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Radwanderung Oder-Neiße
Zittau-Zinnowitz (Usedom)

Frankfurt (Oder)-Groß-Neuendorf

Im Oderbruch

Im Oderbruch

2014-07-11, Freitag
Frankfurt (Oder)-Groß-Neuendorf

Wie jeden Morgen galt der erste Blick nach dem Aufstehen auch heute dem Himmel. Wolkenlos zeigte sich dieser und wir konnten nur hoffen, dass dies den Tag über auch so bliebe. Vor 09:00 Uhr waren die Räder bepackt und wir rollten durch Frankfurt (Oder) zur Stadtbrücke, wo uns der Oder-Neiße-Radweg aufnahm.

Wenige Kilometer führte die Strecke auf dem Radweg entlang der Landstraße bis kurz vor Lebus, und dort leitete die Wegweisung uns zum Hochwasserschutzdeich. Auf dessen Deichkrone verlief die asphaltierte Radstrecke und parallell dazu am Deichrand der breite Deichverteidigungsweg. Zwischen dem auf der Deichkrone und dem am Deichrand verlaufenden Weg wechselnd rollten wir Kilometer für Kilometer am Rand des Oderbruchs dahin. Nur selten geriet die Oder selbst in unser Blickfeld, häufiger Altarme des Flusses oder vom Fluss abgeschnittene kleine Wasserflächen. Auf der von der Oder abgewandten Deichseite erstreckte sich das Acker- und Wiesenland des Oderbruchs. Kilometerweit voraus war der Deichverlauf mit seinen manches Mal weit auslaufenden Kurven und damit auch der Verlauf des Radwegs zu überblicken.

Eine Unterbrechung dieses Wegverlaufs gab es nur bei Küstrin-Kietz, dann verlief die Strecke wieder auf oder neben dem Deich. Selten eine kleine Ansiedlung oder ein einzelnes Gehöft, hin und wieder ein Traktor mit dem ein Feld beackert wurde und der von einem ganzen Schwarm Störche umgeben war. Störche auch dort, wo mit dem Bagger der Entwässerungsgraben von Pflanzen befreit wurde und Schwärme von Wildgänsen auf den Wasserflächen oder in der Luft über dem Oderbruch. Insgesamt keine ganz uninteressante Strecke, viel Natur und weite Landschaft, über die Kilometer hin aber doch wenig abwechslungsreich und auf Dauer ein wenig ermüdend, vor allem dann, wenn der teilweise starke Wind frontal gegen uns stand. Aber es schien die Sonne, wir hatten keine lange Fahrtstrecke bis zum Tagesziel und das Asphaltband des Radwegs ermöglichte Muskeln schonendes radeln.

Kurz vor Mittag passierten wir Kienitz und es waren nur noch gut drei Kilometer nach Groß-Neuendorf, unserem Tagesziel. Gar so früh dort anzukommen hatten wir allerdings nicht geplant. So kam uns die kleine Gaststätte am Deich als Rastgelegenheit gerade recht. Waren uns auf der Radstrecke seit Frankfurt (Oder) kaum Radwanderer begegnet, hier schien ein Treffpunkt zu sein. Doch es gab noch freie Plätze und so ließen wir uns für die nächste Stunde gemütlich dort nieder.

Die Weiterfahrt brachte uns in wenigen Minuten nach Groß-Neuendorf, wo wir in der Pension "Zur Schmiede" unser Quartier gebucht hatten. Die frühe Ankunft und das schöne Wetter nutzten wir für einen kleinen Waschtag und bald war die Wäscheleine im Garten gut belegt. Anschließend folgte ein Rundgang durch den hübschen kleinen Ort, wir schlenderten zum Kulturhafen und ein Stück entlang der Oder. Ebensowenig wie in das Schlaubetal waren die Mobilfunkbetreiber auch noch nicht bis Groß-Neuendorf vorgedrungen. Nur auf einem eisernen Steg, der das ehemalige Maschinenhaus mit dem Verladeturm am Hafen verbindet, war eine einigermaßen funktionierende Mobilfunkverbing möglich. Bestens versorgt wurden wir dagegen im Landfrauencafé, wo wir uns am frühen Abend einfanden und den Tag beendeten.