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Radwanderung Niederlande

Gouda-Den Haag

Abfahrt Bahnhof Weilburg

Den Haag

2016-07-05, Dienstag
Gouda-Den Haag

Nach dem gestrigen schönen Wetter erwartete uns am Morgen ein dicht bewölkter dunkler Himmel und nieseliges Wetter. Wenigstens aber lag auch heute keine allzu lange Strecke vor uns, wir erwarteten ca. 50 km bis Den Haag. Als wir nach dem Frühstück aber die Räder bepackt hatten und auf der Straße standen, pfiff uns ein gehörig starker Wind um die Ohren und wir mussten damit rechnen, dass die Heftigkeit des Windes außerhalb der Stadt noch stärker spürbar werden würde. Diese Aussicht war nicht begeisternd aber auch nicht zu ändern. So radelten wir kurz nach 09:00 Uhr los und hangelten uns an den "Knooppunten" durch Gouda nordwärts. Dann schwenkten wir nach Westen, überquerten die Gouwe und radelten nach Waddingxveen.

Der Nieselregen hatte aufgehört, aber auf weiten Routenabschnitten hatten wir mit Starkwind zu kämpfen. Aber die Radstrecke war auch auf den von (wenigen) Autos befahrenen Teilstücken hervorragend zu fahren. Ab Waddinxveen wäre eine westlich über Zoetermeer verlaufende Strecke die direktere Route nach Den Haag gewesen. Ich wollte jedoch das besiedelte Gebiet um Zoetermeer umfahren und so wandten wir uns zunächst wieder nördlich. Dass wir dabei allerdings noch ein wenig weiter nördlich über Hazerswoude-Dorp radelten war nicht geplant und lag eher daran, dass wir vermutlich ein Hinweisschild übersehen hatten.

Von der Länge war der Umweg unbedeutend, vor allem kostete er Zeit durch die mehrfach notwendige Neuorientierung, bis wir wieder auf der vorgesehenen Strecke waren. Am Nordrand von Zoetermeer radelten wir entlang des Zoetermeerse Plas weiter nach Stompwijk und Vlietland. Auch danach durchradelten wir immer noch weites flaches Land, durchzogen von Wasserläufen. Allmählich nahm dann aber der Baumbestand zu und je näher wir uns in südlicher Richtung Den Haag näherten, desto schöner wurde der Baumbestand. Eine gute Strecke fuhren wir nur über Waldwege, was wir so nahe der Stadt nicht erwartet hatten. Aber versteckt hinter hohen Bäumen, Mauern und Hecken befanden sich hochherrschaftliche Bauten, nahe dem Stadtzentrum und doch fast mitten im Wald.

Tatsächlich ragte dieses Gebiet von Norden weit in die Stadt hinein und als wir auf die Straße entlassen wurde, befanden wir uns dicht beim Zentralbahnhof und schon fast im Zentrum Den Haags. Der Autoverkehr, die Massen an Radfahrern und Fußgängern, die Bauten - nach Stunden auf fast leeren Radwegen in weiter Landschaft mit grünen Wiesen und Wasser waren wir nach ca. 4 1/2 Stunden und 52 km Fahrstrecke wieder in Hektik, Trubel und Lärm gelandet.

Immerhin war die Orientierung mit Hilfe der Handynavigation kein Problem. Nur ca. zwei Kilometer von unserem Standort entfernt sollte sich das Stayokay Den Haag befinden und so verzichteten wir auf das Fahren und schoben unsere Räder in die vom Navi angezeigte Richtung. Im Stayokay konnten wir gleich unser Zimmer beziehen und so waren wir eine Stunde später schon auf dem Weg ins Zentrum.

Bereits zur Mittagszeit hatten sich die Wolken immer weiter verzogen und mit unserer Ankunft in Den Haag war immer öfters die Sonne zum Vorschein gekommen. Zwar wehte auch in der Stadt noch ein relativ heftiger Wind, aber gegen den mussten wir hier ja nicht anradeln. So waren beste Voraussetzungen für einen ausgiebigen Stadtbummel gegeben, bei dem sich bis zu unserer Rückkehr ins Stayokay am Abend einige Kilometer aufaddierten.