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Radwanderung
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Lübeck

Lübeck

Lübeck

2008-05-11, Sonntag
Lübeck

Eigentlich sollte der heutige Tag nach unserer Ankunft in Lübeck ganz dem Aufenthalt in dieser Stadt gelten, eine Radtour war nicht vorgesehen und statt der Radpedalen sollten die Füße heute nur die Lübecker Straßen spüren. Nachdem wir aber am Vorabend schon nach drei Stunden Stadtrundgang das Gefühl hatten, mit der heute geplanten Stadtführung nicht ganz ausgelastet zu sein, war am Abend schon die Überlegung aufgetaucht, am Nachmittag evtl. eine kurze Radtour in die Umgebung Lübecks zu unternehmen. Die Entscheidung darüber aber wollten wir erst nach der geführten Tour durch die Stadt treffen und deren Beginn war für 11.00 Uhr angesetzt.

Wir waren nach dem Frühstück kurz nach 09.00 Uhr aufgebrochen, schlenderten bei wolkenlosem Himmel und sonntäglicher Ruhe in der Stadt durch deren Straßen und steuerten dabei langsam auf den Treffpunkt für die Stadtführung zu. Schon jetzt, am Morgen, war es eigentlich viel zu heiß um durch die Stadt zu wandern, vielmehr sollte Strand laufen an der Ostsee angesagt sein - aber wir wollten Lübeck doch noch etwas besser kennen lernen.

Ausgangspunkt der Stadtführung war nahe dem Holstentor. Dort befindet sich die üblicherweise neudeutsch "Tourist-Center" genannte Einrichtung. In Lübeck ist diese Allerweltsbezeichnung wohl mittlerweile zu gewöhnlich, weshalb sich das Tourist-Center dort auch "Welcome-Center" nennt. Na ja, wichtiger ist, es gibt dort ein Café und wir konnten uns mit zwei Flaschen kühlen Mineralwassers auf die bevorstehenden Stadtführung vorbereiten.

Nachdem wir die sechs Euro zur Teilnahme entrichtet hatten, startete die Führung pünktlich mit dem gleich nebenan befindlichen Holstentor, Lübecks Wahrzeichen. Dann ging es zwei Stunden durch ein Lübeck mit lauschigen Plätzen und Innenhöfen, das ohne Führung wohl nur schwerlich zu entdecken ist. Natürlich aber blieben auch die bekannten Sehenswürdigkeiten nicht ganz außen vor und abgeschlossen wurde die Stadtführung mit einem Besuch in den beeindruckenden Repräsentationsräumen des Rathauses.

So schön und sehenswert Lübeck sich auch während der Stadtführung präsentiert hatte, nach dem Ende des Rundgangs wollten wir nur ein schattiges Plätzchen um die Beine auszustrecken, dazu einen Kaffee und Kuchen.

Lübeck, Holstentor

Lübeck, Holstentor

Nachdem wir uns so wieder fit gemacht hatten, beschlossen wir den am Vorabend angedachten Plan in die Tat umzusetzen und einen Radausflug zu unternehmen. Als Ziel dieses Kurztrips kam natürlich nur ein Platz am Wasser in Frage und das war von Lübeck aus Travemünde. Ein idyllischer Weg am Wasser wäre uns der angenehmste gewesen, aber wir entschieden uns für den kürzesten und direkten Weg, auch um nicht an jeder Abzweigung neue Überlegungen über die Fahrtrichtung anstellen zu müssen. Was wir allerdings falsch eingeschätzt hatten, war die Entfernung nach Travemünde. Statt der vermuteten halben Stunde und weniger als zehn Kilometern Fahrstrecke, hatten wir in Travemünde 16 Kilometer auf dem Tacho und brauchten über eine Stunde. Auf dieser Strecke mussten wir einen Shuttle-Bus nutzen, der uns - statt der erwarteten Fähre auf dem Wasser - durch die Röhre des Herrentunnels unter dem Wasser der Trave zur anderen Flussseite brachte.

Der neben Autostraßen nach Travemünde führende Radweg ist zwar gut und schnell fahrbar, eine schöne Radstrecke aber ist er nicht. Das aber spielte bei unserer Ankunft in Travemünde gar keine Rolle mehr, ebenso wenig wie die von uns falsch eingeschätzte Streckenlänge. Zuerst waren wir zwar ein wenig über die Menschenmassen erschrocken, die an diesem heißen Sonntag ebenfalls hierher geströmt waren. Doch als wir dann den Strand erreicht hatten, die Räder angeschlossen waren und wir barfüßig entlang des Sandstrands und durch die erfrischenden Wellen der Ostsee liefen, setzte richtige Urlaubsstimmung ein. Daran änderte auch der hier am Wasser recht frisch wehende Wind nichts, allerdings hielt er mich von dem Bad in der Ostsee ab, das ich mir eigentlich fest vorgenommen hatte.

Strand von Travemünde

Am Strand von Travemünde

Bei dem herrlichen Wetter zog es uns natürlich auch nicht so schnell wieder zurück in die Stadt und wir beschlossen, in Travemünde noch zu Abend zu essen. Erst danach ging es flott die gleiche Strecke wieder zurück in die Stadt, wobei der Shuttle-Bus wieder den Brückenschlag zum anderen Traveufer übernahm. In unserer Unterkunft wäre uns ein kühles Bier zum Tagesausklang noch willkommen gewesen, aber die strikt alkoholfreie Jugendherberge hatte in dieser Hinsicht nichts zu bieten. So konnten wir aber in Ruhe unser Gepäck für die Abreise am nächsten Tag vorbereiten, an dem wir mit Plön unser erstes Radtourenziel ansteuern wollten.