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Wanderwoche Vierwaldstätter See

Vierwaldstätter See

Im Herzen der Zentralschweiz liegt der Vierwaldstätter See. Sein Name wird zurückgeführt auf die drei an seinen Ufern liegenden Urkantone, die drei Waldstätten Uri, Schwyz und Nidwalden, deren "Ewigem Bund" sich 1332 Luzern als vierter Kanton anschloss.

Das Becken des Sees wurde während der Eiszeit vor ca. 12.000 Jahren durch den Reussgletscher bereitet und füllte sich dann mit dem Wasser der abschmelzenden Eisdecken auf. Heute erstreckt sich das Wassereinzugsgebiet des Sees über ca. 1.800 km2. Die bedeutendsten Einzelzuflüsse sind die bei Flüelen einmündende Reuss - diese fließt bei Luzern wieder ab - und die bei Brunnen einmündende Muota.

Der fünftgrößte See der Schweiz bedeckt eine Fläche von ca. 114 km2 und liegt auf einer Höhe von 437 m über NN. Seine tiefste Stelle wurde zwischen Beckenried und Gersau festgestellt und wird mit 214 m angegeben. Der stark verzweigte See bildet mit seiner Gliederung in mehrere Becken (Weggiser, Küssnachter, Luzerner und Heggiswiler See) fast ein Kreuz, mit dem "Chrüztrichter" als Kreuzungspunkt. An das östlich gerichtete Weggiser Becken schließt sich das Gersauer Becken an und diesem der Urner See. Dazu kommt der Alpnacher See südlich von Hergiswil, der nur durch einen schmalen Wasserarm, überspannt von einer Straßenbrücke, mit dem Vierwaldstätter See verbunden ist. So addiert sich die Länge der Uferstrecke des Sees auf ca. 115 km. Der See friert auch im Winter nicht zu, da die Wassertemperatur nicht unter 5 Grad Celsius absinkt.

Eine herausragende Bedeutung hatte der Vierwaldstätter See als Teilstück der Handelsroute über den Gotthardpass. Da auch im Mittelalter noch kein Wegebau entlang des Seeufers möglich war, bot der See den einzig möglichen Zugang zu diesem Pass an und damit für den Weitertransport in den Süden. Hauptumschlagplätze für alle Handelsgüter auf dieser Strecke waren Flüelen und Luzern, andere bedeutende Umschlaghäfen waren Küssnacht, Arth und Brunnen. So ist es kein Wunder, dass bereits aus dem Jahr 1357 schriftliche Abmachungen von Ufergemeinden bekannt sind, in denen Regelungen zum Seeverkehr getroffen wurden. Der Wasserweg über den Vierwaldstätter See hat erst im Jahr 1882 mit Eröffnung der Bahnstrecke durch den St. Gotthard seine Bedeutung verloren.

Von Bedeutung ist die Schifffahrt auf dem See jetzt nur noch für den Tourismus. Betrieben wird der Schiffsverkehr heute von der "Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees" (SVG). Mit fünf Dampfradschiffen, die zwischen 1901 und 1913 erbaut wurden und stilgerecht restauriert sind, betreibt die SVG die größte Binnen-Raddampferflotte der Welt; dazu kommen weitere 15 Motorschiffe.