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Radwanderung Oder-Neiße
Zittau-Zinnowitz (Usedom)

Angermünde-Prenzlau

Bei Peetzig, auf dem Weg nach Prenzlau

Bei Peetzig, auf dem Weg nach Prenzlau

2014-07-13, Sonntag
Angermünde-Prenzlau

Auch an diesem Morgen beim Aufstehen wieder ein erster Blick aus dem Fenster. Ein blauer Himmel mit wenigen hingetupften Wattewolken schien einen sonnigen Radtag zu versprechen. Bester Laune schwangen wir uns also nach dem Frühstück und kurz vor 09:00 Uhr auf die Räder, um uns auf die Strecke zu unserem Tagesziel Prenzlau zu begeben.

Nachdem wir am Vortag den Oder-Neiße-Radweg verlassen hatten, wollten wir die Tagesetappen heute und morgen auf dem Radfernweg Berlin-Usedom zurücklegen. Den Einstieg in diesen Radweg erwarteten wir beim NABU-Erlebniszentrum Blumberger Mühle. Dazu radelten wir ab Angermünde am Westufer des Mündesees, den wir am Vortag umrundet hatten, in nördlicher Richtung. Dann ging es mit einer kurzen Fahrtstrecke auf der Autostraße nach Gut Kerkow und kurz hinter der Ortschaft zweigten wir von der Straße ab zur Blumberger Mühle. Wie erhofft trafen wir dort auf die Wegweisung des Radwegs Berlin-Usedom, die uns nun begleitete.

Entlang ausgedehnter Wasserflächen der Fischteiche Blumberger Mühle, von Wiesenland, Ackerflächen und durch bewaldete Abschnitte verlief der abwechslungsreich wellige und landschaftliche schöne Weg in Richtung des Großen Peetzigsees und dann zum Oberucker See. Die Strecke führte am Ostufer des langestreckten Sees über Warnitz nach Norden bis zum Krummsee. Mit einem Bogen kehrten wir zurück an die Nordspitze des Oberucker Sees in den Ort Seebruck. Hier trafen Mittagszeit, schönstes Wetter und ein Steg am Seeufer zusammen und lieferten uns gute Gründe für eine ausgiebige Rast, die wir dann auch einlegten.

Eine gute Stunde lang machten wir es uns am See gemütlich, bevor wir unseren Weg fortsetzten. Die Strecke gewann nur wenige Meter an Höhe, die aber genügten um uns eine vollständig neue Einschätzung der Wetterlage zu vermitteln. Hatten wir eben am See nur blauen Himmel und wenige Wolken am Himmel erblickt, sahen wir jetzt die dunkle Wolkenwand einer Gewitterfront in Fahrtrichtung vor uns. Unklar war, ob diese weiter nach Norden zog und wir hinter dieser Front blieben oder ob diese auf nach Süden auf uns zutrieb. Jedenfalls wollten wir das Gewitter nicht im offenen Gelände erleben und so traten wir kräftiger als am Morgen in die Pedalen, um Potzlow am Nordufer des gleichnamigen Sees zu erreichen. Die Regenwolken breiteten sich immer weiter aus und es war kaum vorstellbar, dass wir vor einer knappen halben Stunde noch unter blauem Sommerhimmel am See gerastet hatten. Noch aber regnete es nicht, vereinzelte Blitze waren nur am Horizont zu sehen und das Gewittergrollen kam noch aus weiter Ferne.

Da nicht abzusehen war wie sich das Wetter entwickeln würde behielten wir das flotte Tempo bei. Unsere Fahrtroute verlief nun fast gradlinig nach Norden über Strehlow nach Rüpersdorf. Nur selten zu sehen war dabei der östlich von uns liegende Unteruckersee. Weit war es nicht mehr bis Prenzlau, und wir hofften Regen und Gewitter entkommen zu können. In Rüpersdorf aber erreichte uns dann doch der Regen, während Blitz und Donner zum Glück weit entfernt von uns verblieben. Wir fanden in Ortsmitte Unterstellmöglichkeiten auf einem Spielplatz und konnten auf die Regenkleidung verzichten.

Nach ca. einer halben Stunde war der Regen vorbei und vom Gewitter war nichts zu mehr zu bemerken. Wr nahmen unsere Fahrt wieder auf und es sollte nicht mehr lange dauern, bis am Nordufer des Unteruckersees die Stadt Prenzlau mit den Türmen der Marienkirche sichtbar wurde.

Nach dem Regen war die Sonne wieder zu sehen und so hielten wir uns am Stadteingang mit Seepromenade und Mitteltorturm einige Zeit auf, dann radelten wir zur unserer Unterkunft, dem Jugendgästehaus Uckerwelle, das in Prenzlau von der IG Frauen und Familie Prenzlau e. V. betrieben wird. Die Tagesstrecke hatte bis dorthin 56 km betragen und es war kurz nach 14:00 Uhr als wir unser Doppelzimmer bezogen. Wir hielten uns nicht lange auf, dann waren wir wieder auf dem Weg um die Stadt zu erkunden, wanderten ein gutes Wegstück entlang der Seepromenade und für das Abendessen entschieden uns zur Einkehr in einem Lokal nahe des Sees.