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Görlitz

Görlitz, Rathaus

Görlitz, Rathaus

2014-07-07, Montag
Görlitz

Dieser Tag war ganz dem Aufenthalt in Görlitz vorbehalten. Am Tag zuvor hatten wir nach unserer Ankunft schon einen Großteil der Stadt erlaufen, heute aber sollte die Stadtbesichtigung unter fachkundiger Führung erfolgen. Um 10:00 Uhr war Start der Führung an der Tourist-Info am Untermarkt. Dank der Ideallage der Jugendherberge in der Altstadt hatten wir nur wenige Minuten Weg dorthin, konnten uns also an diesem Morgen reichlich Zeit lassen mit dem Frühstück. Das genossen wir in der warmen Morgensonne auf der Terrasse im Innenhof und auch in einer Stille, wie sie in Jugendherbergen zur Früstückszeit mehr als ungewohnt ist. Mit uns waren gerade ein halbes Dutzend Gäste zum Frühstück anwesend, später noch eine vierköpfige Familie. Unbegreiflich, warum die Jugendherberge in einer Stadt wie Görlitz und solcher Ideallage in der Altstadt so wenige Übernachtungsgäste zählte, zumindest in der Zeit unseres Aufenthalts.

Kurz vor 10:00 Uhr waren wir am Platz und erstanden die Tickets (7,-- Euro je Person) für die mit eineinhalb Stunden angesetzte Führung durch die historische Altstadt von Görlitz. Auch wenn wir am Vortag schon alle die Straßen und Plätze abgelaufen hatten die auf der Besichtigungstour lagen, war es doch interressant einiges zu den geschichtlichen und archtiktonischen Hintergründen der der Stadt und ihrer Bauten zu erfahren. War es bei Beginn der Führung schon zu warm gewesen, jetzt, zur Mittagszeit und am Ende des Stadtrundgangs, brannte die Sonne noch stärker und wir waren froh, unsere Beine im schattigen Innenhof des Café Lucullus ausstrecken zu können.

Zum Einen ist das Café einen Besuch wert wegen seiner Architektur, es wurde im 16. Jahrhundert im italienischen Stil mit einem Innenhof erbaut, vor allem aber wegen seiner herrlichen Leckereien. Wir genossen Mohnpiele (Mohnkloß mit Mandeln) mit Sahne und Eierlikör. Danach wäre eine Siesta nicht verkehrt gewesen, ich aber wollte noch das Heilige Grab in Görlitz sehen.

Die Anlage des Heiligen Grabes in Görlitz entstand um 1500 und kopiert die Kalvarienstätten in Jerusalem. Da in Weilburg ebenfalls eine solche Anlage mit Heiliggrabkapelle und Kalvarienberg aus dem Jahr 1505 besteht, war ich sehr interessiert die in Görlitz bestehende kennenzulernen.

Danach aber hatten wir das Gefühl eine Siesta verdient zu haben. Allzu lange dehnten wir diese aber nicht aus, dann machten wir uns auf den Weg in Richtung Stadtpark und dort auf die Suche nach dem Meridianstein. Wir fanden ihn nahe der Stadtbrücke, wo er den Verlauf des 15. Meridians kennzeichnet. Auf der Stadtbrücke überquerten wir dann die Neiße und durchstreiften den ehemaligen östlichen Teil der Stadt Görlitz, heute das polnische Zgorcelek. Am Ostufer der Neiße ging es dann zurück zur Altstadtbrücke.

Ausgiebig waren wir an diesem heißen Tag kreuz und quer durch Görlitz gewandert und so gönnten wir uns in der Altstadt vor dem Abendessen noch ein erfrischendes kühles Bier. Zur Essenszeit begaben wir uns dann wieder auf die polnische Seite, wo wir uns in der Reihe von mehreren Restaurants eine Pizzeria ausgesucht hatten. Am frühen Abend konnte man es dort auf der Terrasse gut aushalten und was die Pizzen betraf, so waren diese hervorragend.

Der Sommerabend fand für uns ein Ende am Untermarkt, was den Vorteil eines kurzen Weges in die Unterkunft hatte.