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Radwanderung Niederlande

Arnheim-Emmerich (Weilburg)

Rheinbrücke bei Emmerich

Rheinbrücke bei Emmerich

2016-07-16, Samstag
Arnheim-Emmerich-(Weilburg)

Dieser Tag war der letzte unserer zweiwöchigen Radtour durch die Niederlande. Anders als bei früheren Radwanderungen hatten wir an diesem letzten Tag aber nicht nur die Rückreise mit der Bahn geplant, sondern wir mussten auch noch eine kurze Radetappe zum vorgesehenen Rückreisebahnhof Emmerich fahren. Wenn alles planmäßig verlief war die Zugabfahrt in Emmerich um 12:36 Uhr, die Ankunftszeit in Weilburg 17:59 Uhr. Für die Strecke von Arnheim nach Emmerich rechneten wir mit ca. 40 km und hatten somit den ganzen Vormittag für die Radstrecke dorthin zur Verfügung.

Trotz der relativ kurzen Anfahrt nach Emmerich starteten wir an diesem Morgen bereits kurz nach 08:00 Uhr und damit früher als sonst üblich. Die am Vortrag verfehlte Radstrecke zwischen Innenstadt Arnheim und Stayokay mussten wir nach unserer gestrigen Stadtwanderung nicht suchen und so rollten wir abwärts in die Stadt zur Nelson Mandelabrug, auf der wir zur anderen Uferseite des Niederrheins gelangen wollten. Die Wegweisung am Knotenpunkt wies zur Überquerung des Niederrheins eindeutig auf die Brücke, aber wir scheiterten an der Auffahrt. Im vorgelagerten Kreuzungsbereich schafften wir es nicht den Radweg über die Brücke zu finden und landeten immer wieder auf der stark befahrenen Autostraße. Mehr als eine halbe Stunde irrten wir im Straßenbereich vor der Brückenauffahrt umher, dann gaben wir auf. Zum Glück hatte ich eine Alternativstrecke notiert, die nur ein kurzes Stück weiter flussaufwärts über die John Frostbrug führte. Zu dieser Brücke gelangten wir auch problemlos über die Knotenpunkte des Radwegenetzes und rollten dort hinüber zur anderen Uferseite des Niederrheins. An diesem Ufer verlief unsere Radstrecke, zu der wir über die Nelson Mandelabrug hatten kommen wollen. Der nun breit und eben am Niederrhein flussaufwärts verlaufende Radweg ermöglichte ordentliches Tempo und bescherte uns den Blick zum Fluss und dem Schiffsverkehr dort, sodass der Frust über den verfehlten Radweg schnell verflogen war.

Die flotte Fahrt brachte uns nach einer guten halben Stunde zur Fähre Huissen-Loo, wo der Radweg wieder zum rechten Flussufer des Niederrheins bzw. Pannerdenschkanals zurückführte. Die Strecke, meist erhöht auf der Deichkrone geführt, ließ sich weiterhin schnell und problemlos fahren. Gute zwei Stunden nach der Abfahrt in Arnheim ereichten wir Tolkamer. Von dort aus erwarteten wir noch höchstens eine Stunde Fahrzeit bis Emmerich.

Nur wenige Kilometer nach Tolkamer fuhren wir über die deutsch-niederländische Grenze, was aber nur durch einen deutschsprachigen Hinweis an einem Verkehrsschild erkennbar war. Der Weg führte uns zum Jachthafen Emmerich und weiter entlang der Autostraße B8 in die Stadt und zur Rheinpromenade. Von dort folgten wir einem Wegweiser zum Bahnhof, wo wir nach 47 km Fahrtstrecke und eine Stunde vor unserer geplanten Zugabfahrt eintrafen.

Wegen einer Übersicht zu den Umsteigebahnhöfen und -zeiten druckten wir am Automaten eine Fahrplanübersicht aus und waren mehr als erstaunt, als unser Zug um 12:36 Uhr nicht aufgeführt war. Und das galt nicht nur für die beabsichtigte Zugverbindung, auch spätere Zugabfahrten ab Emmerich waren auf dem Ausdruck nicht angegeben. Immerhin war im Bahnhof ein Bahnschalter geöffnet, die lange Schlange davor ließ aber nichts Gutes erwarten. Die Befürchtung bestätigte sich als sich herausstellte, dass vom Bahnhof Emmerich wegen Gleisbauarbeiten überhaupt kein Zug abfuhr. Zwar stellte sich heraus, dass ein Schienersatzverkehr (SEV) mit Bus eingerichtet war, doch wie wir bei unserer letztjährigen Radtour erleben mussten, war nicht damit zu rechnen, dass wir mit den Rädern im Bus unterkommen würden. Unsere Reiseplanung für die Rückreise war damit erst einmal hinfällig. Sollte für uns die Busfahrt tatsächlich nicht möglich sein, blieb uns als Alternative die Fahrt mit dem Rad nach Kleve und von dort die Bahnfahrt nach Weilburg.

Doch wir hatten Glück. Für den SEV war ein Gelenkbus eingesetzt worden und auch die Anzahl der Mitreisenden war nicht so, dass der Bus voll besetzt war. So gab die Busfahrerin zur Mitnahme unserer Räder ihre Zustimmung und wir durften zum Bahnhof Empel-Rees mitfahren. Dort konnten wir sogar noch einen Direktzug bis Koblenz erreichen und von dort war dann die Weiterfahrt nach Weilburg kein Problem mehr. In Emmerich hatten wir noch befürchten müssen die letzte Zugverbindung dieses Tages nach Weilburg nicht mehr zu erreichen, doch die Rückreise verlief besser als erwartet. Zwar fuhren wir nicht mit dem geplanten Zug um 18:15 Uhr in Weilburg ein sondern zwei Stunden später, aber das war nach dem ersten Schock in Emmerich leicht zu verkraften.