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Mit Rad und Wanderschuh

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Radtour neue Bundesländer

Streckenverlauf

Unsere Radtour fand statt vom 30.04.2005 bis 14.05.2005. Start der Radtour war Weimar, das von Weilburg aus mit dem Zug erreicht wurde. Die Radtour endete in der Lutherstadt Wittenberg, von dort aus erfolgte die Rückreise nach Weilburg wieder mit der Bahn.

In der obigen Karte ist die Gesamtstrecke blau eingetragen, wobei die punktierte Linie unsere mit den Rädern gefahrene Route zeigt und die blaue Linie das mit dem Zug zurückgelegte Teilstück.

Die Übernachtungsorte sind in der Karte blau eingetragen. Jeweils zwei Übernachtungen erfolgten in Weimar, Bernburg, Berlin, Köthen und der Lutherstadt Wittenberg. Die in der Karte rot eingetragenen Orte Quedlinburg (mit dem Zug von Bernburg aus), Potsdam (mit der S-Bahn ab Berlin Friedrichstraße) und Lübben (mit den Rädern von der Jugendherberge in Köthen aus) waren die Ziele von Tagesausflügen.

Die Gesamtlänge der Tour betrug knapp 700 km (ohne Radausflug im Spreewald), die wir an 9 Tourtagen abradelten. Der längste Streckenabschnitt war Milow-Berlin mit 127 Tageskilometern. Etwa ebenso lang war die Strecke Köthen-Lutherstadt Wittenberg. Von dieser Strecke ersparten wir uns jedoch etwa 40 km, da wir von Jüterbog bis Wittenberg den Zug benutzten. Die kürzesten Tagesstrecken wiesen die Abschnitte Weimar-Naumburg und Halle-Bernburg mit jeweils 61 km.

Foto, Hinweisschild mit entgegengesetzten Richtungsangaben

Dann doch lieber gar kein Hinweisschild

Dass wir uns in Jüterbog kurzfristig für die Benutzung der Bahn bis nach Wittenberg entschieden, hatte seinen Grund im Fehlen einer durchgängigen Radwegverbindung von Köthen in Richtung Wittenberg und fehlende Radwege an den vielbefahrenen Bundes- und Landstraßen. Wir hatten uns deshalb eine Route abseits dieser Verkehrsverbindungen gewählt und tasteten uns so über Nebenwege und Feldwege von einer Siedlung zur nächsten, hin und wieder auch in die falsche Richtung. Dazu kam, dass wir schon unmittelbar nach der Abfahrt Wegstrecken hatten, die im lockeren Sand zu Schiebestrecken wurden. So geriet unser Zeitplan vollständig durcheinander und zusätzlich nervten uns die immer wieder erforderlichen Stopps für das studieren der Radkarte.

Was wir uns auch besser erspart hätten, war das zurücklegen der Teilstrecke von Berlin nach Königs-Wusterhausen mit dem Fahrrad (Etappe von Berlin-Köthen). Für diese, immerhin fast 40 km lange Strecke, wären wir besser mit der S-Bahn gefahren, um einiges an Zeit, Wegsuche und Autoverkehr einzusparen.

Auch bei den längeren Streckendistanzen war nicht die Zahl der Streckenkilometer problematisch. Verzögert aber wurde das Vorwärtskommen durch häufig notwendiges Kartenstudium und die Wegsuche. Dazu kamen immer wieder einmal Wegstrecken, die nur schiebend oder im Schneckentempo zu bewältigen waren, ein geländegängiges Mountainbike ohne Gepäck hätte dort seine Vorteile gehabt. Solche Marterstrecken über holprige Pflasterstraßen, geborstene Betonplattenwege, Schotter- und lockere Sandwege machten zwar insgesamt nur einen kleinen Teil der Gesamtroute aus, wenn wir aber auf solch eine Strecke trafen, so waren diese Teilstücke wirklich eine Belastungsprobe für uns und die Räder. Andererseits trafen wir aber auch auf großzügig ausgebaute und als "Fahrradstraßen" ausgewiesene Wegstrecken, herrlich angelegte Radwege und vorbildlich beschilderte Radrouten. Nach meiner Ansicht schon als Luxusausbau zu bezeichnen ist die Skate- und Radstrecke, auf die wir im Fläming vor Jüterbog trafen.

Als landschaftlich schönste Streckenabschnitte empfand ich diejenigen an Ilm, Saale und Elbe, den Havellandradweg von Rathenow nach Berlin und den im Unterspreewald von uns teilweise befahrenen Gurkenradweg.