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Rheinsteigwanderung
Rüdesheim-Braubach

Kaub - St. Goarshausen

Rheinsteigwanderung Kaub - St. Goarshausen; Blick zum Loreley

Rheinsteigwanderung Kaub - St. Goarshausen; Blick zum Loreley

2013-07-19, Freitag
Rheinsteigetappe Kaub - St. Goarshausen

Rheinsteigwanderung; auf der Höhe bei Dörscheid

Rheinsteigwanderung; auf der Höhe bei Dörscheid

Auch für diesen Tag waren Temperaturen um die 30 Grad angekündigt. Das ließ wieder einige Schweißtropfen bei der heutigen Wanderetappe am Rheinsteig erwarten. Mit ca. 22 km - tatsächlich wurden es nur ca. 18 km - sollte es das längste Wegstück meiner sechs Wandertage sein;  ein Grund mehr, um auch an diesem Morgen nicht herumzutrödeln. Mittlerweile war die Fahrstrecke mit dem Auto zum Ausgangspunkt einige Kilometer länger geworden, trotzdem aber war es erst 08:30 Uhr, als ich in Kaub den Wagen parkte und den Startpunkt des Rheinsteigs im Ort ansteuerte.

Rheinsteigwanderung; am Rossstein, Blick nach Oberwesel

Rheinsteigwanderung; am Rossstein, Blick nach Oberwesel

In Kaub ging es vorbei an der ehemaligen Zollschreiberei und über den Marktplatz. Mit einem Steinweg stieg ich aufwärts zum Leiterberger Turm und durch dessen Pforte, dann weiterhin ansteigend in die Weinberge. Ging der Weiterweg erst entlang eines Wirtschaftswegs, so wurde daraus bald ein auf Felsengrund verlaufender schmaler Pfad durch aufgelassene Weinberge. Wiesenstücke wechselten mit Busch bestandenen Abschnitten und Streuobstwiesen. Weiterhin aufwärts stieg ich dann durch lichten Laubwald, dann war die weite Höhe um Dörscheid erreicht. Ein kurzes Wegstück führte mich durch Neubaugebiet der Ortschaft, danach ging es größtenteils mit flachem Wegverlauf über die weite Fläche der Hahnenplatte, wo Feld- und Wiesenwirtschaft vorherrschten. Eine herrliche Aussicht zum Rhein und nach Oberwesel erwartete mich nach dem abwärts verlaufenden Pfad am Rossstein.

Rheinsteigwanderung; Waldpfad unterhalb des Rosssteins

Rheinsteigwanderung; Waldpfad unterhalb
des Rosssteins

Auf einem mit Drahtseilen gesicherten Felspfad und durch lichten Hochwald abwärts brachte mich der Rheinsteig dann in den Bereich der Burgruine Hohenstein und eines nahen Aussichtspunkts mit Schutzhütte. Dort lenkte das Rheinsteigwegzeichen weg vom Rhein und wies mich auf auf einen Schotterweg, der abwärts ins Urbachtal verlief. Auch nach einer scharfen Kehre fiel der Weg weiter talwärts, dann wurde mit einem Steg der Urbach gequert. Der Pfad führte nun, teilweise über Stufen, wieder aufwärts, stellenweise entlang von Trockenmauern, die davon zeugten, dass vor Jahrzehnten auch hier Weinbau betrieben worden war. Bald war die Hangkante am Lennig oberhalb des Rheins erreicht, wo sich am Aussichtspunkt auch eine Schutzhütte befand.

Nach dem die Hanghöhe erreicht war, ging es loandeinwärts wieder abwärts, in den Talgrund des Bornichbaches. Bald nach einer Kehre wurde der Bornichbach gequert, dann ging es mit einigen Stufen über einen gewundenen Felspfad wieder aufwärts zur Talkante des Bornichbachtals. Im Wechsel von offenem Gelände, Wiesenwegen, lichtem Wald, verbuschten Hanggelände wanderte ich weiter zum exponierten Aussichtspunkt der Spitznack, nahe dem Leiselfelder Hof. Die schroffe Felskanzel bot fantastische Sicht hinunter ins Rheintal, nach Oberwesel und zum nächsten Fixpunkt auf dieser Etappe, dem Fels Loreley.

Rheinsteigwanderung; Blick zum Loreley

Rheinsteigwanderung; Blick zum Loreley

Das Wegzeichen des Rheinsteigs wies mich nach der Spitznack über Wiesengelände, dann trat der Weg in ein Waldstück ein, führte entlang mancher aufgelassener Wingerte in die Bornicher Weinberge und leitete dann über einen Weinlehrpfad zum dem wohl meistbesuchten Aussichtspunkt am Rhein: der Loreley.

Da es schon fast 13:00 Uhr war, hielt ichdie Zeit für eine Mittagsrast gekommen. Aber so schön die Aussicht vom Loreley auch war, der Besuchertrubel hier vertrieb mich bald, und ich wandte mich wieder dem Wegverlauf des Rheinsteigs zu.

Nahe der Sommerrodelbahn am Informationszentrum stieg der Weg einen Wiesenhang hinauf, führte ohne weitere nennenswerte Auf- oder Abstiege über Wiesenfläche und Waldpfad nach Heide, einem Ortsteil von St. Goarshausen. Im Außenbereich des Ortsteils ging es entlang von Wohnstraßen nach dem abwärts zur Burg Katz führenden Pfad und weiter auf einem Weg ins Forstbachtal. Dann hatte ich auch schon St. Goarshausen erreicht und befand mich am Rand des historischen Altstadtkerns.

Rheinsteigwanderung; Burg Katz bei St. Goarshausen

Rheinsteigwanderung; Burg Katz bei St. Goarshausen

Es war kurz nach 14:00 Uhr und die heiß brennende Sonne, Durst und eine am Altstadtrand befindliche Straßenwirtschaft verführten mich zu einer ausgiebigen Rast, bevor ich mich zum Bahnhof begab, wo ich kurz nach 15:30 Uhr die Bahn nach Kaub nahm und von dort mit dem Wagen zur Unterkunft nach Rüdesheim fuhr. Erst in der JH stellte ich fest, dass ich in St. Goarshausen meine Rheinsteigetappe um ein kurzes Stück zu früh beendet hatte. Tatsächlich war nicht der Altstadtrand in St. Goarshausen Ziel dieses Rheinsteigabschnitts, sondern der Bahnhof St. Goarshausen. Dort wo ich die Altstadt erreicht hatte, ging der Weiterweg am Hang des Forstbachtals aufwärts, um dann über den Ortsteil Petersberg wieder hinunter nach St. Goarshausen zu führen und dort am Bahnhof zu enden. Da St. Goarshausen Startort meiner Rheinsteigwanderung des nächsten Tages sein sollte war für mich klar, dass ich den heute eingesparten Teilabschnitt morgen nachholen würde.