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Radwanderung Niederlande

Texel

Auf Texel

Auf Texel

2016-07-09, Samstag
Texel

Heute war der erste von zwei Tagen, die wir in Den Helder Station machten. Aber nur ein fauler Tag am Strand war auch nicht geplant, sondern eine Überfahrt nach Texel um uns dort per Rad ein wenig umzusehen. Nach einem großartigen und opulenten Fünf-Sterne-Frühstück rollten wir die kurze Strecke zum Fährhafen. Dabei hatten wir ohne die Gepäcktaschen und nur mit leichtem Rucksack ein ganz neues Fahrgefühl. Kurz nach 10:00 Uhr trafen wir am Terminal des Fährdienstes nach Texel ein. Trotz des Riesenandrangs - kein Wunder am Samstag und dem blauen Himmel - ging der Kartenkauf (7,50 EUR Hin- und Rückfahrt mit Fahrrad) schnell vonstatten. Für Radfahrer gab es einen gesonderten Zugang und binnen weniger Minuten waren Fahrgäste und Fahrzeuge an Bord. Der Fährdienst erfolgte stündlich und auf die Minute pünktlich legte die Fähre um 10:30 Uhr ab. Nur 20 Minuten dauerte die Überfahrt, dann legte das Schiff schon im Fährhafen Texel an.

Eine konkrete Route für den Tag auf Texel hatten wir nicht vorgesehen, wohin und auf welcher Strecke wollten wir spontan entscheiden. Zuerst lenkten wir unsere Räder nach Den Hoorn und durchliefen einige Straßen des kleinen Ortes. Der Weiterweg führte uns nahe der Küste nach Norden. Durch unerwartet viel Waldbestand radelten wir auf manchmal schmalen aber immer gut fahrbaren Radwegen. Ein Strandabschnitt bei De Koog lud uns zu längerer Pause ein, aber der am Morgen noch wolkenlos blaue Himmel war mittlerweile mit grauschwarzen Wolken bedeckt, von der Sonne war nichts mehr zu sehen und der Wind blies auch recht heftig. Das Bad in der Nordsee ließ ich deshalb ausfallen und hoffte dieses am nächsten Tag in Den Helder nachholen zu können.

Da der gemütliche faule Tag am Strand somit hinfällig war, schlug ich vor zur Nordspitze Texels zu fahren. Zwar waren am Horizont immer dunklere Wolken zu sehen, aber meine Hoffnung war, dass der Wind den Regen weitertrieb und wir vom Regen verschont würden. Das war leider ein Trugschluss.

Nahe der Küste waren wir dem Radweg nach Norden gefolgt und befanden uns auf der Höhe von De Cocksdorp, als die ersten Tropfen fielen. Im Ort hofften wir einen trockenen Unterstand zu finden und so nahmen wir so schnell es ging Kurs dorthin auf. Gerade noch rechtzeitig bevor aus dem leichten Regen ein kräftiger Regenguss wurde, hielten wir vor dem Pangkoekehuus. Das ersparte uns jede weitere Suche nach einer Unterstellmöglichkeit und bot gleichzeitig auch die Gelegenheit zur Kaffeepause. Noch hofften wir auf einen vorübergehenden Schauer, aber mehr als zwei Stunden später saßen wir immer noch dort und der Regen wollte nicht enden.

Dann schien der Regen endlich nachzulassen. Mittlerweile aber war die Zeit soweit fortgeschritten, dass wir ohnehin nicht mehr länger warten konnten. Wir entschlossen uns deshalb die Fahrt zum Fährhafen anzutreten. Dabei hatten wir noch die Hoffnung in Den Burg oder Den Hoorn ein Abendessen einnehmen zu können und danach mit der Fähre nach Den Helder zurückzukehren. Die schnellste Strecke verlief über den schnurgerade zwischen De Cocksdorp und Den Burg verlaufenden Postweg, die Autostraße N 501. Die Gesamtstrecke bis zum Fährhafen sollte ca. 22 km betragen. Eigentlich keine große Entfernung und problemlos zu radeln. Doch die kurze und eigentlich unproblematische Strecke wurde zu einem Kampf gegen den auf der gesamten Strecke frontal gegen uns anstürmenden Wind. Wenigstens aber blieb der Regen aus, obwohl der Himmel tiefschwarz war und wir jede Minute mit kräftigem Regenguss rechnen mussten.

Der Kampf gegen den Wind kostete alle Kraft und so kamen wir schweißnass und völlig abgekämpft in Den Hoorn an. Unsere Hoffnung dort vor der Rückfahrt ein Abendessen zu erhalten ließen wir schnell fallen, als wir die völlig überfüllte Gaststätte dort erreichten. Ausreichend Zeit hätten wir gehabt, es war kurz nach 18:00 Uhr und die letzte Fähre ging um 21:00 Uhr nach Den Helder. Doch nach der Tortur war uns die Lust vergangen. Wir beschlossen ohne Verzug auch noch das Stück zum Fährhafen zu radeln und mit dem Schiff um 19:00 Uhr nach Den Helder zurückzukehren und dort auch Essen zu gehen. Am Hafen mussten wir dann zwar noch eine gute halbe Stunde bis zur Abfahrt warten, aber wir wussten uns so gut wie am Ziel und hatten In Den Helder nur noch die kurze Strecke zur Unterkunft vor uns