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Radwanderung
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Burg (Fehmarn)-Schönberg (Holstein)

Zwischen Weißenhäuser Strand und Hohwacht

Zwischen Weißenhäuser Strand und Hohwacht

2008-05-15, Donnerstag
Burg (Fehmarn)-Schönberg

Der Morgen dieses Tages begann mit einem ebenso schönen Wetter, wie der gestrige Abend geendet hatte: Sonne, blauer Himmel und nur wenig Wind; beste Aussichten also für die heutige Strecke, die uns wieder auf das Festland und entlang der Ostseeküste nach Schönberg führen sollte. Es sollte die längste Tagesstrecke unserer Radwanderung werden: 84 km.

Ausgiebiges Frühstück hatte wieder eine gute Grundlage geschaffen und wir starteten unsere Fahrt an diesem Tag sogar etwas früher als gewohnt; rollten schon vor 09.00 Uhr vom Hof der Jugendherberge zum Burger Binnensee und an dessen Ufer entlang in Richtung der schon zu sehenden Fehmarnsundbrücke. Mit der Brücke ließen wir Fehmarn endgültig hinter uns und erreichten kurz darauf Großenbrode, das wir am Vortag schon durchfahren hatten.

Die Rad-Hinweisschilder zeigten uns mit Heiligenhafen schon den nächsten Zielort an, Schilder zum Ostseeküsten-Radweg fanden wir wieder während des ganzen Tages nicht. Der Fischereihafen und die Altstadt von Heiligenhafen wären sicherlich einen kurzen Stopp wert gewesen, aber es lag noch ein zu großer Streckenabschnitt vor uns, von dem wir nicht wussten, was er bringen mochte.

Ostseeküste hinter Hohwacht

Ostseeküste hinter Hohwacht

Auch von der Stadt Oldenburg bekamen wir nicht viel mit, die Radstrecke bog schon im Außenbereich nach Westen ab und führte wieder in Richtung Küste mit dem Weißenhäuser Strand. Von der Ostsee war aber auch hier nicht viel zu sehen. Bis auf kurze Streckenabschnitte führte die Radstrecke seit Heiligenhafen als Radweg meist am Rand der Autostraße entlang, nicht unbedingt eine Streckenführung wie Joachim und ich sie mögen. Allerdings ließ sich der Weg trotzdem angenehm und stressfrei fahren, was auf solchen Radwegen keineswegs immer der Fall ist. Als wir unterwegs waren herrschte allerdings auch fast kein Autoverkehr, möglicherweise ist die Situation im Hochsommer eine andere.

Einige Kilometer hinter Weißenhäuser Strand bog die Radstrecke von der Straße weg und führte über Sehlendorf endlich zur Küste und weiter nach Hohwacht. Es war 13.30 Uhr als wir dort den Strand erreichten und unmittelbar dabei ein kleines Restaurant-Café. Das war zu dieser Tageszeit genau das, worauf wir gewartet hatten. Eine Stunde hielten wir Mittagspause auf der Strandterrasse und hätten es noch länger ausgehalten, wollten wir an diesem Tag nicht noch die Jugendherberge Schönberg erreichen.

Der Radweg führte weiter entlang der Küste mit herrlichem Blick zu den Stränden, dann wieder abseits von der See auf schmalen Landsträßchen zwischen Rapsfeldern und Weideflächen weiter, wenigstens hin und wieder Blicke zur Ostsee gestattend. Bei Grünberg erreichten wir wieder die Küste, der dortige Strandabschnitt schien auch schon einmal bessere Tage gesehen zu haben. Aus irgendwelchen Fördertöpfen flossen aber wohl mittlerweile wieder Gelder dorthin, denn ein großes Infozentrum für das nahebei liegende Naturschutzgebiet befand sich im Bau. Am Steinstrand fanden sich einige Angler, die sich aber mehr dem Imbisswagen auf dem verstaubten Parkplatz widmeten als dem Angelsport. Aus besseren Tagen fanden sich wenigstens noch einige altersschwachen Bänke am Strand und so beschlossen wir doch noch einmal eine Pause einzulegen. Nach Schönberg waren es nur noch wenige Kilometer und wir hatten Zeit genug, da wir nicht hoffen konnten, vor 17.00 Uhr jemanden an der Rezeption der dortigen Jugendherberge anzutreffen.

Zwischen Hohwacht und Schönberg

Zwischen Hohwacht und Schönberg

Der Weiterweg führte auf schmalem Wiesenpfad durch das Naturschutzgebiet und dann hatten wir auch schon den Strand von Schönberg erreicht. Wir begnügten uns mit einem kurzen Blick auf die Strandpromenade und die Seebrücke, hofften wir doch später noch einmal dorthin zu kommen. Dem war leider nicht so, da sich die Jugendherberge in dem ca. 5 km landeinwärts liegenden kleinen Ort Schönberg befand. Viertel nach fünf kamen wir dort an, konnten unser Zweibettzimmer beziehen und hatten gerade noch genügend Zeit zum Duschen und Umziehen, da es um 18.00 Uhr Abendessen gab, für das wir uns schon von zu Hause aus angemeldet hatten.

War das Abendessen in Dahme enttäuschend, so setzte das an diesem Abend in Schönberg gebotene Gulasch mit Backkartoffeln allem die Krone auf: Die Note Ungenügend wäre noch geschmeichelt, und das galt für die Größe der Portionen wie die Zubereitung. Auf früheren Radtouren hatten wir in Jugendherbergen immer nur positive Erfahrungen mit dem Abendessen gemacht, auf dieser Fahrt waren auch negative an der Reihe.

Für eine Fahrt mit dem Rad zum Strand hatten wir keine Lust mehr, nach dem warmen Tag und der Radstrecke standen uns die Sinne eher nach einem ausgiebigen Schlummertrunk, nach Möglichkeit verbunden mit etwas Essbarem. Aber Schönberg ließ uns leider in dieser Hinsicht im Stich und so blieb als Alternative nur frühes zu Bett gehen und ausgiebige Nachtruhe.