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Radwanderung
Rothenburg o. d. T.-Berchtesgaden

Schongau-Benediktbeuern

Hinter Kreut auf der Strecke nach Steingaden

Hinter Kreut auf der Strecke nach Steingaden

2015-07-11, Samstag
Schongau-Benediktbeuern

Der wolkenlos blaue Himmel am frühen Morgen kündigte wieder einen schönen, sicherlich aber auch sehr warmen Tag an. Da wir am Vortag eine Möglichkeit zum Getränkeeinkauf auf der Strecke schmerzlich vermisst hatten, beschlossen wir uns heute noch in Schongau mit ausreichend Flüssigkeit und Wegzehrung einzudecken. Gleich zu Beginn taten wir das in einem Einkaufsmarkt in Schongau und so war es schon 09:30 Uhr, als wir dann tatsächlich die Strecke nach Benediktbeuern unter die Räder nahmen. Der Ammer-Amper-Radweg verlief von Peiting nach Süden über Rottenbuch und war eine Möglichkeit. Wir mochten allerdings nicht die Straße von Schongau nach Peiting nutzen, sondern hatten uns auf der Karte eine andere Strecke ausgesucht. Von Schongau aus wollten wir auf dem Radweg Romantische Straße bzw. König-Ludwig-Radweg südwärts bis Steingaden fahren und dann nach Osten zur Echelsberger Brücke über die Ammerschlucht. Kurz vor Bad Kohlgrub würden wir dann auf den Bodensee-Königssee-Radweg treffen, der uns dann zum heutigen Zielort Benediktbeuern und in den folgenden Tagen nach Berchtesgaden bringen sollte.

Wir wollten mit dieser Routenwahl einigen Steigungen entgehen und vor allem auch die Teilstücke auf oder entlang der verkehrsreichen B 23. Ob wir im Hinblick auf die Steigungen die richtige Wahl trafen ist zu bezweifeln. Unzweifelhaft aber war die gewählte Route landschaftlich herrlich. Der erste Anstieg erfolgte kurz hinter dem Schongauer Gewerbegebiet hinauf zur Staumauer des Schongauer Lechsees und dann weiter durch schattigen Wald zur Querung der B17 und B 472. Dort fand sich das erste Hinweisschild des Radwegs Romantische Straße. Wir waren also wenigstens auf der richtigen Route. Trotz Anstieg im Schatten war schon Schweiß geflossen und hier oben erwartete uns jetzt freies Feld Sonne, aber auch ein weiter Blick über die Wiesenflächen und Baumgruppen bis hin zum Bergzug der Alpen. Mit ständigem Auf und Ab ging es über schmale Verbindungsstraßen nach Kreut und vorbei an Einzelgehöften nach Steingaden.

In Steingaden mussten wir die Radwegweisung Romantische Straße bzw. König-Ludwig-Radweg verlassen und radelten nun entlang der Autostraße nach Wildsteig und weiter zur Echelsbacher Brücke. Mit der Brücke querten wir die Ammerschlucht und rollten dann auf dem Radweg nahe der B 23 über Bad Bayersoien und Saulgrub nach Bad Kohlgrub.

In Bad Kohlgrub trafen wir auf den Bodensee-Königssee-Radweg und eine anschließende schöne Abfahrt nach Grafenaschau. Den Bodensee-Königssee-Radweg verließen wir dort schon wieder und orientierten uns an der Wegweiung nach Murnau. Mit dieser radelten wir eine lange Strecke entlang des Lindenbachs durch das Naturschutzgebiet Murnauer Moos, eine landschaftlich wunderbare Strecke, dabei bretteben, aber auch kein Baum weit und breit und die Sonne brannte heiß auf uns herunter. Doch dann erreichten wir am Ramsacher Kirchl den Rand des Mooses und daneben fand sich eine Gaststätte mit herrlich gelegenem Biergarten. genau das war es was wir jetzt brauchten. Immerhin war es fast 14:00 Uhr und die Mittagszeit schon längst überschritten. Wir ließen uns deshalb zufrieden an einem Tisch im Schatten nieder und hielten ausgiebige Mittagspause.

Eine Stunde später machten wir uns wieder auf den Weg. Um wieder den Bodensee-Königssee-Radweg zu erreichen fuhren wir eine lokale Radstrecke zwischen der B 2 und der Loisach südwärts. Beim Weiler Weichs überquerten wir die Loisach und die A 95 und trafen dann in Ohlstadt wieder auf den Bodensee-Königssee-Radweg. Durch Felder und Wiesen verlief der aspaltierte Weg nach Schwaiganger und dann parallel zur Autostraße nach Großweil. Etwas Abkühlung verschaffte uns dabei noch eine rasante Abfahrt vor Großweil.

Nach Großweil verläuft der Bodensee-Königssee-Radweg in einem Bogen nach Süden, führt über Kochel a. See und dann wieder nordwärts nach Benediktbeuern. Wir ersparten uns diesen Bogen und verließen den Bodensee-Königssee-Radweg in Großweil auf einem durch das Mondscheinfilz führenden Radweg. Der landschaftlich schöne Weg war zwar unbefestigt aber gut zu fahren und verlief ohne jede Steigung und fast schnurgerade auf unseren Zielort Benediktbeuern zu.

Um 17:00 Uhr und nach 76 km Fahrstrecke standen wir vor der Jugendherberge, die in einem Teil der weiträumigen Klosteranlage untergebracht ist. Wir waren froh, dass wir hinter den dicken Mauern der hochsommerlichen Hitze endlich entgehen konnten. Doch gleich nachdem wir unser Zimmer belegt, geduscht und umgezogen hatten, waren wir zu einem Rundgang um die Klosteranlagen unterwegs. Der allerdings zog sich nicht gar zu sehr in die Länge, wir hatten Hunger und noch mehr Durst und der Biergarten der Klosterbrauerei zog uns deshalb magisch an. Natürlich herrschte dort an diesem warmen Samstagabend ein Wahnsinnsbetrieb, aber wir fühlten uns auf Anhieb wohl und nachdem die erste Halbe getrunken war und unser Essen auf dem Tisch stand hatten wir den tagsüber geflossenen Schweiß vergessen. Und da sich unsere Unterkunft ja fast nebenan befand, konnten wir den Abend noch lange genießen, auch nachdem die meisten anderen Gäste sich bereits auf den Heimweg begeben hatten.