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Radtour neue Bundesländer

Bernburg-Magdeburg

Foto, Blick über die Elbe zum Dom von Magdeburg

Blick über die Elbe zum Dom von Magdeburg

2005-05-06, Freitag
Bernburg-Magdeburg

Foto, auffliegender Storch in den Elbauen

In den Elbauen sind Störche keine Seltenheit

Es sah trübe und regnerisch aus, als wir in der Frühe aus dem Fenster schauten. Auch die Hoffnung, dass sich der Himmel bis nach dem Frühstück aufhellen würde erfüllte sich leider nicht - ganz im Gegenteil. Es regnete zwar nicht stark als wir abfahren wollten, immerhin aber doch so viel, dass wir uns entschlossen die Regenkleidung anzuziehen. Das machte anscheinend doch Eindruck auf den Wettergott und es klarte bald nach unserem Start soweit auf, dass wir die Regensachen wieder in den Rucksäcken verstauen konnten.

Foto, von Alleebäumen gesäumte Rüttelstrecke

Von Alleebäumen gesäumte Rüttelstrecke

Wenn auch unter bedecktem Himmel, wenigstens aber trocken, ging es auf angenehm zu fahrendem Radweg entlang der Saale nach Nienburg und weiter auf wenig befahrenen Straßen nach Calbe. Danach führte die Strecke wieder häufig am Fluss entlang und zog sich durch die Saaleauen und vorbei an Altarmen, wo Graureiher und Störche zu sehen waren. Mit der Saalefähre bei Groß Rosenburg querten wir die Saale und steuerten dann Barby an, dass nur wenig elbabwärts von der Mündung der Saale in die Elbe liegt.

Foto, Bäume und Misteln in den Elbeauen

In den Elbeauen: Bäume mit Misteln - oder umgekehrt?

Kurz vor Barby hatten sich über uns dicke Wolken zusammengeballt und wir traten kräftig in die Pedalen, um noch in den Ort zu gelangen, bevor der erwartete Regenschauer uns in dem offenen Gelände erreichte. Wir hatten auch kaum die Ortsmitte erreicht und Unterschlupf in einer Toreinfahrt gefunden, als sich die Himmelsschleusen öffneten und der Regen herunterrauschte. Zum Glück war nach einer knappen halben Stunde alles vorbei und zwischen den abziehenden Wolken schaute wieder die Sonne hervor. Die Temperaturen waren allerdings noch weiter gesunken und uns blies bis zur Ankunft in Magdeburg fast ständig ein kräftiger und kalter Wind entgegen.

Von Barby aus ging es zur nahe gelegenen Elbefähre, mit der wir zur anderen Flussseite übersetzten. Am dortigen Ufer entschieden wir uns dann für die mit "2A" ausgeschilderte Variante des Elberadwegs. Landschaftlich und von der Wegführung her eine wunderbare Wegstrecke, die nur einen gravierenden Nachteil hatte: Sie befand sich noch mitten im Ausbau und auf manchen Teilstrecken ging es nur über zermürbende Schotter- oder Pflasterstrecken, wo wir die Fahrräder lieber schoben. Auch ein Regenschauer erwischte uns hier, zog aber so schnell weiter, dass er schon wieder vorüber war, als Joachim die Regenkleidung angezogen hatte.

Die letzten Kilometer vor Magdeburg ging es dann über einen Dammweg auf die Stadt zu, wir radelten in der Sonne, neben uns die Elbe, weite Wiesenflächen und maigrüner Wald. Breite Radwege führten uns dann in die Stadt hinein, wo wir ohne langes Suchen unsere Jugendherberge direkt im Zentrum fanden. Dort konnten wir ein Zweibettzimmer beziehen, sogar mit Dusche und Toilette.

Foto, Elbarm vor Magdeburg

Elbearm kurz vor Magdeburg

Es war schon 18.00 Uhr als wir an der Jugendherberge ankamen und somit doch um einiges später, als wir geplant hatten. Der kräftige Gegenwind und die Schiebestrecken hatten uns auf der 80 km langen Strecke doch einige Zeit gekostet. Wir beeilten uns deshalb mit duschen und umziehen, damit wir wenigstens noch einen kurzen Rundgang unternehmen konnten.

Da Magdeburg im 2. Weltkrieg zu 90 % zerstört worden war, ist von der Geschichte dieser Stadt nicht mehr viel zu sehen. Herausragendstes Bauwerk ist im wahrsten Sinne der Dom, einer der größten Kirchenbauten in den neuen Bundesländern. Doch wie in Naumburg war uns zu dieser Zeit leider auch hier keine Besichtigung mehr möglich. So verbanden wir den Stadtspaziergang mit der Suche nach einem Lokal und wurden auch fündig mit einer Gaststätte, in der fränkische Küche angeboten wurde und dunkles Bier aus Franken. Und dort ließen wir den Tag auch ausklingen.