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Rheinsteigwanderung
Rüdesheim-Braubach

Kamp-Bornhofen - Braubach

Rheinsteigwanderung Kamp-Bornhofen - Braubach; Blick zur Marksburg mit Braubach

Rheinsteigwanderung Kamp-Bornhofen - Braubach; Blick zur Marksburg mit Braubach

Rheinsteigwanderung; auf dem Zugangsweg von Kamp-Bornhofen zum Rheinsteig

Rheinsteigwanderung; auf dem Zugangsweg von Kamp-Bornhofen zum Rheinsteig

Heute war der letzte Tag meiner Wanderungen auf dem Rheinsteig. Die heutige Tour sollte in Kamp-Bornhofen starten und mich mit einer Streckenlänge von knapp 17 km nach Braubach führen  Auch für diesen Tag war wieder hochsommerlich heißes Wetter zu erwarten, aber so war es an den vergangenen Tagen gewesen und lieber schwitzte ich in der Sonne statt im Regen zu frieren. Nach dem Tourende in Braubach und Rückkehr mit der Bahn zum Auto in Kamp-Bornhofen plante ich direkt nach Hause zu fahren, weshalb ich in der JH mein Zimmer räumte und meine Sachen in den Wagen lud. Trotz meiner Abreisevorbereitungen war ich bereits um 08:45 Uhr in Kamp-Bornhofen und parkte den Wagen am dortigen Bahnhof.

Mein Zugangsweg vom Bahnhof zum Wegverlauf des Rheinsteig war identisch mit dem gestrigen Abstieg von dort, der mich zum Bahnhof Kamp-Bornhofen geführt hatte. So war ich nicht auf die ockergelben Wegmarkierungen angewiesen, mit denen die Zuwege zum Rheinsteig gekennzeichnet sind. Zügig ging ich vom Bahnhof durch den Ort an den Beginn des alten engen Wingertpfades, der entlang und zwischen den Trockenmauerresten aufgelassener Wingerte aufwärts stieg.

Rheinsteigwanderung; Blick nach Boppard

Rheinsteigwanderung; Blick nach Boppard

Der Pfad brachte mich zu einem Sendemast auf der Höhe, landeinwärts erstreckten sich die landwirtschaftlichen Flächen des Kamphausener Feldes und zum Rhein hin fiel der mit Büschen und Bäumen bestandene Hang über Felspassagen hinab. Nahe des zum Rhein abfallenden Geländes zog sich der Rheinsteig auf Wiesenpfaden, durch Streuobstwiesen und Trockenrasenflächen und meist von Buschbestand begleitet in Richtung Filsen. Vor der Filsener Ley lief zunehmend felsiger gewordene Pfad in lichten Krüppeleichenbestand und brachte mich dann zu einem Aussichtspunkt gegenüber von Boppard, dessen Gebäude sich auf der anderen Rheinseite ausbreiteten.

Entlang der Talkante absteigend führte der Rheinsteig durch ehemals bewirtschaftete Wingerte weiter zur Marienkapelle. Gut erkennbar ist von dort die Kurve des Rheins, zu der dieser hier auf seinem Weg nach Braubach gezwungen wird. Der Steig leitet entlang eines Felsgrats durch Eichenwald weiter abwärts zum Schwedenkreuz, von dort über Felsstufen weiter talwärts und erreicht mit einigen Holzstufen den Randbereich von Filsen.

Rheinsteigwanderung; Rheinschleife bei Osterspai

Rheinsteigwanderung; Rheinschleife bei Osterspai

Vom Ortsrand von Filsen wies mich die Rheinsteigmarkierung auf WIrtschaftswegen durch Obstwiesen, bevor mich ein breiter Waldweg aufnahm. Nur sachte ansteigend verlief der Weg im Hang unterhalb der Burg Liebeneck, nur hin und wieder waren Häuser von Osterspai sichtbar. Eine schöne Aussicht ergab sich aber von der Florianshütte, oberhalb des Wanderparkplatzes Alter Ellig. Nicht weit davon und etwas tiefer gelegen erreichte ich am Hexenköppel eine weitere Stelle mit schönem Ausblick.

Kurz danach wandte sich die Wegführung landeinwärts, um dem Seitental eines kleinen Baches zu folgen. Auf breitem Wirtschaftsweg ging es nach Querung des Bachlaufs wieder rheinwärts. Auf der Höhe verlief der Rheinsteig neben Ackerflächen und durch Streuobstwiesen über den Rheinberg parallel zum Rhein, wandte sich dann aber wieder landeinwärts um mich im Nadelwald hinunter in das Tal des Heiligenbachs zu bringen. Nach überschreiten des Bachlaufs zog der Weg im Hang des von Felsabbrüchen gesäumten Heiligenbachtal aufwärts zur Kipplei.

Parallel zu Rhein verlief der Rheinsteig nun wieder im Hang und bog dann hinunter in das Wasenbachtal ab. Mit nur leichtem Anstieg ging es dann aus dem Wasenbachtal wieder aufwärts, begleitet von Trockenmauern und verbuschte Weinlagen. Wieder lud ein Aussichtspunkt zur Umschau ein, dann ging es in das Tal des Gründlingsbaches. Steil und felsig, aber nur kurz, war der Aufstieg nach Querung des Baches und mit dem Aussichtspunkt Grendling erwartete mich eine weitere Umschau mit der Rheinschleife bis Osterspai.

Rheinsteigwanderung; Marksburg bei Braubach

Rheinsteigwanderung; Marksburg bei Braubach

Beim Weiterweg blieb der Rhein vorerst wieder im Rücken, unter Bäumen ging es mit weiten Kurven hinunter in das Tal des Dinkholder Baches und nach einer Serpentine wieder rheinwärts, bis ich den Bachlauf am Sauerbornbrunnen querte. Ein Serpentinenpfad führte aus dem Tal wieder aufwärts und nach erreichter Höhe zeigte sich in der Rückschau die Ausdehnung des durchwanderten Tals.

Im bewaldeten Rheinhang verlief der Weiterweg des Rheinsteigs zu einer auf waldiger Höhe errichteten Schutzhütte. Dann ging es durch aufgelassene Wingerte auf steilem Pfad abwärts. Die Marksburg rückte immer näher und war dann über die Zufahrtsstraße und einen Fußweg schnell erreicht. Hinunter nach Braubach ging es über Stufen zum Parkplatz, dann hatte ich auch schon fast den Ortskern Braubachs erreicht.

Es war 13:30 Uhr, als ich in Braubach, dem letzten Etappenziel meiner sechstägigen Rheinsteigwanderung ankam. Eine dreiviertel Stunde verblieb mir noch bis zur Zugabfahrt nach Kamp-Bornhofen, von wo aus ich dann mit dem Wagen zurück nach Weilburg fuhr und damit meine Wandertage am Rheinsteig beschloss.