir in die Pedalen treten konnten war aber erst einmal wieder Schieben angesagt. Noch in Bad Aussee ging es auf der Landstraße steil aufwärts, dann flachte die Steigung zwar etwas ab, aber wir mussten noch kräftig treten, bis wir die Höhe erreicht hatten und auch wieder einmal kurze Abfahrten auf uns warteten. Die Land- und Nebenstraßen waren fast ohne Autoverkehr, hin und wieder musste aber die stark befahrene Bundesstraße nach Bad Mitterndorf gequert werden. In diesem Ort verpassten wir die Abzweigung, mussten ein gutes Wegstück zurückfahren und waren dann eine Zeit lang unsicher, ob wir die richtige Route wiedergefunden hatten. Dazu blies uns wieder einmal kräftiger Wind entgegen und das Wetter barg auch einige Unsicherheiten. Manchmal stach zwar die Sonne zwischen den Wolken hervor, meistens aber schoben sich die Wolken dichter zusammen, wurden immer dunkler und schienen tiefer herabzusinken.

Am Grimminger Richtung Ennstal

Am Grimminger Richtung Ennstal

Der Weg führte zwischen Wiesen an Einzelhöfen und kleinen Ansiedlungen vorbei, schlug immer wieder einen Haken, ein kurzes Stücke aufwärts, dann wieder abwärts - eine abwechslungsreiche und schöne Strecke. Die Richtung jedenfalls stimmte, lag doch zur Rechten der Bergzug des Grimming und zur Linken sahen wir immer wieder die Bundesstraße. Dann ging es mit rasanter Fahrt abwärts und plötzlich lag die weite Ebene des Ennstals vor uns und auf einer kleinen Anhöhe war Schloss Trautenfels zu sehen.

Durch ebenes Wiesengelände rollten wir Richtung Trautenfels, brachten die Kreuzung der beiden Bundesstraßen hinter uns und standen kurz darauf an einer Straßenbrücke, unter uns die Enns. Der erste Abschnitt unserer Fahrradtour, das Salzkammergut, lag hinter uns und der zweite Abschnitt entlang der Enns zur Donau begann.

Es war kurz vor 13.00 Uhr, als wir von der Straße abbogen und die ebene Strecke an der Enns unter die Räder nahmen. Es hätte ein noch entspannteres Fahren sein können, hätte uns der Wind in dem hier weiten und flachen Ennstal nicht noch stärker entgegengeweht, als er es zuvor schon auf der Höhe getan hatte. Auch das Wetter sah hier nicht besser aus, doch noch regnete es nicht und das war die Hauptsache.

Im Ennstal

Im Ennstal

Bis kurz vor Worschach ging es dicht an der Enns entlang, dann führte der Weg auf die andere Uferseite und in den Ort. Hier war gerade die Hausmesse eines Sportgeschäfts und Fahrradhändlers in Gang; in einem Zelt gab es Getränke, belegte Brote, Bratwurst usw., Kaffee und Kuchen. All das kam uns zur Mittagspause gerade recht, wenn wir auch eigenen Proviant hatten. Und die "Verhackert-Brote" (Schmalzbrot mit geräuchertem Schweinespeck) ersetzten die im Gegenwind weggestrampelten Kalorien im Nu. Was uns dann doch bald weitertrieb waren die Wetteraussichten, die immer trüber wurden.

Nach Worschach ging es wieder auf einer schönen Wegstrecke entlang der Enns, dann wendete sich die Fahrtstrecke Liezen zu. Bei schönerem Wetter hätten wir vielleicht einen Abstecher in die Stadt gemacht, jetzt aber blieben wir auf dem Radweg, der am Stadtrand weiterführte. Es folgte ein wenig schönes Streckenstück neben der Autobahn und dann eines zwischen Autobahn und Bundesstraße. Bei Ardning führte ein Hinweisschild in den ein wenig oberhalb der Straße gelegenen Ort - und prompt verpassten wir dort das zurück zur Bundesstraße weisende Schild. Besser wären wir gar nicht erst dem Hinweisschild in den Ort gefolgt, sondern auf der Bundesstraße verblieben. Aber wir hätten uns ja rechtzeitig auf der Karte informieren können.

Ein kurzes Stück führte uns jetzt ein Radweg entlang der Autostraße, dann aber querten wir wieder die Enns und das Ennstal und hatten nun nur noch ca. 6 km bis Admont vor uns. Aus dem Dunst der immer tiefer hängenden Wolken ragte auf der bewaldeten Höhe am anderen Ennsufer die Wallfahrtskirche Frauenberg des Stifts Admont auf. Eine landschaftlich schöne Strecke führte uns in Richtung Admont und bald wurden auch die Kirchturmspitzen des Stifts sichtbar. Dann fielen vereinzelt dicke Regentropfen herab und wir traten noch einmal kräftig in die Pedalen um doch noch trocken Admont zu erreichen. Die Eile hätten wir uns sparen können, denn als wir im Ort ankamen hatte sich der Regen verzogen, auch wenn die Höhen ringsum noch Wolken verhangen waren.

Admont

Admont

Es war 16.30 Uhr bei unserer Ankunft an der Jugendherberge und mein Fahrradtacho zeigte 79 km. Neben der Jugendherberge im Ort, in der wir reserviert hatten, verfügt Admont mit Schloss Röthelstein noch über eine weitere Herberge. Wir waren aber froh die im Ort gewählt zu haben, denn das von hier sichtbare Schloss Röthelstein liegt zwar sehr romantisch oberhalb von Admont auf einer Anhöhe im Wald, damit aber leider auch weit außerhalb. Die Jugendherberge im Ort liegt sehr zentral, ist gut erreichbar und trotzdem ruhig. Wir waren in dieser Jugendherberge wieder einmal die einzigen Übernachtungsgäste.

Wir beeilten uns mit duschen und umziehen, um uns noch ein wenig vom Ort und dem Stift Admont anzusehen. Als wir zum Abendessen dann eine Gaststätte aufsuchten fielen wieder einige Regentropfen, die sich im Verlauf des Abends zu einem nieseligen Landregen verstärkten.  Um auf dem kurzen Rückweg in die Jugendherberge richtig nass zu werden reichte es zwar nicht aus, aber für unsere Fahrt am nächsten Tag durch das Gesäuse waren die Aussichten mehr als trüb.