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Radwanderung
Rothenburg o. d. T.-Berchtesgaden

Königssee-Obersee

Am Obersee (Fischunkelalm)

Am Obersee (Fischunkelalm)

2015-07-17, Freitag
Königssee-Obersee

Der letzte Aufenthaltstag in Berchtesgaden sollte ruhig und gemütlich und ohne Wanderung ablaufen. Wir hatten deshalb für heute die Bootsfahrt über den Königssee nach St. Bartholomä geplant. Unsere Vermieterin hatte uns aber nahegelegt über St. Bartholomä hinaus bis zur Saletalm am Seeende zu fahren und von dort den kurzen Spaziergang zum Obersee zu unternehmen. Das hatten wir uns denn auch so vorgenommen, denn nur bis St. Bartholomä fahren um dann die Stunden nur im Biergarten zu verbringen war doch etwas zu wenig.

Der Andrang von Fahrgästen für die Busfahrt nach Königssee um 09:15 Uhr war heute geringer als am Vortag und so waren wir um 09:30 an den Anlegestellen der Königsseeschiffe. Auch der Andrang an den Fahrkartenschaltern hielt sich noch in Grenzen und so saßen wir schon 15 Minuten später im Schiff und ließen uns nach St. Bartholomä bringen. Vor vielen Jahren hatte ich schon einmal diese Fahrt mitgemacht und auch dieses Mal war es ein schönes Erlebnis mit dem fast geräuschlosen Elektroboot über den spiegelglatten See zu fahren. Und da der Schiffsführer auch wirklich sein Instrument beherrschte, konnten auch die Trompetentöne und der Widerhall des Echos die Stimmung nicht stören.

Da unser Schiff nur bis St. Bartholomä fuhr beschlossen wir nicht unmittelbar zur Saletalm weiterzufahren, sondern hier auf der Halbinsel erst den als Rundweg ausgewiesenen kurzen Spaziergang zu unternehmen. Im Gegensatz zu späteren Tagesstunden waren noch wenige Menschen hier unterwegs und man konnte den Gang am Ufer und unter den Bäumen noch in Ruhe genießen.

Kurz nach 11:00 Uhr bestiegen wir das Boot zur Saletalm am Südende des Königssees. Knapp 30 Minuten später war die Anlegestelle erreicht und wir spazierten mit Dutzenden weiterer Touristen in Richtung des Obersees. War uns auf dem See die Hitze noch nicht ganz so extrem erschienen, hier an Land war es der Fall. Es ging kein Lufthauch, die Sonne brannte und in dem von Bergen umschlossenen Gebiet schien sich die Luft wie in einem Backofen aufzuheizen.

Vollständig eben verlief der herrliche Weg zum Obersee, den wir etwa eine halbe Stunde nach dem Anlegen erreichten. Wunderbar gelegen war der Obersee; umrahmt von Bergen, deren Felswände steil in das Wasser abfielen, dazu der Blick zu den grünen Wiesen der am Südende gelegenen Fischunkelalm. Der kurze Spaziergang hierher hatte sich mehr als gelohnt.

Vom Nordende des Obersees sollte es zur Fischunkelalm am Südende nur noch eine halbe Stunde Wegstrecke sein. Ich hatte von Anfang an gehofft bis dorthin zu gehen, diese Möglichkeit jedoch nicht erwähnt, als wir gestern das Programm für heute absprachen. Deshalb freute ich mich und war sofort mit dem Weiterweg einverstanden, als Joachim den Vorschlag dazu machte.

Auf den Weg zur Fischunkelalm machten sich weit weniger Menschen als von der Saletalm zum Obersee. Viele hielt wohl die Hitze vom Weiterweg ab, trotzdem war auf dem Uferweg ein Betrieb wie an einem gut besuchten Wandertag. Der Pfad verlief immer nah am Wasser und meist im Schatten der Bäume. Eine kurze Passage ging es über einige Felsstufen, dann hatten wir nach knapp 30 Minuten die Fischunkelalm erreicht. Hier konnte man sich niederlassen und die Landschaft genießen.

Bevor ich das jedoch tat, machte ich mich noch auf den Weg zum Röthbachfall, der am südlichen Talschluss über die Röthwand fällt und mit einer Gesamt-Fallhöhe von 470 m als Deutschlands höchster Wasserfall gilt. Allerdings war durch den trocken-heißen Sommer das Schauspiel des herabfallenden Wassers vielleicht nicht so spektakulär wie in anderen Jahren. Trotzdem fand ich den Weg lohnend, denn der Talschluss ist allein schon einen Besuch wert.

Nach diesem Kurzausflug zum Röthbachfall genoss ich die Pause und die Buttermilch an der Fischunkelalm noch mehr, aber lange hielten wir uns dort nicht mehr auf. Eine kurze Rast legten wir auf dem Weg zum Anleger noch beim Mooskaser der Saletalm ein, dann bestiegen wir das Schiff für die Fahrt nach St. Bartholomä. Ganz ohne Einkehr im dortigen Biergarten wollten wir die Halbinsel natürlich nicht verlassen und die dortigen Schattenplätze und das kühle Bier luden dazu auch ein.

Ohne Königssee-Echo ging die Fahrt zum Anleger in Königssee. Entlang der Verkaufsbuden spazierten wir zur Bushaltestelle und fuhren dann mit dem Bus nach Berchtesgaden. Auch vom ZOB zu unserer Unterkunft nutzten wir wieder den Bus. Zwar hatten wir was das Wandern betraf keine anstrengende Tour hinter uns gebracht, aber die Hitze und Gewitterschwüle des Tages waren auch nicht ohne. Die Schwüle entlud sich am späten Abend auf dem Rückweg vom Abendessen in einem heftigen Gewitter, dem wir jedoch gerade noch entgehen konnten.