Logo

Mit Rad und Wanderschuh

www.rad-und-wandern.de

Home/Tourauswahl Inhaltsverzeichnis Gästebuch Kontakt Impressum Links Weilburg-Site

Valid XHTML 1.0!

Radtour neue Bundesländer

Allgemeine Infos

Foto, Im Tal der Ilm, kurz hinter Weimar

Im Tal der Ilm, kurz hinter Weimar

Die Radtour in den ersten beiden Maiwochen 2005 durch die neuen Bundesländer über Weimar, Magdeburg, Berlin, den Spreewald und Wittenberg hatten Joachim und ich schon für das vergangene Jahr geplant. Ein längerer Krankenhausaufenthalt meinerseits machte uns jedoch einen Strich durch diese Planungen und die gemeinsame Radwanderung musste 2004 ausfallen.

Als die ersten Überlegungen für unsere diesjährige Radtour anstanden, gab es zwar neue Tourenvorschläge von Joachim, denen ich auch nicht abgeneigt war, aber meine Neugier auf die Städte und Orte an der vor einem Jahr verabredeten Radwanderstrecke war eher noch größer geworden.

Hatten wir 2003 bei unserer zweiwöchigen Radtour durch die Schweiz nur einen Tag Pause eingelegt, so waren bei dieser Tour vier Tage vorgesehen; allerdings nicht als reine Ruhetage, sondern um von der einen oder anderen Stadt an der Strecke mehr als nur bei der Durchfahrt zu sehen. Nicht allein das Rad fahren stand also im Vordergrund, sondern auch die Sehenswürdigkeiten von Weimar, Quedlinburg (von Bernburg aus), Potsdam, des Spreewalds und von Wittenberg. So entfielen von den insgesamt 15 Tagen zwei auf die An- und Rückreise und an 4 Tagen (je einem Tag in Weimar, Bernburg, Berlin, Köthen) fanden nur Besichtigungen und Tagesausflüge statt.

So plädierte ich trotz anderer reizvoller Vorschläge für die Radtour wie sie vergangenes Jahr geplant worden war und es bedurfte auch keiner Überredung, Joachim wieder auf diese Tour einzustimmen. Im alten Reiseplan mussten nur die Termine angepasst werden und Joachim konnte die Übernachtungen in den Jugendherbergen buchen. Trotz der frühzeitigen Buchungen im März waren die vorgesehenen Jugendherbergen in Berlin-Wannsee und Lübben bereits ausgebucht und wir mussten in die Jugendherbergen Berlin-International bzw. Köthener See ausweichen.

Die während der Tour von uns genutzten Jugendherbergen vertraten alle Standards, wobei sich für mich wieder bestätigte, dass die Qualität der Unterbringung überwiegend davon abhängt, wie viel Platz jedem Zimmerbewohner zur Verfügung steht und weniger davon, ob sich die Toilette ein Stockwerk tiefer und die Dusche im Keller befindet.

Hervorragend gepflegt war die Herberge in Bernburg. Magdeburg und Berlin waren funktionale Schlafkammern in einem x-beliebigen Stadthotel, guter Standard fand sich in Naumburg, sehr rustikal und Erinnerungen an eigene Klassenfahrten vor 40 Jahren weckend war die Jugendherberge in Milow. Romantisch und zentral untergebracht ist die Herberge in Wittenberg, womit deren positiven Punkte auch schon aufgezählt sind.

Im Gegensatz zu den Frühstückserfahrungen in den Jugendherbergen der Schweiz vor zwei Jahren, waren unsere diesjährigen Erfahrungen gut bis sehr gut (auch wenn Joachim häufiger seinen Quark vermisste), der negative Ausreißer in punkto Frühstück war Wittenberg.

Die Gesamtstrecke der Radtour betrug etwa 700 km, Startort war Weimar und Zielort die Lutherstadt Wittenberg. Die Strecken Weilburg-Weimar und Wittenberg-Weilburg wurden mit der Deutschen Bahn unter Nutzung des "Schönen Wochenende-Tickets" zurückgelegt.

Was das Wetter während der 14 Tage betraf, so hätte es weit schlechter kommen können. War es an den ersten 3 Tagen noch hochsommerlich heiß, so waren die gesamten restlichen Tage eindeutig zu kalt. Die Temperaturen lagen morgens bei unseren Starts gegen 09.00 Uhr selten über + 5 Grad, dazu kam häufig ein starker und kalter Gegenwind. Hinsichtlich des Regens hatten wir aber Glück. Einige Male war zwar ein Unterstellen notwendig, wenn ein kräftiger Regenguss herabprasselte, aber wir hatten dabei immer das Glück, gerade eine passende trockene Stelle zu finden. Und auch die Regenschauer zogen immer so schnell weiter, wie sie uns erreicht hatten. Nur einmal war Regenbekleidung erforderlich, als uns ca. 1 Stunde vor Köthen ein nicht aufhörender Landregen erreichte.

Wie es so häufig in Urlauben und bei Reisen geschieht stellten auch wir nach der Rückkehr fest, dass wir auf einige Teile der mitgeschleppten Kleidung hätten verzichten können. Dieses Mal waren es fast sämtliche Sommersachen die unbenutzt spazieren gefahren wurden. Wenigstens aber gab es so gut wie keinerlei Steigungsstrecken während der gesamten Tour. Doch einige Kilogramm weniger hätten auf manchen sandigen Wegstrecken durchaus Vorteile gehabt.

Insgesamt war die 15-tägige Radtour trotz mancher Widrigkeiten der Strecke und des Wetters ein absolut positives Erlebnis. Gerade die Wechsel zwischen 2, 3 Tagen Rad fahren und einem Tag Pause, um das eine oder andere Fahrtziel etwas näher kennen zu lernen, machten mir die Radtour um vieles interessanter und befriedigender, als es 300 oder 400 km mehr an Gesamtstrecke gewesen wären.