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Radwanderung
Lübeck-Plön-Kiel-Flensburg-Sylt

Allgemeine Infos

Foto, Joachim (links) und ich

Joachim (links) und ich

Ungewohnt früh erreichte mich schon Anfang Dezember 2007 Joachims E-Mail mit Vorschlägen für unsere wie üblich zu Anfang Mai des nächsten Jahres vorgesehene Radwanderung. Eine der vorgeschlagenen Routen sollte wieder in die Schweiz gehen, wohin unsere erste gemeinsame Tour im Mai 2003 geführt hatte. Den Gegensatz zu diesem Vorschlag bildete eine Radwanderstrecke mit Start in Lübeck und Abschluss auf Sylt. Ich brauchte nicht lange zu überlegen, die Schweizer Route vor fünf Jahren war zwar toll gewesen, aber Ostsee und Nordsee mit Abschluss auf Sylt - da gab es für mich nur eine Entscheidung und und ich plädierte für die Küstentour.

Meine Wahl war für Joachim wohl nicht unerwartet, denn schon kurz darauf erhielt ich zwei Streckenvarianten dieser Tour, deren Routen sich vor allem durch die Einbeziehung bzw. Weglassung der Holsteinischen Schweiz unterschieden. Da ich dortige Kurzaufenthalte, die allerdings schon zig Jahre zurücklagen, in guter Erinnerung hatte, war mir der Umweg durch die Holsteinische Schweiz sehr recht. Weiter aber beschäftigte ich mich nicht mehr mit Radstrecken und Kartenstudium, die Planung war bei Joachim in guten Händen. Und dieses Mal hatte ich auch die Hoffnung, dass in allen ausgewählten Jugendherbergen Plätze für die Übernachtungen gebucht werden konnten. Gerade in dieser Hinsicht hatten wir nämlich schon häufiger umplanen müssen, weil die eine oder andere Jugendherberge bereits ausgebucht gewesen war.

Tatsächlich gab es bei den Buchungen (fast) keine Probleme. Ausgebucht waren nur die Jugendherbergen in Tøndern und Westerland. In beiden Fällen waren Ausweichquartiere kein Problem; statt nach Tøndern gingen wir in das nur wenige Kilometer entfernte Rudbøl und statt in Westerland fanden wir unsere Schlafplätze auf Sylt in der Jugendherberge List.

Die per E-Mail vorgenommenen Reservierungen klappten problemlos, hinsichtlich der Anzahlungen scheinen Jugendherbergen aber nach Lust und Laune zu verfahren. Während überwiegend auf eine Anzahlung verzichtet wird, verlangen andere Jugendherbergen, dass die Hälfte des Preises vorab überwiesen wird. Sehr verärgert waren wir über die Vorgehensweisen der Jugendherbergen auf Sylt. Dort sind Buchungen mit mehr als einer  Übernachtung nur in Verbindung mit Vollpension möglich. Dabei wird das Mittagessen durch ein Lunchpaket ersetzt, das sich jeder Gast am Frühstücksbüfett selbst bereitet. Nach meiner Ansicht eine mehr als kundenunfreundliche Art und Weise, deren hauptsächlicher Grund wohl nur die Erzielung zusätzlicher Einnahmen ist. Dies vor allem auch deshalb, weil ja keine wirkliche Vollpension angeboten wird, sondern lediglich ein Lunchpaket. Anscheinend ist aber der Andrang in den Jugendherbergen auf Sylt so groß, dass man sich solches Gebaren erlauben kann.

Im übrigen aber waren wir von dem in der Lister Jugendherberge angebotenen Abendessen begeistert. Das war einfach Spitze, sowohl hinsichtlich der Zubereitung, des Geschmacks und der Portionen. Schade, dass dieser gute Eindruck durch den Ärger über die zwangsweise "Vollpension" wieder relativiert wurde.

Grundsätzlich waren unsere Erfahrungen, was die Abendessen in Jugendherbergen betrifft, sowohl bei dieser Radtour wie auch bei vergangenen immer gute gewesen. Auf dieser Tour war das Abendessen in Dahme allerdings gegenüber früheren Erfahrungen in Jugendherbergen enttäuschend, wenn auch noch akzeptabel. Ein deutliches "Ungenügend" gibt es dagegen für das Essen in der Jugendherberge Schönberg, wo das gebotene Gulasch mit Backkartoffeln nicht einmal als dünnes Gulaschsüppchen bezeichnet werden konnte, schwammen doch nur einige wenige Fleischbröckchen in einer dünnen Brühe umher. Es war ein dünnes und mageres Abendessen, das allenfalls als Vorspeise taugte.

Wie gewohnt war das Frühstück in allen Häusern sehr gut, das gilt auch für die beiden dänischen Jugendherbergen. Wir waren dort angenehm überrascht, hatten wir doch erwartet, dort nur eine Art französischen Frühstücks a la café au lait und Brioches zu erhalten.

In Rudbøl zahlten wir für zwei Personen, Übernachtung mit Frühstück, 550 Kronen, auf Rømø 520 Kronen; die Unterbringung war jeweils in Zweibettzimmern incl. Leihbettwäsche, Dusche und Toilette. Die Übernachtungen mit Frühstück für zwei Personen, Waschgelegenheiten im Zimmer, kosteten in der Jugendherberge Schleswig 46,40 Euro, in Flensburg 40,-- Euro. In der Jugendherberge Dahme kostete die Übernachtung (zwei Personen) im Zweibettzimmer mit Dusche und Toilette, Frühstück und Abendessen 65 Euro, in Schönberg 58,40 Euro (Waschgelegenheit im Zimmer). In der Lister Jugendherberge zahlten wir im Zweibettzimmer mit Waschgelegenheit, Vollpension (Lunchpaket zu Mittag) 64 Euro, dazu 2,50 Euro Kurtaxe je Person/Tag.

Während der15-tägigen Radtour hatten wir einen Tag, an dem es ab Mittag regnete. An wenigen Tagen war es morgens bewölkt, im Tagesverlauf wurde es aber immer wieder sonnig. Heiß war es an den ersten drei Tagen, an den übrigen Tagen war immer hervorragendes Radtourenwetter, wenn auch der Wind, besonders morgens, recht kalt wehte. Gegenwind bleibt bei Radtouren an der See nie aus, doch auch in dieser Beziehung hatten wir Glück. Es gab zwar Streckenabschnitte wo uns kalter, heftiger Gegenwind nervte, aber meistens blieben wir doch davon verschont.