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Radwanderung
Salzkammergut-Enns-Donau

Salzburg

2007-04-29, Sonntag
Salzburg (Tagesaufenthalt)

Jede Menge Trubel erwartete uns im Speiseraum zur Frühstückszeit. Die anwesenden Gruppen hatten heute wohl alle den gleichen Termin. Wir hatten es jedenfalls nicht eilig, obwohl der sonnige Morgen zum Aufbruch ermunterte. Schließlich aber standen wir doch um 09.00 Uhr an der Haltestelle des Stadtbusses und verließen diesen wie am Vorabend wieder  am Altstadtbeginn.

Blick über Salzburg

Blick über Salzburg

Als erstes Ziel unseres Tagesaufenthalts hatten wir die Hohensalzburg ausersehen und so schlugen wir den Weg zum Dom ein, in dessen Nähe sowohl die Zahnradbahn wie auch ein Fußweg ihre Ausgangspunkte haben. Wir nahmen den Fußweg und konnten so schon während des Wegs hinauf zur Festung das sich immer weiter ausbreitende Panorama Salzburgs unter uns genießen. Weniger Genuss bereiteten die 7,-- Euro, die je Person als Eintritt zu berappen waren. Eingeschlossen darin sind aber immerhin ein Rundgang mit "Audioguide" und Zugang auf den Aussichtsturm, der Zugang zum Fürstenzimmer, in das Rainer-, Festungs- und das Marionettenmuseum und für eine Multivisionsschau. Die "FestungsCARD" schloss auch die Benutzung der Festungsbahn ein. Da die Festungsbahn von uns aber nicht für die Auffahrt benutzt worden war, hatten wir unfreiwillig einen zusätzlichen Obolus geleistet.

Petersfriedhof

Petersfriedhof

Wo der Rundgang startete, hatte sich bereits eine Warteschlange gebildet und da zu erwarten war, dass sich diese im Verlauf des Morgens verlängern würde, reihten wir uns gleich ein. Mit einigen Minuten Abstand wurden immer etwa 15 Personen eingelassen, mit dem Walkman ähnlichen "Audioguide" ausgestattet und dann von einem Aufseher auf dem Rundgang begleitet, der etwa 45 Minuten dauerte. Anschließend besichtigten wir das Fürstenzimmer und das Rainer- und Festungsmuseum. Dort konnten wir uns unabhängig vom Ablauf des "Audioguides" bzw. dem Zeitplan einer Aufsicht umsehen.

Wie richtig es war, dass wir uns gleich zu Beginn für den Rundgang und die Besichtigungen entschieden hatten, zeigte sich im Anschluss. Die Warteschlange für die Teilnahme am Rundgang hatte sich mehr als verdreifacht und zur Besichtigung der Fürstenzimmer hatte sich ebenfalls eine Warteschlange gebildet, während wir zwei Stunden zuvor noch ohne Wartezeit Zugang erhalten hatten. Wir konnten jetzt in Ruhe eine kurze Mittagspause einlegen und fanden dafür ein schattiges Plätzchen unter der alten Linde im Burghof, wo wir unsere Rucksackverpflegung auspackten. Nach der kurzen Rast verließen wir die Hohensalzburg mit der Festungsbahn, um unsere Salzburgexkursion in der Altstadt fortzusetzen.

Dort war unser nächstes Ziel der nahe Dom. Der Weg dorthin verlief vorbei am Eingang des Petersfriedhofs und so statteten wir erst diesem einen Besuch ab. Eingezwängt liegt dieser Friedhof mit seinen schmiedeeisernen Grabkreuzen und den Grabarkaden an drei Seiten zwischen der Erzabtei St. Peter und dem Mönchsberg. Georg Trakl hat dem Gottesacker mit dem Gedicht "St- Peters-Friedhof" ein literarisches Denkmal gesetzt, das auch auf einer Steinplatte nahe dem Eingang zu lesen ist. In der Südwestecke, bei der "Kommunegruft" für Michael Haydn und Mozarts Schwester Nannerl, liegt der Zugang zu den sogenannten Katakomben mit zwei Höhlenkapellen, wo Frühchristen im 3. und 4. Jahrhundert Gottesdienste abhielten und Zuflucht fanden. Im Anschluss besichtigten wir die Kirche St. Peter und die Franziskanerkirche und erreichten dann den Domplatz, wo wir den Dom in unsere Besichtigungstour einbezogen.

Blick von Schloss Mirabell zur Festung Hohensalzburg

Blick von Schloss Mirabell zur Festung Hohensalzburg

Mittlerweile war es fast 14.30 Uhr und wir hielten eine Kaffeepause für angebracht. In dem stetigen Strom der Salzburgtouristen, darunter viele Reisegruppen aus Japan, ließen wir uns durch die Altstadtstraßen treiben, bis wir in einem Café strandeten. Bei Kaffee und Kuchen planten wir unsere nächsten Ziele und dabei wurde klar, dass wir uns nicht mehr gar so viel vornehmen konnten. Wir entschlossen uns schließlich zum Spaziergang nach Schloss Mirabell, von wo wir später den Biergarten im Augustinerbräu ansteuern wollten, um dort den Tagesaufenthalt in Salzburg zu beenden.

So reihten wir uns wieder in den endlosen Strom der Salzburgbesucher ein und wechselten auf dem Markartsteg an das andere Salzachufer und gingen vorbei am Landestheater zum Garten von Schloss Mirabell.

Während Schloss Mirabell sich als ein ziemlich nüchterner Bau des Klassizismus erwies, das barocke Lustschloss war bei dem Stadtbrand 1818 fast vollständig zerstört worden, lassen der Mirabellgarten,  das kleine Labyrinth, Heckentheater und Zwerglgarten noch etwas vom Flair barocken Hoflebens erahnen. Und eine wirkliche Postkartenansicht ist der Blick vom Garten des Schlosses Mirabell zur Altstadt.

In der Salzburger Altstadt

In der Salzburger Altstadt

Es war später Nachmittag, als wir uns vom Schlossgarten verabschiedeten und wieder an das Salzburger Altstadtufer spazierten. Von dort richteten wir unsere Schritte zum Augustinerkloster mit dem Gastgarten Augustinerbräu Kloster Mülln. Ein herrlicher Biergarten mit Schatten spendenden Kastanienbäumen am Fuß des Mönchsbergs erwartete uns. Einen besseren Platz zum Ausgang dieses Tages konnte man sich kaum wünschen. Wären wir einen weiteren Tag in Salzburg geblieben, wir hätten an diesem warmen Aprilabend dort noch länger das süffige Bier genossen, so aber war es noch hell, als wir zur Haltestelle unseres Busses aufbrachen, um zur Jugendherberge zu fahren; die erste Radstrecke wollten wir am nächsten Tag doch gerne fit und ausgeschlafen antreten.