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Radwanderung
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Rømø-List (Sylt)

Sylt, Weststrand

Sylt, Weststrand

2008-05-22, Donnerstag
Rømø-List (Sylt)

Hatte sich der Himmel an den letzten beiden Tagen morgens dunkel und bewölkt gezeigt, so überraschte er uns heute wieder einmal mit wolkenlosem Blau und wir hofften sehr, dass er auch im weiteren Tagesverlauf so bleiben würde. Unser heutiges Tagesziel war die Jugendherberge in List und der Lister Hafen war das Ziel der von Havneby ausgehenden Sylt-Fähre. Eine Radtour stand heute also nicht mehr an, es ging hier auf Rømø nur um die kurze Strecke zum Hafen und auf Sylt zur Jugendherberge in List. Trotzdem war natürlich die Packorgie am Morgen nicht anders wie an den vergangenen Tagen; Zeit allerdings hatten wir genügend, da wir aufgrund unserer Erkundigungen am Vorabend beschlossen hatten, die um 10.00 Uhr abgehende Fähre zu nutzen. So war es ganz passend, dass heute erst um 08.00 Uhr Frühstückszeit war. Überrascht waren wir allerdings über den vollbesetzten Speisesaal, hatten wir am Vortag doch nichts von den in den Gruppen mitbekommen, die in den vielen Nebengebäuden untergebracht waren. Wir durften allerdings unser Frühstück, an diesem war wieder nichts auszusetzen, im Sommersaal in aller Ruhe abhalten, bis es dann doch Zeit wurde die Räder zu besteigen und Richtung Hafen zu radeln.

Die Fahrkarten waren schnell gekauft (5,60 Euro pro Person, Fahrrad 4,50 Euro) und bald darauf glitt die Fähre über die fast spiegelglatte Ostsee heran. Dann konnten wir mit den wartenden Fußgängern an Bord, es dauerte aber noch eine Weile, bevor alle auf die Mitnahme wartenden Fahrzeuge verstaut waren. Es war schon beachtlich, wie viele Busse, Lastwagen und Pkw im Schiff verstaut werden konnten. Trotzdem legte das Schiff pünktlich um 10.00 Uhr ab und wir schipperten in der Sonne unserem letzten Ziel, der Insel Sylt und List, entgegen.

Schon von Rømø aus war Sylt zu sehen gewesen, jetzt aber fuhren wir von See auf die Insel zu; schon von weitem deutlich erkennbar war der Leuchtturm List-Ost und dann glitt die Fähre dicht vorbei am Ellenbogen, dessen Spitze die Menschen am Strand umrundeten. Gleich darauf ging es hinein in den Hafen von List zum dortigen Anleger. Im Lister Hafen herrschte der Trubel, den man an einem solchen Schönwettertag auf Sylt erwarten kann. Aber es war hier trotzdem weit angenehmer als in dem tristen Hafen von Havneby. Wir schauten uns nur kurz um, dann orientierten wir uns anhand einer Infotafel und machten uns auf den Weg zur Jugendherberge List, die abseits vom Ort in den Dünen am Möwenberg liegt. Da es Mittagszeit war gingen wir davon aus die Anmeldung geöffnet vorzufinden. Das war auch der Fall, leider aber hieß es, dass ein Bezug des Zimmers erst ab 14.00 Uhr möglich sei. Immerhin aber konnten wir unser Gepäck unterstellen und man war so nett, uns bereits die Gästekarte auszuhändigen, die auf Sylt obligatorisch ist und ohne die an vielen Stränden der Zugang nur gegen Bezahlung möglich ist.

Wir fuhren zum nächstgelegenen Strandzugang und da sich dort auch ein Café/Restaurant befand, nahmen wir die Gelegenheit für eine Kaffeepause war. Da ich gerne an den Strand beim Ellenbogen wollte, radelten wir anschließend dorthin. Für die Benutzung der Privatstraße  zum Ellenbogen wird seit einem Jahr leider auch jeder Radfahrer mit zwei Euro zur Kasse gebeten. An einem Autoparkplatz schlossen wir die Räder an, zogen die Schuhe aus und gingen durch den herrlichen Sand zum Wasser. Mal im Wasser, wo sich massenhaft Krebse nahe am Ufer zeigten, mal durch den Sand, wanderten wir bei herrlichem Sonnenwetter um die Spitze des Ellenbogens. Nach einer großen Runde kehrten wir zu den Rädern zurück und fuhren in die Jugendherberge, um dort unseren Einzug mit der Anmeldung abzuschließen.

Sylt, am Ellenbogen

Sylt, am Ellenbogen

Anschließend zog es uns wieder zum Strand, Joachim wollte noch einen ersehnten Strandspaziergang unternehmen, ich hatte mir zumindest einen kurzen Badegang vorgenommen. Das Wetter war einfach zu einladend dafür, außerdem waren wir jetzt fast zwei Wochen an Ost- und Nordsee unterwegs, da musste wenigstens einmal ein Bad im Meer möglich sein. Am Strand war es zwar wieder windiger als erwartet und die angegebenen 15 Grad Wassertemperatur ermutigten mich auch nicht, dann aber ging ich doch in die Wellen. Es war einfach Klasse im Meer zu schwimmen und ich hielt es eine ganze Zeit länger aus, als ich es mir selbst zugetraut hatte.

Während ich mich anschließend am Strand sonnte, unternahm Joachim seine Strandwanderung. Rechtzeitig aber zum Abendessen packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren in die Jugendherberge, wo ein hervorragendes Abendessen auf uns wartete. Es gab ein prima Gyros mit Zaziki, knusprigem Ciabatta und ein Salatbüffet, das diesen Namen auch verdiente; außerdem Quarkdessert als Nachtisch. Alles schmeckte nicht nur hervorragend, mit den gebotenen Portionen konnte man sich auch satt essen.

Nach dem guten und reichlichen Abendessen fehlten nur noch ein oder zwei kühle Biere. Wir waren zu faul um nach List zu laufen, nahmen deshalb die Räder und fuhren gemütlich auf diesen zum Hafen. Dort war eine Menge Betrieb, es fand sich aber auch eine angenehme Bierkneipe, wo wir den Sylttag abschlossen.