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Radwanderung
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Kiel

Kiel, Hafenanlagen

Kiel, Hafenanlagen

2008-05-17, Samstag
Kiel

Eigentlich war für diesen Tag keine Radtour vorgesehen, doch nach unserem gestrigen Stadtrundgang hatten wir uns entschieden, heute doch lieber einen Radausflug in die Umgebung von Kiel zu unternehmen. Das Wetter sah zwar an diesem Morgen nicht so gut aus wie in den vergangenen Tagen, es war windig, kühl und bedeckt, doch das konnte sich noch ändern. Allerdings mussten wir zwar statt des ganz leichten Gepäcks zumindest noch die  Regenkleidung in die Rucksäcke packen. Die Hauptsache aber war, dass die Gepäcktaschen zurückblieben und wir so endlich wieder einmal spüren konnten, wie locker und leicht es sich ohne Gepäck radeln ließ.

Eine konkrete Route oder gar ein Ziel hatten wir nicht festgelegt, abgesprochen war nur, dass wir bei Holtenau an das Nordufer des Nord-Ostsee-Kanals übersetzen wollten, um dort dann eine Strecke auszusuchen. So radelten wir entlang den Anlagen des Kieler Hafens unter Wolken verhangenem Himmel Richtung Kanal und Holtenauer Schleusen. An den Schleusen stoppten wir zu einem Ausblick von der Besucherplattform auf die dortigen Schifffahrtsanlagen, wo gerade eine Schleusung erfolgte.

Am Anleger der zum anderen Kanalufer verkehrenden Fähre mussten wir lesen, dass diese nicht in Betrieb sei. Es war aber ein Transferverkehr eingerichtet, der von einem Großraumtaxi mit Fahrradanhänger ausgeführt wurde. Die Fähre wäre mir zwar lieber gewesen, aber dieser Transport war doch bei weitem angenehmer, als auf den Rädern über die Straßenbrücke zu fahren. Allerdings hätten wir von dort in Ruhe eine tolle Aussicht über den Kanal, die Schleusen und die Kieler Förde genießen können, die wir jetzt nur durch das Autofenster erblickten.

Am Nord-Ostsee-Kanal

Am Nord-Ostsee-Kanal

Am Kanalnordufer suchten wir uns anhand der Karte Gettorf als nächstes Ziel auf, das wir mit vielen Umwegen über kleine Nebenstraßen gegen 13.00 Uhr erreichten. Der Himmel hatte sich im Laufe des Morgens immer weiter verdunkelt und es waren auch schon vereinzelte Tropfen gefallen, so dass wir angesichts eines Cafés in Gettorf beschlossen, erst einmal eine Kaffeepause einzulegen. Darauf schien man im Wetterbüro gewartet zu haben, denn kaum saßen wir gemütlich im Café, fiel das erwartete Nass vom Himmel. Mit der Hoffnung, dass uns kein stundenlanger Landregen bevorstünde, genossen wir derweil Kaffee und Kuchen. Eine gute Stunde später sah es so aus, als sei der Regen zu Ende und wir schwangen uns deshalb wieder auf die Räder, um - erneut mit einigen Abstechern und Umwegen - in Richtung Nord-Ostsee-Kanal zu fahren.

Am Nord-Ostsee-Kanal

Am Nord-Ostsee-Kanal

Der Regen hatte leider nur eine kurze Pause eingelegt und war mittlerweile ein ausgewachsener Landregen geworden. Trotzdem waren wir guter Stimmung, denn die Sträßchen und Wege waren asphaltiert und ohne Autoverkehr, wir waren nicht unter Zeitdruck und unter der Regenkleidung blieben wir trocken und warm. Weniger schön war es, dass wir uns immer wieder an Abzweigungen neu mit der Karte orientieren mussten, schließlich aber hatten wir die Fähre bei Landwehr erreicht, wo wir übersetzten. Endlich ging es ohne lästiges Karten lesen am Kanal entlang Richtung Ostsee. Bei den Autobrücken nahe Levensau verließen wir den Weg am Kanal und suchten uns die Fahrtstrecke nach Wik. Von dort ging es entlang des Fördeufers und der Hafenanlagen wieder nach Kiel. Fast während des gesamten Nachmittags hatten wir im Nassen fahren müssen, doch jetzt in Kiel war es mit dem Regen vorbei. Gegen 17.00 Uhr und nach 70 km Radstrecke erreichten wir wieder die Jugendherberge.

Wir ließen uns nur Zeit zum Duschen und Umziehen, dann ging es in die Stadt zum Abendessen, hatten wir uns nach der ungeplanten Radstrecke an einem kühlen Regentag doch eine warme Mahlzeit verdient. In einer Pizzeria fanden wir das Gesuchte und im Anschluss beendeten wir unseren Kielaufenthalt in einer Innenstadtkneipe. Wir begingen dort unseren Kieler Abschlussabend etwas ausgiebiger und länger als sonst üblich. Die Mannschaft des THW Kiel feierte an diesem Tag zum 14. Mal den Gewinn der deutschen Handball-Meisterschaft; ein Titelgewinn, der in der gesamten Innenstadt bejubelt wurde. Überall in der Stadt und auch in unserer Kneipe herrschte Jubel, Trubel, Heiterkeit, so dass wir die in unseren Augen ansonsten recht trübselige Stadt Kiel doch in angenehmer Erinnerung behielten.