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Radwanderung Niederlande

Allgemeine Infos

Streckenverlauf der Radwanderung Niederlande

Streckenverlauf der Radwanderung Niederlande

Im vorigen Jahr hatte uns die Radwanderung von Rothenburg o. d. Tauber nach Berchtesgaden geführt. Für 2016 lag der Vorschlag von Aachen nach Belgien und in die Niederlande auf dem Tisch. Im Gegensatz zu den vergangenen Touren hatte ich dieses Mal die Aufgabe zur Ausarbeitung einer Route übernommen. Vorgesehen war wieder die Dauer von zwei Wochen und als Reisezeit Anfang Juli. Schon beim ersten groben Überblick erschien mir die grob umrissene Streckenplanung von Aachen über Brüssel, Den Haag, Amsterdam zu lang für die 15 verfügbaren Tage. Wir wollten ja die eine oder andere Stadt nicht nur zur Übernachtung anfahren, sondern auch Zeit für Stadtbesichtigungen haben und evtl. auch für einen oder zwei Strandtage an der Nordsee.

 Bei der Tourenplanung hatte ich im Internet den online-Radroutenplaner (Fietsroutenplaner) für die Niederlande entdeckt. Die dort gebotene Möglichkeit über die Verbindung einzelner Knotenpunkte (Knooppunten), die mit relativ kurzen Abständen über die gesamte Niederlande verteilt sind, die gesamte Radtour online zusammenzustellen, verführte mich sofort dazu, diese Art für unsere Tourenplanung zu nutzen. Auf diese Weise kam unsere Route ohne Kartenstudium, Entfernungen abschätzen und weitere Suche im Internet zustande. Den erstellten Routenverlauf kann man sich als Auflistung der Knotenpunkte per E-Mail übermitteln lassen. Diese enthält auch einen Link zur Online-Karte mit dem Routenverlauf. Die aufgelisteten Knotenpunkte sollen die gesamte Route abbilden, sodass die Strecke einfach von einer Nummer des Knotenpunkts zur Nummer des nächsten abgefahren werden kann. Dabei stellten wir im Verlauf der Tour allerdings fest, dass nicht jeder Knotenpunkt in meiner Liste ausgewiesen war. Durch die bei jedem Knotenpunkt aufgestellte Karte des Radweg-Knotennetzes ist es aber problemlos möglich, die Nummer des nächsten Zielknotenpunktes festzustellen. Trotz dieses tollen Systems der Knotenpunkte erwies sich der "Fietsatlas Nederland" mit der kompletten Darstellung des Radwegenetzes und Knotenpunkten auf Karten im Maßstab 1 : 75.000 als hilfreich.

Das Radwegenetz in der Niederlande ist nicht nur das beste und engmaschigste das ich kenne, auch die Kennzeichnung und die Wegweisung sind vorbildlich. Wir hatten zwar auch hin und wieder eine Abzweigung verpasst oder den falschen Weg eingeschlagen, aber in den meisten Fällen lag das eher an uns und weniger an der Beschilderung. Die war auch in den Städten vorbildlich und hat uns auch dort problemlos geleitet; Arnheim am Abreisetag ausgenommen. Doch selbst bei einer verpassten oder falsch gewählten Abzweigung ist der Weg zum nächsten Knotenpunkt selten weit und von dort aus ist eine Neuorientierung immer gut möglich.

Überhaupt bin ich noch bei keiner unserer Radwanderungen so entspannt durch Städte gefahren wie in den Niederlanden. Dazu sollte man aber auch konsequent die überall vorhandenen Radwege, Ampelregelungen und Zeichen für Radler beachten. Außerhalb der Ortschaften verlief unsere Route fast auschließlich auf Radlern vorbehaltenen Wegen oder Straßen mit nur wenig Autoverkehr. Bei Straßen mit mehr Autoverkehr waren die Radwege immer getrennt von der Fahrbahn angelegt, ansonsten immer auf beiden Straßenseiten verlaufend und durch Markierungen gekennzeichnet. Und auf der gesamten Strecke waren es wohl keine fünf Kilometer, die nicht aspaltiert oder mit dem für die Niederlande typischen Klinkerpflaster belegt waren.

 Das hervorragende Radwegenetz und die fehlenden Berge und Höhen machen die Niederlande zum perfekten Radurlaubsland - wenn es keinen Wind gibt. Tatsächlich hatten wir in dieser Hinsicht Glück. Aber an einzelnen Tagen bekamen wir den Wind doch in seiner unangenehmsten Art zu spüren: stark, kräftig und von vorn. Wer solchen Wind ausgerechnet dann gegen sich hat, wenn eine längere Etappe vorgesehen ist, der muss froh sein, wenn ausreichend Reservezeit eingeplant ist.

Wie immer hatten wir alle Übernachtungen im Voraus gebucht. Beim geplanten Routenverlauf war unsere bevorzugte Übernachtungsmöglichkeit in einer Jugendherberge (JH) nicht an allen Orten möglich, und wir mussten öfter Privatquartiere nutzen. Da der früher bei JH oft noch vorhandene Preisvorteil gegenüber Privatquartieren häufig nicht mehr besteht, nutzten wir die reichlich vorhandenen Buchungsmöglichkeiten der B&B-Angebote gerne und wurden auch nie enttäuscht.

Damit wir bei der Anreise zum Startort Kleve und bei der Rückfahrt von Emmerich das Wochendendticket der Bahn nutzen konnten, erfolgten Hin- und Rückfahrt an einem Samstag. Das Ticket kostete 44,-- Euro, dazu 10 Euro für die beiden Räder. Da uns das Wochenendticket auf die Benutzung von Regionalzügen beschränkte, waren wir auf der Strecke Weilburg-Kleve fast fünf Stunden unterwegs, mit Umstiegen in Koblenz und Düsseldorf. Während diese Fahrt planmäßig verlief, mussten wir bei der Rückreise wegen Zugausfall in Emmerich den eingerichteten Schienersatzverkehr nutzen, was die Fahrzeit um eine gute Stunde verlängerte.

Unsere Route sah folgendermaßen aus:

Insgesamt radelten wir auf 735 km. Der detaillierte Routenverlauf aufgrund der von einem GPS-logger aufgezeichneten Daten ist auf einer Karte nachvollziehbar, die über nachstehendem LInk aufgerufen werden kann: Radwanderung Niederlande 2016  

Die Wetterbedingungen waren für die Radtour gut. Teilweise sonnig und warm, meist aber bedeckt und trocken. Hin und wieder aus dem bedeckten Himmel wenige Tropfen, an einem Tag aber auch kräftiger Regen, der uns ordentlich durchnässte. Und auch für Texel hätten wir uns schöneres Wetter gewünscht, insgesamt aber und für die Dauer von zwei Wochen konnten wir mit den Wetterverhältnissen zufrieden sein.