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Radwanderung Niederlande

Nijmegen (Ooij)-Gorinchem

Gorinchem

Gorinchem

2016-07-03, Sonntag
Nijmegen (Ooij)-Gorinchem

Der blaue Himmel am Morgen versprach gutes Wetter für diesen Tag, aber wir wussten auch, dass bei dem herrschenden Westwind schnell auch Wolken den Himmel verdunkeln konnten. Immerhin war es trocken und wenn wir vom Regen und Starkwind verschont würden, hofften wir die 80-km-Strecke nach Gorinchem gut zu bewältigen. Das hervorragende Frühstück, mit den von unseren Gastgebern selbst zubereiteten Smoothies, war jedenfalls eine gute Grundlage für die Tagesstrecke.

Wir starteten um 09:30 Uhr die vom Vorabend bekannte kurze Wegstrecke nach Nijmegen. Von dort an verlief die Strecke fast ständig nahe dem Waal und überwiegend auf der Deichkrone. Von dort hatte man immer den Waal mit regem Schiffsverkehr im Blick und die von Vögeln und Wassergeflügel bevölkerten Sumpfwiesen und Gewässer. In der anderen Richtung zog sich das flache Land hin mit Vieh- und Schafherden und kleinen Ortschaften.

Immer wieder passierten wir die Übersichtskarten vom "Fietsroute Netwerk" mit den Nummern  der entsprechenden "Knooppunte", sodass wir die geplante Route problemlos einhalten konnten. Allerdings wäre das heute auf jeden Fall ohne Probleme möglich gewesen, mussten wir uns doch nur am Waal orientieren. Zusammen mit dem gut ausgebauten und asphaltierten Radweg waren somit die Voraussetzungen für eine Genusstour gegeben. Nur das Wetter passte dazu nicht ganz. Immer wieder schoben sich dunkle Wolken über den Himmel und zeitweise packte uns der Wind heftig von vorn oder von der Seite. Aus den Wolken aber fielen zum Glück nur wenige Regentropfen und einen kräftigen 10-Minuten-Schauer konnten wir unter einer über den Rheinarm führenden Straßenbrücke bei Beneden-Leeuwen trocken überstehen.

Kurz vor 14:00 Uhr hatten wir bei Rossum ca. 50 km unserer Tagesstrecke hinter uns gebracht und es wurde Zeit für eine kurze Rast. Der Himmel zeigte sich auch wieder einmal tiefblau und einladend lag die kleine Terrasse eines Bistros in der Sonne, also ein Rastplatz wie bestellt. Leider war das sonnige Wetter nicht von Dauer, wir hatten gerade unseren Kaffee getrunken als erst einzelne dicke Tropfren fielen die dann schnell in strömenden Regen übergingen. Wir tauschten den Freiplatz mit dem Gastraum und hofften auf ein schnelles Regenende. Bis dahin aber dauerte es noch fast eine Stunde, dann schien die Sonne wieder als sei nichts gewesen.

Dies blieb auch bei der Weiterfahrt so, blauer Himmel und Sonnenschein und auch der Wind hatte fast vollständig aufgehört. So konnten wir ordentlich Tempo machen und ein wenig von der verlorenen Zeit aufholen. Eine gute Stunde später waren wir an der Fähre bei Brakel und setzten über den Waal. Nur noch gut 10 km waren es von dort nach Gorinchem und auch diese radelten wir flott auf dem auf der Deichkrone verlaufenden Radweg ab.

Auf gut Glück fuhren wir in die Innenstadt und dann entlang der Gracht  bis zu einer Windmühle, einem willkommenen Fotomotiv. Einen Passanten fragten wir dort nach der Adresse unseres B&B um dann festzustellen, dass wir nur wenige Meter entfernt von der Adresse standen. Die Unterkunft erwies sich als herrliches Feriendomizil, direkt am Wasser und allein wegen dieser Lage bedauerte ich, dass wir nur eine Übernachtung in Gorinchem eingeplant hatten.

Das komplett mit Küche, Dusche, WC und Schlafplatz auf der Empore eingerichtete kleine Appartement verführte mit seinem Sitzplatz am Wasser zwar zum Bleiben, aber wir wollten uns auch den Ort ansehen und so waren wir schon bald wieder unterwegs. Ein Spaziergang führte uns durch die Innenstadt und am Kanal entlang und später in eine Gaststätte zum Abendessen. Den warmen Sommerabend beschlossen wir mit kühlem Bier und der Hoffnung, dass der Wettergott für den nächsten Tag gutes Wetter vorsehen würde.