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Rheinsteigwanderung
Rüdesheim-Braubach

St. Goarshausen - Kestert

Rheinsteigwanderung St. Goarshausen - Kestert; Blick nach Wellmich mit Burg Maus, im Hintergrund Hirzenach

Rheinsteigwanderung St. Goarshausen - Kestert; Blick nach Wellmich mit Burg Maus,
im Hintergrund Hirzenach

2013-07-20, Samstag
Rheinsteigetappe St. Goarshausen-Kestert

Rheinsteigwanderung; Rückblick nach Burg Maus und Zum Loreley

Rheinsteigwanderung; Rückblick nach Burg Maus und
zum Loreley

Die für heute vorgesehene Etappe am Rheinsteig von St. Goarshausen nach Kestert war nur mit 12.5 km veranschlagt, damit ein ganzes Stück kürzer als die gestrige Strecke. Allerdings musste ich ca. 4 km aufaddieren, da ich gestern beim Erreichen der Altstadt von St. Goarshausen angenommen hatte, dort sei auch das Streckenende dieses Abschnitts. Tatsächlich aber hatte ich damit eine Wegschleife ausgelassen, die ins Hasenbachtal führte und am Bahnhof von St. Goarshausen endete. Diesen gestern unwissentlich ausgelassenen Wegabschnitt wollte ich heute nachholen und würde somit auf knapp 17 km kommen, nur etwa 1 km weniger als am Vortag.

Da wieder ein sonnig-heißer Tag zu erwarten war, behielt ich die gewohnt frühe Startzeit unmittelbar nach dem Frühstück bei und konnte so meinen Wagen um 08:45 Uhr am Bahnhof St. Goarshausen parken. Die Wegmarkierung zum Rheinsteig in Richtung Kestert wiesen vom Bahnhof in das Hasenbachtal, ich wandte mich jedoch in Richtung Altstadt von St. Goarshausen, dorthin, wo ich gestern geendet hatte. So verlief mein Weg jetzt in dem zum Forstbachtal abfallenden Hang aufwärts zur Siedlung Patersberg. Dort erfolgte eine Kehrtwende in Richtung des Rheins und führte entlang einer Straße am Rand von Patersberg zum Dreiburgenblick. Burg Rheinfels auf der gegenüberliegenden Rheinseite, die nahebei liegende Burg Katz und die Rheinabwärts liegende Burg Maus lagen von hier im Blickfeld. Vom Aussichtspunkt leitete ein Serpentinenpfad im Hang des Hasenbachtals wieder hinunter nach St. Goarshausen.

Rheinsteigwanderung; zum Aussichtspunkt am Rabenacksteig

Rheinsteigwanderung; zum Aussichtspunkt am Rabenacksteig

Nach dem Serpentinenpfad hinunter ins Hasenbachtal und St. Goarshausen ging es gleich anschließend mi8t steilem Pfad auf der anderen Hangseite wieder aufwärts. Nach einem Linksschwenk des Pfades, fast auf der Höhe, stand ich an einer Infotafel, die auf einen Abzweig zum Aussichtspunkt Rabenack hinwies, der über den Rabenacksteig zu erreichen war. Dieser Schlenker ist zwar kein Teil des Rheinsteigs, führt aber nach dem exponierten Aussichtspunkt Rabenack in einem Bogen wieder zurück zum Rheinsteig. Ich ließ mir den Steig nicht entgehen und kann jedem Wanderer nur empfehlen, den Rabenacksteig kennenzulernen.

Der Steig führt in offenem Gelände zwischen alten Trockenmauern über verbuschte ehemalige Wingerte und verhilft dem Begeher dabei auch zu einem Eindruck darüber, bis in welche Extremlagen der Weinbau früher betrieben wurde. Felsstufen werden dabei im Auf und Ab mit Drahtseilen, Eisenklammern und Leitern überwunden. Mehr als ausreichend, fast schon ein wenig übertrieben, wurde der Steig gesichert, trotzdem machte die Begehung viel Spaß. Unmittelbar am Rabenack kommt sogar ein wenig alpines feeling auf, doch so gut gesichert man sich auf der Steiganlage auch bewegen kann, Schwindelfreiheit ist angeraten.

Rheinsteigwanderung; Burg Maus bei Wellmich

Rheinsteigwanderung; Burg Maus bei Wellmich

Vom Aussichtspunkt Rabenack führte mich der Steig aufwärts wieder zur Rheinsteigroute, nicht weit entfernt vom Abzweig des Rabenacksteigs. Entlang buschgesäumter Wege und Pfade, oberhalb von Wingerten, entlang von Äckern, Wiesen und Streuobstwiesen führt der Rheinsteig Richtung Burg Maus. Durch lichten Krüppelwald von Traubeneichen, dann im Hang des Strohbergs verlief der Pfad zur Burg Maus.

Auf der gewundenen Burgzufahrt ging es hinunter in das Wellmicher Bachtal und zum Ort Wellmich. Ab Wellmich verläuft der Rheinsteig auf 5 km gemeinsam mit dem Bergbau- und Landschaftspfad Wellmich-Prath-Ehrenthal. Im Hang des Wellmicher Bachtals führte mich der Weg mit mehreren Serpentinen aufwärts, dabei ergaben sich schöne Rückblicke zur Burg Maus. Mit einer letzten scharfen Kehre ging es landeinwärts und ich erreichte die Höhe des Sachsenhäuser Felds, wo eine große Schutzhütte besteht. Durch Gehölz, offenes Ackerland  und Krüppelwald verlief der Wanderweg weiter zu einer weiten Abraumhalde. Dort verlief der felsige Pfad abwärts, um dann zu einer oberhalb der Ortschaft Ehrenthal befindlichen Felsnase anzusteigen.

Rheinsteigwanderung; Streuobstwiesen nahe Kestert

Rheinsteigwanderung; Streuobstwiesen nahe Kestert

Ein kurzes Stück ging es im Wald landeinwärts, dann  - weiterhin unter Bäumen - wieder in Richtung zum Rhein. Nach Querung einer Wiese tauchte der Rheinsteig wieder in schattigen Wald ein. Der Weg verlief landeinwärts und abfallend, teilweise steil über einen Hang mit verkrüppeltem Traubeneichenbestand und durchsetzt mit Felsen. Mit einem Steg wurde erst ein Seitental gequert, anschließend der Lauf des Pulsbachs. Weiterhin unter Bäumen ging es nun auf der anderen Hangseite aufwärts. Mit einem Forstweg wurde die Höhe erreicht und kurz nach Verlassen des Waldes die Häuser von Oberkestert. Hier verlief der Rheinsteig ein kurzes Stück entlang der Landstraße, dann fiel der Weg zwischen Wiesengelände und Wald talwärts, um dann gänzlich im Wald weiter nach Kestert zu führen.

Da die Route des Rheinsteigs nicht bis in den Ort Kestert verläuft, sondern auf halber Höhe oberhalb der Ortschaft verbleibt, musste ich hier den Rheinsteig verlassen. Am Abzweig der ockergelben Rheinsteigwegzeichen für die Zustiegskennzeichnung verließ ich den breiten Fahrweg und stieg weiter talwärts auf einem Waldpfad hinunter nach Kestert. Um 13:00 Uhr war ich am Bahnhof und konnte 20 Minuten später mit der Bahn zum Startort St. Goarshausen fahren.