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Radtour neue Bundesländer

Halle-Bernburg

Foto, Schloss Plötzkau an der Saale

Schloss Plötzkau an der Saale

2005-05-04, Mittwoch
Halle-Bernburg

Auch an diesem Morgen sah der Himmel nicht unbedingt nach schönstem Wetter aus, aber da zwischen den Wolkenlücken auch immer mal blauer Himmel hervorblickte, mussten wir auch nicht unbedingt mit Regen rechnen. Es war auch keine allzu lange Fahrtstrecke, die uns heute bevorstand - am Ziel in Bernburg hatten wir 61 Tageskilometer auf dem Tacho - und so ließen wir uns mit dem heutigen Start etwas mehr Zeit und rollten erst gegen 09.00 Uhr los. Im Gegensatz zur langwierigen Suche nach der Jugendherberge am Vortag, hatten wir heute den Weg an die Saale schnell und ohne Sucherei gefunden und dann ging es auf dem Radwanderweg in Richtung Wettin flussabwärts.

Foto, auf der Saalefähre bei Brachwitz

Auf der Saalefähre bei Brachwitz

Etwa auf halber Strecke zwischen Halle und Wettin wurde die angenehme und ruhige Fahrt unterbrochen, um mit der kleinen Saalefähre bei Brachwitz an das andere Ufer überzusetzen. Dabei kam mir der verführerische Gedanke, dass es sicher auch ganz schön wäre, sich gemütlich mit einem Schiff auf dem Fluss nach Bernburg treiben zu lassen. Aber wir wollten ja unsere Radtour fortsetzen und diese verlief weiter auf durchweg gut fahrbaren Wegen, einzelne "Katastrophenabschnitte" waren allerdings auch darunter. Keine Ruhe ließ uns aber vor allem das Wetter. Kaum schien einmal für einige Minuten die Sonne, da kamen schon wieder schwarze Wolkenfronten angesegelt, die ihre Regenfracht bisher allerdings noch nicht über uns entladen hatten - aber ob das so bleiben würde?

Kurz vor Wettin war ringsum alles schwarz und der Regen war förmlich zum greifen nah. Wir legten uns ordentlich ins Zeug, in der Hoffnung eine Unterstellmöglichkeit im Ort zu finden. Am Ortseingang lag ein Supermarkt und da wir in Halle losgefahren waren ohne Proviant einzukaufen, bot sich hier eine Unterstellmöglichkeit und Einkaufsgelegenheit. Gleichzeitig nutzten wir die Zeit für eine vorgezogene Mittagspause. Während dieses Aufenthalts zog das Gewitter an uns vorbei, aber es fiel kein Regen und wir hörten nur den nahen Donner.

Foto, auf der Strecke zwischen Alsleben und Bernburg

Zwischen Alsleben und Bernburg

Die Weiterfahrt zeigte uns dann, welchem Regenguss wir entkommen waren. Auf den Straßen Wasserlachen, wassergefüllte Schlaglöcher und stehendes Wasser in den Reifenspuren unbefestigter Wege - wir wären ordentlich gewaschen worden. Aber jetzt schien erst einmal wieder die Sonne und die Luft war wie frisch gereinigt.

In entsprechend guter Stimmung ging es im weiten Saaletal vorwärts Richtung Bernburg. Ab und an wurde ging es entlang kaum befahrener Nebenstraßen und ordentlich befestigte Wirtschaftswege. Wenn die Strecke auch meistens gut beschildert, gab es doch hin und wieder Abschnitte, auf denen Zweifel aufkamen, ob wir noch auf dem richtigen Weg waren.

Foto, Bernburg

Bernburg

Eine landschaftlich sehr schönes Teilstück des Radweges befand sich zwischen Alsleben und Bernburg. Dort führte die Route häufig in Saalenähe und entlang von Altarmen, durch Felder, Wiesen und Auwälder. Die Wege waren hier allerdings auch teilweise nur bessere Trampelpfade, die durch kurz zuvor niedergegangene Regenschauer auch verschlammt und glitschig waren.

Bernburg erreichten wir am rechten Saaleufer, obwohl in unserer Karte der Saale-Radweg hier auf der linken Seite verlief. Anscheinend war aber in jüngster Zeit die ursprüngliche Route auf die rechte Seite verlegt worden und so setzten wir mit der kleinen Personenfähre auf die andere Seite über, da sich dort die Jugendherberge befand.

Die Jugendherberge gefiel uns auf Anhieb. Ein wenig außerhalb der Stadt, diese aber trotzdem zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar, die Außenanlagen sehr gepflegt und auch das Haus selbst in einem Top-Zustand. Ein Zweibettzimmer mit ausreichend Platz für unser Gepäck machte das Ganze vollkommen. Da wir zwei Nächte in Bernburg bleiben wollten, konnten wir uns also ungehindert ausbreiten.