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Radwanderung
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Rückreise: List (Sylt)-Weilburg

Statt am Strand - heute leider im Zug

Statt am Strand - heute leider im Zug

2008-05-24, Samstag
List (Sylt)-Weilburg

Heute war Rückreisetag von Sylt nach Weilburg und damit der endgültig letzte Tag unserer vor zwei Wochen in Lübeck gestarteten Radwanderung. Um 08.22 Uhr war die Abfahrtszeit unseres Zuges vom Bahnhof Westerland. Im Busfahrplan hatte ich für die Strecke List-Westerland zwei mögliche Abfahrtszeiten herausgesucht: 07.00 Uhr und 07.40 Uhr. Da bei dem um 07.40 Uhr abfahrenden Bus zwischen der Ankunftszeit in Westerland um 08.15 und der Zugabfahrt nur sieben Minuten lagen, hatten wir uns für den Bus um 07.00 Uhr entschieden. Das hieß Abfahrt von der Jugendherberge um kurz nach 06.30 Uhr, vor allem aber auch Abfahrt ohne Frühstück, denn das gab es zu dieser Zeit natürlich noch nicht. Es half aber nichts, das Risiko den Zug zu verpassen war zu groß - und frühstücken wäre auch eine Stunde später nicht möglich gewesen.

So saßen wir am frühem Morgen frühzeitig auf unseren bepackten Rädern und radelten zur Busabfahrt am Lister Hafen. Es waren noch gut zehn Minuten bis sieben Uhr, als wir ankamen und keine Menschenseele war rundum zu sehen. Wir nahmen die Gepäcktaschen von den Rädern und dann sah ich mir noch einmal den Abfahrtsplan an. Dick und groß war auf dem Fahrplan zur Abfahrtszeit 07.00 Uhr die Hinweisziffer "2" gedruckt, dazu die Erläuterung "nur an Schultagen". Auch ein zweites und drittes Mal Lesen änderte nichts: Heute war Samstag und der Bus um 07.00 Uhr würde nicht kommen. Wir mussten auf den Bus um 07.40 Uhr warten und konnten nur hoffen, dass es zu keiner Verspätung kommen und wir unseren Zug erreichen würden.

Pünktlich erschien der Bus an der Abfahrtstelle und hektisch bemühten wir uns die Räder an der Transportvorrichtung zu befestigen. Erst schien es, als sei die Befestigung meines Rades gar nicht möglich und der Busfahrer wurde schon recht ungehalten. Dann war es aber doch geschafft, wir ließen uns in die Sitze fallen und konnten jetzt nur noch hoffen, dass die Fahrt ohne Zwischenfälle verlief. Das war zum Glück der Fall; die Endstelle Busbahnhof in Westerland fuhr der Bus pünktlich an und wir bepackten in fliegender Hast unsere Räder, schoben sie im Dauerlauf in den Bahnhof und tatsächlich stand dort noch unser Zug, abfahrbereit zwar, aber wir konnten noch einsteigen und fanden Plätze für uns und die Räder.

So saßen wir trotz des verpatzten Starts in unserem planmäßigen Zug und konnten nur noch hoffen, dass alle weiteren Zugverbindungen und das halbe Dutzend notwendiger Umstiege ohne weitere Zwischenfälle verlaufen würden. Glücklicherweise gab es im Zug sogar die Möglichkeit belegte Brötchen und Kaffee zu erhalten, so dass auch das übergangene Frühstück nachgeholt werden konnte. Und was auf den Rückreisen in den vergangenen beiden Jahren nicht immer der Fall war, dieses Mal fuhren alle Züge planmäßig. Trotz teilweise wieder knapper Umsteigezeiten erreichten wir auch immer die Anschlusszüge und unterwegs herrschte nur zwischen Göttingen und Kassel wieder ein chaotisches Gedränge  im Fahrradabteil; nochmals auf dem letzten Teilstück zwischen Gießen und Weilburg.

Das berührte uns dort aber kaum noch, wichtig war nur, dass der Zug pünktlich um 21.00 Uhr in den Weilburger Bahnhof einfuhr und damit auch unsere diesjährige Radtour glücklicherweise wieder ein gutes Ende gefunden hatte.