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Radwanderung an Neckar, Kocher, Rems

Haßmersheim-Forchtenberg

An der Kocher bei Oedheim

An der Kocher bei Oedheim

2019-07-08, Montag
Haßmersheim-Forchtenberg

Für die heutige Etappe von Haßmersheim nach Forchtenberg rechneten wir mit einer ebenso entspannten Fahrt wie am gestrigen Tag. Etwas über 60 km sollte die Strecke betragen und auch heute waren keine Steigungen zu erwarten. Dazu sah es bei unserer Abfahrt kurz vor 09:00 Uhr nach optimalem Radlerwetter aus. Noch war es kühl, aber der blaue Himmel und die Sonne versprachen gutes Wetter.

Der Neckarradweg brachte uns zum Ortsteil Neckarmühlbach, den wir am Rand passierten. Im Rückblick zeigte sich dort die spätmittelalterliche Höhenburg Guttenberg. Der Neckar wurde an der Gundelsheimer Schleuse nicht gequert, wir blieben am diesseitigen Ufer und folgten dem Verlauf des Neckars nach Heinsheim. Durch Wiesen und Felder, den Neckar aber immer nahe, rollten wir weiter nach Bad Wimpfen. Durch frühere Besuche war uns der Ort bekannt und wir passierten deshalb die Stadt auf dem unmittelbar am Neckar verlaufenden Radweg.

Für die heutige Etappe von Haßmersheim nach Forchtenberg rechneten wir mit einer ebenso entspannten Fahrt wie am gestrigen Tag. Etwas über 60 km sollte die Strecke betragen und auch heute waren keine Steigungen zu erwarten. Dazu sah es bei unserer Abfahrt kurz vor 09:00 Uhr nach optimalem Radlerwetter aus. Noch war es kühl, aber der blaue Himmel und die Sonne versprachen gutes Wetter.

Der Neckarradweg brachte uns zum Ortsteil Neckarmühlbach den wir am Rand passierten. Im Rückblick zeigte sich dort die spätmittelalterliche Höhenburg Guttenberg. Wir überquerten an der Gundelsheimer Schleuse nicht den Neckar, sondern blieben am diesseitigen Ufer und folgten dem Verlauf des Neckars nach Heinsheim. Durch Wiesen und Felder, den Neckar aber immer nahe, rollten wir weiter nach Bad Wimpfen. Durch frühere Besuche war uns der Ort bekannt und wir passierten deshalb die Stadt auf dem unmittelbar am Neckar verlaufenden Radweg.

Von Bad Wimpfen waren es nur noch ca. 7 km nach Bad Friedrichshall, wo wir den Neckar verlassen wollten um auf den Radweg entlang der Kocher abzubiegen. Unsere Hoffnung schon am Neckarradweg ein Hinweisschild zur Abzweigung auf den Kocherradweg zu finden erfüllte sich leider nicht, aber wir hatten uns auf einer Karte den Verlauf des Kocherradwegs in Bad Friedrichshall angesehen. Wir radelten also über die Neckarbrücke und ein kurzes Stück entlang der Autostraße, vorbei am Bahnhof. An einem Parkplatz noch im Bahnhofsbereich trafen wir dann auch auf ein Hinweisschild zum Kocherradweg der dort begann. Eine gute Strecke verlief der Radweg im Bereich von Wohngebieten Bad Friedrichhalls, doch von diesen bekamen wir aufgrund der Trassenführung kaum etwas mit. Bald waren wir auch am Ufer des Kocher und folgten dessen Schleife, um dann mit einer Brücke nach Oedheim und an das Südufer des Kocher zu rollen. Der Kocherradweg stand in Bezug auf seinen Ausbau und Verlauf dem Neckarradweg in nichts nach; es machte Freude diesen Radweg zu fahren.

Als nächstgrößeren Ort erreichten wir Neuenstadt am Kocher und hier hätten wir am frühen Vormittag einen kleinen Stadtrundgang einlegen können. Dazu kam es aber leider nicht. Vom Kocher ging es in den Ort entlang der Autostraße ein kurzes Stück aufwärts und auf diesem Straßenstück löste sich ein Schaltzug aus dem Bajonettverschluss der Schaltansteuerung meines Rades, was das Schalten unmöglich machte. Es war für uns aussichtslos den Schaltzug wieder mit dem Bajonettverschluss zu verbinden, also musste eine Fahrradwerkstatt her.

In Neuenstadt am Kocher gab es keine Reparaturmöglichkeit, die nächste empfohlene Fahrradwerkstatt war Zweirad-Carle in Öhringen. Zwar lag Öhringen nicht auf unserer Route, aber wir konnten etwa 13 km auf unserer geplanten Strecke bis Ohrnberg fahren und dort auf den Radweg entlang der Ohrn abbiegen. Von Ohrnberg führte der Ohrntalradweg über ca. 9 km nach Öhringen, sodass wir wegen der Reparatur ca. 18 km zusätzliche Kilometer zu fahren hatten. Wie es aussah, waren wir also nicht gar so schlecht dran wie es zuerst den Anschein hatte.

Natürlich entfiel nun die vorgesehene Kurzpause in Neuenstadt am Kocher und wir machten uns stattdessen sofort auf die Strecke nach Ohrnberg. Wie der gesamte bisherige Wegverlauf am Kocher war auch dieses Teilstück bestens instand und ohne Steigungen, worüber ich wegen fehlender Schaltmöglichkeit natürlich froh war. Und echt toll war die zu einem großen Teil neu angelegte Radstrecke durch das Ohrntal nach Öhringen. Man konnte den Ärger über die defekte Schaltung fast vergessen.

In Öhringen half uns die Navigationsapp auf dem Handy die Firma Zweirad-Carle im Industriegebiet zu finden. Meine Skepsis, ob die Reparatur problemlos und schnell zu erledigen wäre, zerstreute der Firmeninhaber mit einer entsprechenden Zusage. Lediglich der gerade begonnen Mittagspause in der Werkstatt war geschuldet, dass die Reparatur frühestens in einer Stunde erfolgen konnte. Mir wurde ein Ersatzrad für die Fahrt in die Innenstadt angeboten, damit wir dort die Mittagszeit überbrücken konnten; ein Angebot, das ich gerne annahm. Um nach der Aufregung wenigstens eine geruhsame Mittagsrast in Öhringen verbringen zu können vereinbarten wir 15:00 Uhr als Abholtermin meines Rades.

Alles war also bestens geregelt und wir radelten in die sehenswerte Innenstadt von Öhringen und verbrachten dort die Zeit bis zum Termin in der Werkstatt. Als wir dort eintrafen, war die Schaltung instandgesetzt und für die Reparatur sollte ich nur 10 Euro zahlen, ein Betrag, den ich durch eine Extrazahlung in die Kaffeekasse aufstockte. Der Rückweg aus dem Industriegebiet zum Ohrntalradweg war dann trotz Navi komplizierter als der Herweg, aber dann erreichten wir doch wieder den Radweg an der Ohrn und radelten nun zügig die Strecke wieder zurück nach Ohrnberg.

Von hier waren es nur noch ca. 20 km bis zu unserem Übernachtungsort Forchtenberg. Die radelten wir zügig wie selten herunter, wobei uns der ebene Verlauf des Kocherradwegs wieder zugutekam. Unser Quartier lag direkt am Stadteingang und schon bald nach unserer Ankunft waren wir in der kleinen Stadt unterwegs.

Viel Auswahl an Gaststätten gab es nicht, was sich zuletzt aber als Vorteil erwies. So blieben wir nämlich zum Essen in der Weinstube, aufgrund des warmen Abends zuerst im Freien, dann verzogen wir uns ins Innere und es wurde so ein längerer Abend als üblich.