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Wanderwoche Vierwaldstätter See

Bürgenstock

2004-09-15, Mittwoch
Bürgenstock

Foto, Engstelle zwischen Alpnacher- und Vierwaldstätter See

Die Engstelle zwischen Alpnacher- und Vierwaldstätter See

Der Blick aus dem Fenster am frühen Morgen bestätigte die Schlechtwettervorhersagen aus den gestrigen Zeitungen. Es regnete und ich konnte auch beim Anblick des Regenbogens nicht wirklich auf eine Wetterbesserung hoffen. Wir hatten es also nicht allzu eilig an diesem Morgen, trotzdem war es noch vor 09:00 Uhr, als wir losfuhren. Da eine Bergtour keinesfalls möglich war, hatten wir am Vorabend eine Wanderung von Weggis nach Gersau beschlossen. Es ging mit dem Wagen entlang der Uferstraße, wobei wir in Küssnacht einen kurzen Einkaufsstopp einlegten.

Wie am Abend zuvor befürchtet, erblickten wir am Morgen einen wolkenverhangenen Himmel, aus dem mit jedem Moment der Regen niederfallen konnte. Da wir uns nicht wirklich Hoffnung auf besseres Wetter gemacht hatten, war die Enttäuschung nicht allzu groß und wie geplant ging es gegen 09:00 Uhr mit dem Wagen durch Luzern, Horw, Hergiswil nach unserem Startpunkt Stansstad.

Foto, Ausblick vom Seewligrat

Ausblick vom Seewligrat

Für eine bestimmte Wegstrecke oder Ziel hatten wir uns in Anbetracht der Wetterverhältnisse nicht entschieden, das überließen wir vorerst mehr dem Wegverlauf und der Wetterentwicklung.

Der Zugang zum Wanderweg auf den Bürgenstock begann mit Treppen und war an der aufwärts führenden Serpentinenstraße schnell gefunden. Während wir an Höhe gewannen, war von der vielgerühmten Aussicht aber leider nichts zu entdecken, was bei diesem Wetter nicht anders zu erwarten war. Zwar regnete es nicht, aber in der Höhe verbargen Wolken die Sicht und unter diesen zogen dichte Dunst- und Nebelschleier dahin, die nur selten einen Blick zum See ermöglichten.

Foto, Blick ins Tal der Engelberger Aa

Blick ins Tal der Engelberger Aa

Bei Obbürgen bogen wir auf den Grottenweg zur Lourdes-Grotte ein und dann ging es auf schmalem Wurzelsteig durch dichten Wald steil aufwärts zum Seewligrat. Mit jedem Meter, den wir aufwärts gingen, wurden der Wolkendunst dichter und die Luft triefte von Nässe. Als wir am Seewligrat ankamen, riss die Wolkendecke für einen Moment auf und gewährte uns einen kurzen Blick hinunter zum See, nach Emmetbürgen und in das Tal der Engelberger Aa. Dann hüllten uns nur noch Wolken ein und der feuchte Wolkendunst zog sich zu Regenschnüren zusammen, die stetig auf uns niederrannen. Wir hüllten uns und die Rucksäcke also wieder einmal in die Regenhäute und zogen den Seewligrat weiter in Richtung Ätschenried.

Bei schönerem Wetter wären wir von hier wahrscheinlich weiter in Richtung Hammetschwand gelaufen, bei diesem Regen hieß unser Ziel jetzt aber Ennetbüren. Der Regen hatte mittlerweile sogar die Dunstschleier weggewaschen, sodass wir unser Ziel im Tal jetzt ständig vor Augen hatten. Dann versiegte das von oben kommende Nass und wir suchten uns den steil durch die Wiesen abwärts führenden Wandersteig. Das Gras und die den Weg markierenden Steinplatten waren von der Nässe so glatt und rutschig, dass wir nur Augen für den nächsten Schritt hatten.

Kurz nach 14:00 Uhr standen wir an der Bushaltestelle und informierten uns über die Rückfahrt nach Stansstad. Der nächste Bus nach Stans mit Anschluss an die Bahn nach Stansstad ging in einer Stunde. Diese Zeit hätten wir ganz gerne für eine gemütliche Kaffeestunde mit Kuchen genutzt, fanden aber leider kein entsprechendes Café. Wir mussten uns bis zur Abfahrt des Busses also mit einer Gaststätte bescheiden. Dann fuhr uns der Bus nach Stans, wo wir in den Zug nach Stansstad umstiegen. Blieb nur noch der Gang zum Auto und die Fahrt nach Luzern zur Jugendherberge, wo wir, früh wie selten, gegen 16:30 Uhr eintrafen.