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Harzwandertage

Wanderung Thale-Treseburg

Bodeschluch

Bodeschlucht

2011-09-30, Freitag
Thale-Treseburg

Ausgangspunkt für unsere heutige Wanderung war Thale, ca. 25 km entfernt von Elbingerode. Die geplante Rundtour sollte uns von Thale durch die Bodeschlucht nach Treseburg führen und über die Höhen wieder zurück zum Ausgangspunkt. Die Streckenlänge sollte laut Wanderführer 20 km betragen. Neben der Brockenbegehung ist diese Wanderung eine der Touren, die man im Harz auf jeden Fall machen sollte. Dass wir diese gleich am Tag nach der Brockentour unternehmen wollten war wieder dem Wetter geschuldet. Dieses war am gestrigen Tag so fantastisch gewesen, dass wir uns nicht vorstellen konnten an allen Tagen unseres Harzaufethalts ein solches Traumwetter vorzufinden. Und da sich der Morgenhimmel heute nach einer sternenklaren Nacht wieder in makellosem Blau präsentierte,  beschlossen wir den sich ankündigenden schönen Tag für die Wanderung in der Bodeschlucht und über deren Höhe zu nutzen.

Kurz vor 09:00 Uhr luden wir unsere Rucksäcke in den Wagen und machten uns auf den Weg. Eine halbe Stunde später hatten wir Thale erreicht und einen Parkplatz gefunden, der sogar nah am Beginn des Weges entlang der Bode lag. Im Schatten war es noch ziemlich kühl und es wurde dann noch kühler, als wir uns auf dem breiten Weg entlang der Bode fanden, der uns zur Jugendherberge leitete. Schon hier waren die zu beiden Seiten der Bode steil aufstrebenden Berghänge beeindruckend, verhinderten aber, dass zu dieser Tageszeit Sonnenstrahlen auf den Schluchtboden dringen konnte, obwohl sich oben der blaue Himmel wölbte und die Höhen in Sonnenlicht getaucht waren.

Nahe entlang der rauschenden Bode verlief der Weg bequem und ohne Steigungen zum Katersteg, von dort weiter zum Goethefelsen und dann zum romantisch in der Schlucht liegenden Gasthaus Königsruhe. Da wir erst seit einer halben Stunde unterwegs waren kam eine Rast natürlich noch nicht in Frage, es ging stattdessen über den Teufelssteg ans andere Bodeufer. Über Fels- und Geröllstufen führte der Steig - teilweise gesichert mit einem Geländer - aufwärts und erlaubte immer wieder beeindruckende Tiefblicke in die Schlucht, um dann wieder hinunter zur Bode zu leiten. Später führte der Weg im Schluchtwald mit sanftem Auf und Ab weiter und hier trafen wir dann erstmals auf uns entgegenkommende Wanderer. Das deutete auf die Nähe von Treseburg hin und tatsächlich erreichten wir, gut zwei Stunden nach dem Weggang in Thale, bald den Ortsrand von Treseburg.

Noch war es für eine Mittagsrast zu früh und wir wandten uns deshalb gleich dem Weiterweg zu, der uns über die Höhe wieder zurück nach Thale führen sollte. Der Pfad führte am Ortsrand in Serpentinen steil aufwärts zum Aussichtspunkt Weißer Hirsch und dann durch lichten Waldbestand weiter zum Pfeil-Denkmal. Hier luden uns Bänke zur Mittagspause ein und nachdem wir unsere Tagesration verzehrt hatten, streckten wir uns auf den Bänken aus und verdösten einige Zeit in der warmen Mittagssonne.

Schließlich trieb es uns aber weiter und so machten wir uns auf nach dem nächsten Wanderziel. Breit, bequem und steigungslos verlief der Waldweg zum Hexentanzplatz. Auf halber Strecke verlockte uns jedoch ein Hinweisschild zu einem Abstecher an den Aussichtspunkt Prinzensicht und da es noch früher Nachmittag war folgten wir der Abzweigung. Der Abstecher lohnte sich, hatte man von der Prinzensicht doch einen tollen Blick in den Bodekessel und die ihn umgebenden Steilhänge. Eine knappe Stunde kostete uns der Abstecher, dann waren wir wieder auf dem Weg zum Hexentanzplatz.

Auf den Trubel der uns dort erwartete war ich nicht gefasst. Verständlich aber der Menschenauflauf, führte doch hierher von Thale eine Kabinenseilbahn und eine Autostraße, über die Busse und Pkw anrollten. Die Aussicht von hier war aber auch beeindruckend und den Besuch wert.

Nachdem wir die Aussichtspunkte abgegangen waren machten wir uns auf den Weg hinunter nach Thale. Wir benutzten den Sachsenwallweg und den Pioniersteig, die auf schmalen Pfaden, vorbei an Felsformationen und serpentinenreich den Hang steil hinab nach Thale leiteten. Nun waren es nur noch Minuten, dann fanden die Rucksäcke wieder ihren Platz im Kofferraum und wir beschlossen den tollen Wandertag auf der Terrasse eines Eiscafés.